FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

OBERLIGA

AM ENDE SOGAR NOCH GEZITTERT

Im Test gegen Brandenburgligist Preussen Eberswalde kommt der FSV Optik zu einem 2:1-Erfolg.

Foto: Michel Grabowski

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff fasste Ingo Kahlisch das Geschehen so zusammen: "Erste Halbzeit sehr ordentlich, zweite Halbzeit Katastrophe."

Es war wie eigentlich in jedem Jahr nach dem Trainingslager. Die hohe Belastung nicht gewöhnt, fallen mehrere Akteure mit Weh-Wehchen aus. So standen lediglich 15 Kicker auf dem Spielberichtsbogen.

Unter ihnen war mit Justin Gerlach auch der zweite Neuzugang des Winters. Dazu der Trainer: "Mit Justin haben wir einen Abwehrspieler vom CFC Hertha 06 bekommen, der uns mit seiner Erfahrung weiterhelfen, und zusammen mit Jerome die jungen Spieler führen soll. Ausdrücklich bedanken möchten wir uns bei den Charlottenburgern für die gute Zusammenarbeit."

In der Anfangsphase war nicht zu beurteilen, wie groß die defensiven Qualitäten von Gerlach sind. Denn der FSV legte vorne eine Auftaktviertelstunde hin, die bei schönstem Sonnenschein Lust auf mehr machte. Shai Neal schickte Shpetim Xhaka, der mit freier Bahn zum Tor überhastet abzog und so an Leon Fiedler scheiterte (8.). Dann traf Niko Neal jeweils nach Pass seines Bruders innerhalb von 45 Sekunden zweimal, beide Male ging die Fahne des Assistenten hoch.

Als es schien, Preussen bekommt Ruhe in die Partie, ging Optik in Führung. Diesmal war es Niko Neal, der über rechts vorbereitete und diesmal war alles regelkonform. Von der Grundlinie zog er zurück auf Jerome Leroy. Der Kapitän nahm das Leder direkt und erzielte sein erstes Tor seit dem 29. April des Vorjahres. Daraus wurde kurz vor der Pause ein Doppelpack. Einen Freistoß versenkte Jerome akkurat im Dreiangel - sehenswert.

Dieses Attribut konnte auf das Geschehen nach dem Wechsel leider nicht mehr angewendet werden. Den ersten Warnschuss von Hannes Zucknick konnte Tom Sebastian halten.

Unglaublich ärgerlich war das Gegentor. Ohne Ordnung hinten lief man in einen Konter. Dass Optiks Keeper das letzte Risiko scheute und Jakub Hilicki lieber zum Abschluss kommen ließ, als Rot zu riskieren, war dabei das geringste Übel. Denn Ausgangspunkt war ein Eckball für Rathenow! Shai Neal hätte den alten Abstand postwendend wiederherstellen können, Leon Fiedler blieb jedoch Sieger. So musste der Optik am Ende gar noch zittern, das 2:1 über die Zeit zu bringen.

Am Mittwoch wird nochmals getestet, Gegner am Vogelgesang ist dann der alte Rivale BSC Süd 05. Die Mannschaft aus Brandenburg ist derzeit Achter der Brandenburgliga, hat aber noch fünf Spiele nachzuholen! Los geht es um 19 Uhr.

Optik: Hawwary (46. Sebastian) - Akinsete, Gerlach, Reichenbach, Tobola (46. Pistol) - Bateman, Xahka (46. Zghal) - N. Neal, Leroy, Kabuya (61. Sidniew) - S. Neal

Tore:
1:0 Leroy (28.)
2:0 Leroy (43.)
2:1 Hilicki (72.)