FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

PUNKTGEWINN IN BABELSBERG

Trotz Rückstands gibt Optik nicht auf und holt mit dem späten 1:1 durch Lucas Will einen weiteren wichtigen Punkt.

Foto: Jan Kuppert

Spielbericht von Mirko Jablonowski / sportbuzzer.de:

Spätes Unentschieden im Brandenburg-Duell des 27. Spieltages zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem FSV Optik Rathenow: Beide Teams trennten sich am Ende eines hart umkämpften Spiels vor 1623 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion 1:1 (0:0). Nachdem Daniel Frahn die Gastgeber mit seinem 16. Saisontreffer in Führung brachte, sicherte der eingewechselte Lucas Will seinem Team in der Nachspielzeit doch noch einen Punkt (90.+4).

Auf Seiten der Gastgeber verlängerten der erkrankte Paul Wegener und der verletzte Tino Schmidt die lange Liste der Ausfälle. Die Rathenower mussten im Vergleich zum jüngsten 2:0 im Kellerduell gegen Tasmania Berlin auf die Routiniers Benjamin Wilcke (5. Gelbe), Marc Langner (krank) und Thilo Gildenberg, der nach seiner Roten Karte gegen den Hauptstadtclub für ein Spiel gesperrt wurde, verzichten. Der etatmäßige Kapitän Jerome Leroy nahm zunächst auf der Bank Platz, nachdem er zuletzt erkrankt nicht voll trainieren konnte. Gleiches galt für Robin Techie-Menson.

Die Babelsberger agierten dieses Mal bei pünktlich zum Anpfiff einsetzendem Regen in einem 4-1-4-1-System, während Ingo Kahlisch die Westhavelländer in einer 4-2-3-1-Formation auf den Platz schickte. Nachdem Optik-Verteidiger Lloyd Addo Kuffour per Querschläger zur Ecke geklärt hatte, war Torhüter Lucas Hiemann bei einem Kopfball von Marcus Hoffmann stark zur Stelle (8.). Wenige Augenblicke später forderten die Nulldrei-Kicker inklusive ihrer Trainerbank lautstark, aber ebenso vergeblich einen Handelfmeter.

Auf der anderen Seite kam Jonathan Muiomo nach einer Hereingabe von Johannes Pistol zum Kopfball und hatte Pech, dass sein Kopfball für den schon geschlagenen SVB-Keeper Jannick Theißen von einem Verteidiger noch vor der Linie geklärt wurde (17.). Bei der nächsten gefährlichen Aktion stand dann wieder Hiemann im Fokus. Nachdem Robin Müller, schön in Szene gesetzt von Frahn, frei vor ihm auftauchte, machte der 22-Jährige die kurze Ecke gut zu und verhinderte gekonnt den Rückstand für seine Farben (24.).

Die bis zu ihrem Auftritt am Babelsberger Park in zwölf Auswärtsspielen sieglosen Gäste versteckten sich im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs keineswegs und kamen zu Abschlüssen von Vassilios Polichronakis (35.) und Muiomo (36., 40.), die ihr Ziel aber verfehlten. Da ein Freistoß von Mateo Kastrati ebenfalls am rechten Pfosten des Rathenower Tores vorbei ging, wechselten beide Teams mit einem durchaus leistungsgerechten 0:0 die Seiten.

Im zweiten Durchgang entstand Torgefahr auf beiden Seiten zunächst nur bei Distanzschüssen oder im Anschluss an Standardsituationen. Aus dem Spiel heraus ging in dieser Phase wenig, weil die letzte Genauigkeit fehlte oder der Gegner ausreichend störte.

Richtig gefährlich wurde es nach einer Stunde: Der bei den Gästen zur Pause eingewechselte Techie-Menson tauchte im Babelsberger Strafraum in aussichtsreicher Position auf, verzog aber aus halbrechter Position.

Für die Erlösung auf Seiten der Babelsberger sorgte einmal mehr Frahn. Der Torjäger vom Dienst verwertete am zweiten Pfosten einen von der rechten Seite getretenen Freistoß des kurz zuvor eingewechselten Etienne Nikol.

In der Folge scheiterte Müller zweimal am ganz stark parierenden Hiemann (79., 88.) und Frahn am Pfosten (86.). Wie so häufig im Fußball wurden die Gastgeber am Ende dafür bestraft, nicht das zweite Tor nachgelegt zu haben. Nachdem Petar Lela zunächst noch in höchster Not bei einem Abschluss von Glodi Zingu zur Stelle war (90.), wurde Will in der Nachspielzeit zum umjubelten Held der Gäste, als er nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld erfolgreich war.

"Der Ball wird reingeflankt, vom Gegner verlängert und kommt vor mir auf. Am Ende habe ich den mit der Brust reingemacht. Das ist ein geiles Gefühl, in der Nachspielzeit so einen Punkt zu holen, den wir im Kampf um den Klassenerhalt natürlich brauchen", beschrieb Will nach der Partie seine Gefühlswelt.

Sein Trainer Ingo Kahlisch befand: "Die Mannschaft funktioniert, die Jungs arbeiten ordentlich - damit können wir zufrieden sein und uns heute freuen. Die Saison ist noch lang und jedes Spiel ist schwer. Wir wollen versuchen, für Rathenow die Liga zu halten und man hat heute und in den letzten Spielen gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind."

Sein Gegenüber Jörg Buder war hingegen mächtig bedient. "Wir haben hinten einfach schlecht verteidigt, schlecht gestanden und die entscheidenden Zweikämpfe verloren. Wir haben zu wenig Fußball gespielt, zu mutlos agiert. Das ist nicht der Anspruch, den ich habe. Einige Spieler müssen sich hinterfragen, ob das dann für Babelsberg reicht."

Bericht auf Ostsport.TV

Tore:
1:0 Frahn (70.)
1:1 Will (90.+4)

SV Babelsberg 03: Theißen - Wilton (81. Härtel), Lela, Hoffmann, Kastrati - Danko (90. Biehl) - Müller (90. Koch), Gencel, Rausch (68. Pilger), Moravec (68. Nikol) - Frahn

FSV Optik Rathenow: Hiemann - Polichronakis, Gröger, Zingu (G), Kuffour - Köhler (G), Sejdovic (G / 74. Leroy) - Pistol (46. Techie-Menson), Dzafo (74. Will), Muiomo - Januario