FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

OBERLIGA

1:1-UNENTSCHIEDEN GEGEN SPARTA

Der FSV Optik und der SV Sparta trennen sich 1:1. Am Ende war es wohl für beide ein glücklicher Punktgewinn.

Jonas Borkowski stand nach mehrmonatiger Verletzungspause erstmals wieder auf dem Feld. Foto: Michel Grabowski

Ingo Kahlisch hatte einmal getauscht. Dawda Njie ersetzte Joshua Bateman auf der Sechserposition. So richtig begann die Partie nach kurzer Abtastphase mit einem Tor für Rathenow. Jerome Leroy zog aus der Drehung ab und - fast ein bisschen überraschend - landete der Versuch im Netz. Für den seit 2008 beim FSV spielenden Kapitän war das 1:0 der 50. Pflichtspieltreffer.

Anschließend zeigte Lichtenberg jedoch, warum man als Aufsteiger Tabellendritter war. Viel Ballbesitz hatte der Gast. Gefählich wurde es jedoch recht selten. Einzig bei einem abgefälschten Schuss von Milos Dujkovic musste Simeon Hawwary auf der Hut sein.

Auf jener Hut war Lichtenberg bei Steilpässen nicht. Noch nie standen Gästespieler so oft im Abseits wie an diesem Sonntag. Was noch bleibt aus der ersten Hälfte, war eine kompakt und konzentriert stehende, laufende und kämpfende Optik-Defensive sowie ein zweites, nicht so tolles Jubiläum des Capitano. Er sah nämlich seine insgesamt 100. Gelbe Karte in knapp 17 Jahren.

Leider verpasste Jerome gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten die Riesenchance zur Vorentscheidung. Mit einem Pass von Marouan Zghal zog er ganz allein aufs Tor zu, kam aber nicht an Torhüter Felix Wieschollek vorbei. Auch Dawda Njie scheiterte per Kopf am Keeper.

Der Weckruf für die Berliner kam in der 53. Minute. Kapitän Ömer Toktumur wurde für ein Foul verwarnt und ließ sich im Rücken des Schiedsrichters zu einer eindeutigen Handbewegung hinreißen. Niclas Rose zog sofort Gelb-Rot.

Das bekam Optik nicht gut. Die Gäste stellten die Schönspielerei ein und zeigten eine starke kämpferische Einstellung. Entgegen kam ihnen, dass Jerome Leroy vorsichtshalber ausgewechselt wurde. Der Ausgleich fiel allerdings aus einem schlecht verteidigten Standard. Die einzige Ecke im gesamten Spiel nutzte Daniel Hänsch zum 1:1.

Eine Viertelstunde vor Schluss wurde es unübersichtlich. Nach einem Freistoß kam Milos Dujkovic im Nachschuss zum vermeintlichen 1:2. Die Fahne war nicht oben, der Referee zeigte auch zur Mitte. Der Ball lag schon zum Anstoß bereit, da revidierte Niclas Rose seine Entscheidung und es ging mit einem Freistoß für den FSV weiter. Wir können nur darauf hinweisen, dass sich unter dem Vogelgesang kein Videokeller befindet. Die folgende Hektik auf Platz und Lichtenberger Bank war nachvollziehbar.

Statt des möglichen Sieges hätten die Gäste in der Nachspielzeit sogar fast noch verloren, Max Konrad rettete für seinen schon geschlagenen Keeper beim Versuch des nach langer Verletzungspause erstmals wieder eingewechselten Jonas Borkowski auf der Linie.

Ingo Kahlisch: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Was fehlte, war das 2:0, das haben wir nicht gemacht. Nach der Auswechslung von Jerome, der war ja auch Gelb-Rot-gefährdet, ging etwas die Ordnung verloren. Ich denke, man hat heute gesehen, dass Justin Gerlach mit seiner Erfahrung für uns eine Verstärkung ist. Dass wir vorne Probleme haben, wissen wir. Aber insgesamt, wenn wir so weiterarbeiten - immerhin haben wir gegen den Tabellendritten gespielt - werden wir die Liga halten."

Bilder vom Spiel

RATHENOW: Hawwary - Akinsete, Gerlach, Reichenbach, Tobola - Xhaka (G), Njie (G) - N. Neal (60. Kabuya), Leroy (G/60. Bateman), S. Neal (80. Bell Bell) - Zghal (80. Borkowski)

LICHTENBERG: Wieschollek - Toktumur (53. G/R), Konrad (G), Schmüser (58. Hänsch), Lang - Dujkovic, Nikol (70. Günaydin), Hadziavdic (G/58 Noack), Karupovic (70. Al-Areed) - Brinkmann (G), Durmus (G/58. Polster)

TORE:
1:0 Leroy (6.)
1:1 Hänsch (66.)