+++ In der zweiten Runde des Landespokals tritt der FSV am 07. September beim Landesligisten Ludwigsfelder FC an. +++ ">

FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

EIN DREIER ZUM AUFTAKT

Gelungener Punktspielauftakt für Optik in der Regionalliga. In einer sehr intensiven, körperbetonten Partie schlug der FSV die TSG Neustrelitz mit 1:0.

+++ In der zweiten Runde des Landespokals tritt der FSV am 07. September beim Landesligisten Ludwigsfelder FC an. +++

Gelungener Punktspielauftakt für Optik in der Regionalliga. In einer sehr intensiven, körperbetonten Partie schlug der FSV die TSG Neustrelitz mit 1:0.

Schade! Nach dem begeisternden Auftritt im DFB-Pokal hatten die Rathenower auf etwas mehr als die anwesenden knapp 400 Zuschauer gehofft. Vielleicht hielt der kräftige Regenguss, der eine halbe Stunde vor Anpfiff über der Kreisstadt niederging, den einen oder anderen vom Besuch ab. Auch während des Spiels herrschten schwierige Bedingungen. Drückende Schwüle wechselte sich mit Blitz und Donner ab.

Der FSV, mit der gleichen Anfangsformation wie gegen Frankfurt, war in der ersten Halbzeit gegen die leicht favorisierten Gäste mindestens ebenbürtig, eigentlich bei den wenigen Torraumszenen sogar einen Tick gefährlicher. Nach zehn Minuten setzte sich Hakan Cankaya schön durch. Seine Eingabe konnte Murat Turhan nicht richtig unter Kontrolle bringen. Zwanzig Minuten waren gespielt, da stand das Schiedsrichtertrio um Philipp Kutscher aus Berlin erstmals im Mittelpunkt. Nach einem Strafraumgewühl gab es einen Elfmeterpfiff für Optik. Handspiel deutete der Referee an. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten nahm er die Entscheidung zurück, entschied stattdessen auf Freistoß für die TSG. Genau aufzulösen war die Szene nicht. Eventuell wurde Kai Hempel zunächst bedrängt und kam dadurch mit der Hand an den Ball.

Danach spielte sich das Geschehen wieder meist im Mittelfeld ab. Beide Abwehrreihen waren aufmerksam. So probierten es beide Seiten aus der Distanz. Doch weder Hugo Lopes noch Hakan Cankaya trafen. Die beste Gelegenheit für die Residenzstädter hatte Hempel, der per Kopf einen Ball von Tony Fuchs verlängerte. Selvedin Begzadic tauchte reaktionsschnell ab. Der direkte Gegenzug wurde zur Ecke geklärt, die eine erneute Ecke einbrachte. In diese hechtete Süleyman Kapan. Sein Kopfball ging an die Lattenunterkante. Von dort sprang der Ball, ja wohin? Für die Zuschauer auf der VIP-Tribüne und was ja entscheidend ist, auch für den Assistenten, war klar, hinter die Linie. Das 1:0 zur Pause war nicht unverdient.

Weit weniger gibt es aus der zweiten Hälfte zu berichten. Mit den Einwechslungen von Salvatore Rogoli und Christopher Mandiangu wurde Neustrelitz in punkto Ballbesitz deutlich überlegen. Die Gastgeberdefensive ließ jedoch kaum etwas zu. Geschlagene 20 Minuten gab es keinerlei Torszenen. Dann flog ein Rogoli-Freistoß nur um Zentimeter am Kasten vorbei. Den ersten und einzigen echten Torschuss der Rathenower gab Kapan in der 70. Minute ab.

In der Schlussphase schob sich Selvedin Begzadic immer mehr in den Mittelpunkt. Klasse Paraden gegen Christian Skoda und Velimir Jovanovic dürften Ingo Kahlisch die Entscheidung, wer nächste Woche im Tor steht (Marcel Subke ist wieder einsatzfähig), schwer machen. Große Aufregung dann noch einmal in der letzten der drei Nachspielminuten. Dino Medjedovic jagte einen Freistoß mit Power in die Abwehrmauer. Das Leder knallte gegen einen Arm. Da dieser aber angelegt war, gab es keinen Pfiff für die Gäste. So blieb es beim knappen Auftaktsieg für den FSV Optik. (Detlev Nießner)

Thomas Brdraric: "Erstmal herzlichen Glückwunsch an Optik Rathenow zum Sieg. Wie ich mit Herrn Kahlisch schon vor der Partie gefachsimpelt habe, sind wir eigentlich froh, dass die letzten fünf hektischen Wochen aufgrund des DFB-Pokals zu Ende sind. Die Mannschaft kann sich jetzt voll und ganz auf die Regionalligasaison konzentrieren. Wir haben die Dreifachbelastung in dieser Woche nicht wegstecken können und sind sehr schläfrig in die Partie gegangen. Die Taktik, die wir beim Gegner gesehen haben, ein Tor zu schießen und keins zu bekommen, wollten wir hier erreichen. Wir habens nicht geschafft und deswegen brauchen wir uns im Nachhinein nicht zu beschweren. Mir sind heute viele Erkenntnisse gekommen, warum wir noch nicht so weit sind. Wir werden daran arbeiten, das in den nächsten Wochen besser zu machen."

Ingo Kahlisch: "Es ist natürlich sehr fein, dass wir das erste Spiel gewonnen haben, das sind drei Punkte für den Klassenerhalt. Aber wir haben auch alle zugesehen und die Probleme gesehen. Die erste Halbzeit war noch ok, in der zweiten war Neustrelitz klar spielbestimmend. Aber wir haben gekämpft und mit ein bißchen Glück und einem guten Torwart das Spiel nach Hause gefahren. Wir können einige Sachen besser machen, aber im Augenblick sind wir noch nicht so weit."

Optik: Begzadic - Cetin, Coric, Delvalle, Wilcke - Leroy, Hellwig (G) - Huke (82. Owczarek), Cankaya, Kapan (82. Pfefferkorn) - Turhan (66. Ismaili)

Neustrelitz: Bittner - Novy, Morack, Franke, Hempel - Lopes (46. Rogoli), Medjedovic, Skoda, Pütt (G) - Fuchs (53. Mandiangu), Morozow (78. Jovanovic)

Tor: 1:0 Kapan (43.)