ENDLICH DER ERSTE TESTSIEG
Anschließend übernahm der Gastgeber deutlich die Initiative. Was dabei an klaren und klarsten Gelegenheiten ausgelassen wurde, war unglaublich. Als Tim Balzer einen Schuss von Maxime Langner nicht festhielt, schoss Ali Keles beim Nachsetzen am leeren Tor vorbei. In der nächsten Szene spielte Dzenis Hot den Keeper aus, um dann ebenfalls den verwaisten Kasten nicht zu treffen. Maxime Langner, zweimal Ousmane Sannoh – nach einer halben Stunde hätten die 120 Besucher gut und gerne vier, fünf Treffer erleben können.
Ohne Schnörkel fiel dann doch noch das 1:0. Ibrahim Diallo zog aus 23 Metern beherzt ab, via Innenpfosten fand der Ball den Weg ins Tor.
In der zweiten Halbzeit wurde es eine Viertelstunde lang vogelwild. Hinten zunächst komplett unsortiert, kassierte Optik den Ausgleich zum 1:1. Gleich darauf köpfte Dzenis Hot nach Freistoß von Jerome Leroy das 2:1.
Der erneute Ausgleich zum 2:2 war fast eine Kopie des zweiten Gegentreffers gegen Ludwigsfelde. Wieder wurde dreimal nicht geklärt, ehe Claas Albrecht sein zweites Tor erzielte. Nachdem Probespieler Arda Isik per Solo den FSV zum dritten Mal in Führung schoss, gab es wieder das Duett Leroy und Hot. Diesmal klatschte Jeromes Freistoß an den Pfosten, Dzenis staubte ab. Beim 5:2 profitierte Arda Isik von einem schnell vorgetragenen Spielzug über Ousmane Sannoh und Jerome Leroy.
Auch der zweite Proband, Lynes Benzer Paca trug sich in die Torschützenliste ein. Diesmal war es Isik, der zuvor an der Latte gescheitert war. Zwei starke Flügelläufe über links brachten die Tore Nummer sieben und neun.
Dazwischen lag der wohl schönste Treffer des Abends. Jerome Leroy nahm einen hohen Ball mit dem Rücken zum Tor an und hob ihn dann aus der Drehung über den Keeper ins Netz. Zum ersten Tor seit Oktober 2024 meinte der Capitano: „Wichtiger war mir, dass ich insgesamt an fünf Treffern beteiligt war.“ Noch kürzer fasste sich Ingo Kahlisch: „Bloß nicht hochjubeln.“
Ein echter Gradmesser dürfte der Test am Freitag werden. Dann tritt Optik beim Malchower SV an. Die Müritzstädter sind Landesmeister von Mecklenburg-Vorpommern geworden, verzichteten aber auf den Oberligaaufstieg. Entgegen der ursprünglichen Ansetzung ist der Anpfiff erst um 19 Uhr.
Optik: Hawwary – Diallo, Gerlach, Reichenbach (60. Dogan), Donner (46. Benzer Paca) – Solak, Aktürk (46. Leroy) - Hot, Langner (46. Zdep), Keles (46. Isik) - Sannoh
Tore:
1:0 Ibrahim Diallo (36.)
1:1 Claas Albrecht (47.)
2:1 Dzenis Hot (49.)
2:2 Claas Albrecht (51.)
3:2 Arda Isik (57.)
4:2 Dzenis Hot (58.)
5:2 Arda Isik (61.)
6:2 Lynes Benzer Paca (72.)
7:2 Arda Isik (81.)
8:2 Jerome Leroy (84.)
9:2 Luca Zdep (85.)