FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

OBERLIGA

GLÜCKLICHER PUNKTGEWINN

In einem mäßigen Oberligaspiel trennen sich der FSV Optik und Dynamo Schwerin 1:1.

Foto: Michel Grabowski

Das war schwere Kost. Die Ungeschlagen-Serie bei Rathenow hielt, die Leistung war allerdings kritikwürdig.

Wer ganz pünktlich war, durfte auf einen Heimsieg hoffen. In den ersten Minuten wurde Shai Neal zweimal steil geschickt, in beiden Fällen war Ibrahim Suaib einen Schritt eher am Ball.

Dynamos erste Chance führte zum 0:1. Beim Angriff über links entschied Rathenows Defensive auf Abseits und blieb stehen. Schiedsrichter Dirk Meißner und seine Assistenten entschieden (wohl eher zu Recht) auf Weiterspielen. So musste Evgeni Pataman nur noch den Fuß hinhalten.

Nach 15 Minuten hätte alles entschieden sein können. Drei exzellente Einschussmöglichkeiten hatte Sarwar Osse gegen eine Abwehr, die diesen Namen in der ersten Viertelstunde nicht verdiente. Einzig ein glänzend aufgelegter Simeon Hawwary verhinderte weitere Gegentore.

Als dann Jerome Leroy aus der Drehung abzog und der Ball im langen Eck zum 1:1 landete, war der Spielverlauf - so ehrlich sollte man schon sein - auf den Kopf gestellt.

Dynamo kam bis zum Wechsel noch zu zwei weiteren richtig gefährlichen Szenen. Gegen den im Konter allein auf ihn zulaufenden Pataman machte sich Simeon Hawwary ganz breit (38.) und in der Nachspielzeit schoss der komplett freistehende Mohand Almansori vorbei. Da hatte die SGD bereits den Torhüter tauschen müssen. Ibrahim Suaib hatte sich bei einem Sturz am Kopf verletzt.

Der für ihn zwischen die Pfosten gegangene Miguel da Silva Telinhos ermöglichte dem FSV die klarste Nachpausenchance. Eine an sich harmlos Flanke ließ der Keeper aus den Händen gleiten, im letzten Moment wurde der bereitstehende Shai Neal noch entscheidend gestört.

Ansonsten war es nun weit weniger aufregend. Zahlreiche Ballverluste und Fehlabspiele sorgten für ein recht bescheidenes Oberliga-Niveau. Das letzte Wort auf dem Platz hatte wieder Simeon Hawwary. Spektakulär, wie er den Gewaltschuss von Louis Jacobs noch um den Pfosten drehte (84.).

Ganz zum Schluss wollte wohl auch Gästetrainer Jano Klempkow das Remis, nahm mit Wechseln noch Zeit von der Uhr. So blieb es schließlich beim 1:1.

Ingo Kahlisch: "Das war heute ein glücklicher Punkt. Wir haben die Leistung, die wir uns vorstellen, nicht gebracht. Wunderdinge wird es mit dieser Mannschaft nicht geben, aber dennoch, wir haben nun 22 Punkte, sind auf dem Weg Richtung Klassenerhalt."

RATHENOW: Hawwary - Akinsete, Gerlach, Reichenbach (G), Tobola – El-Ahmar (G), Xhaka (75. Bateman) – Kabuya (75. N. Neal), Leroy, S. Neal – Zghal (75. Njie)

SCHWERIN: Suaib (33. Da Silva Telinhos) – Camkins, Drews, Wienke – Gossene, Stolar (G/80. Hill) – Almansori (89. Tarnow), Runge (80. Jacobs), Osse – Pataman, Kruse

TORE:
0:1 Evgeni Pataman (7.)
1:1 Jerome Leroy (23.)