FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

LANDESPOKAL

DIE POKAL-SENSATION BLEIBT AUS

Der FSV Optik unterliegt dem SV Babelsberg 03 im Viertelfinale des Landespokals mit 0:3.

Optik-Kapitän Jerome Leroy im Kopfballduell mit dem 03-Torschützen Paul Roman Wegener. Foto: Michel Grabowski

Die Rahmenbedingungen waren top! Viele Zuschauer und super Stimmung erinnerten an vergangene Regionalliga-Zeiten.

Das Spiel startete zunächst mit Abtasten beider Mannschaften, ehe Torwart Simeon Hawwary das erste Mal nach einem Freistoß aus 25 Metern parierte. Optik versuchte immer wieder durch schnelle Gegenstöße zum Erfolg zu kommen. Nach 11 Spielminuten zog Kapitän Jerome Leroy einfach mal Volley aus 17 Metern ab, leider übers Tor.

Optik wollte sich nicht verstecken und das gelang auch. Babelsberg hingegen agierte immer druckvoll, ballsicher und vor allem gefährlich. Das zeigte eine kurz ausgeführte Ecke nach 20 Minuten, die knapp am Tor vorbei ging.

Das 0:1 kam fünf Minuten später fast aus dem Nichts. Durch eine Ecke kam Janne Sietan per Kopf in die kurze Ecke zum Erfolg. Ärgerlich, denn Torwart Simeon Hawwary war wohl die Sicht versperrt.

Der Druck blieb permanent hoch. 03 suchte die Entscheidung und Optik gab sich nicht auf - das ganze Spiel übrigens nicht. Vier Minuten vor der Pause fasste sich Shai Neal ein Herz und zog einen strammen Schuss aufs gegnerische Tor. Torwart Luis Klatte hielt souverän und vereitelte die beste Rathenower Möglichkeit. Ein folgender Schuss von Justin Gerlach durch einen Fernschuss ging übers Babelsberger Tor.

Der Stich ins Herz aus Rathenower Sicht kam in der 44. Minute, bei dem sich die 03er in den Strafraum kombinierten und von der Grundlinie zurück an die Strafraumgrenze legten, wo Wegener abzog und zum 0:2 traf. Simeon Hawwary war auch hier chancenlos.

Nach der Pause ging es gemächlicher zu. Bitter für Optik war die Verletzung von Neuzugang Mohamed El-Ahmer, der sich bei einer Aktion an Schienbein und Knie verletzte und vom Feld musste. Eine Diagnose steht noch aus.

Danach plätscherte das Spiel vor sich hin. Babelsberg musste nicht mehr machen, Optik konnte nicht mehr. In der 73. Minute dann die endgültige Entscheidung. Wieder führte ein Standard zum Erfolg der Blauen. Nach einer Ecke, die noch abgewehrt wurde, schob an der Strafraumgrenze Samir Werbelow überlegen in die linke Torecke zum 0:3 ein.

Danach passierte nicht mehr viel. Die Hauptstädter ziehen verdient ins Halbfinale ein und treffen nun auf den MSV Neuruppin. Wir sagen herzlichen Glückwunsch zum Weiterkommen.

Schon in zwei Tagen kommt es am Vogelgesang zum nächsten Topspiel. Am Samstag empfängt Optik den Oberliga-Spitzenreiter Lichtenberg 47.

Ingo Kahlisch: „Ich habe mich gefreut, was das für eine geile Atmosphäre hier heute war. Da sieht man, was hier in Rathenow möglich ist. Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Leute engagieren. Ohne Geld gehts natürlich nicht, aber davon möchte ich nicht anfangen.

Ich denke, die Mannschaft hat sich seit dem Winter stabilisiert. Babelsberg war spielerisch besser, nur die Gegentore waren mir heute zu einfach. Mit Schiedsrichter Andy Stolz bin ich heute nicht zufrieden. Ich kenne ihn seit 20 Jahren, aber das geht nicht. Die zweite gelbe Karte muss er zücken und dann spielen wir hier 10 gegen 11 und dann müssen wir sehen. Aber solche Szenen gab es schon damals in der Regionalliga, bei der oft gegen Optik entschieden wurde.

Dennoch: Die bessere Mannschaft hat heute gewonnen. Meiner Mannschaft muss ich ein Kompliment machen. Wir sind im Neuaufbau und das ist manchmal nicht so einfach. Aber alles okay.“


Markus Zschiesche: „Es freut mich sehr, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Wir haben gewusst, dass es hier sehr schwer werden kann. Und die ganzen Warnungen von mir kamen nicht umsonst. Wir haben sehr solide gespielt. Bei den Toren waren zwei Standards dabei, so wie wir es auch trainieren. Die Jungs haben das ernst genommen und so war kaum eine Gefahr da, dass wir ein Tor bekommen. Ich bin stolz auf die Jungs und wir können uns freuen, dass wir eine Runde weiter sind.“

Bilder vom Spiel

Pressekonferenz

Optik: Hawwary - Njie - Zghal - S.Neal (67. N. Neal) - Kabuya (76. Borkowski) - Leroy (76. Bateman) - Reichenbach - Gerlach - Akinsete - Pistol (67. Tobola) - El-Ahmer (56. Shaka)

Tore:
0:1 Janne Sietan (25.)
0:2 Paul Roman Wegener (44.)
0:3 Samir Werbelow (72.)

Zuschauer: 634