FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

MIT TORFESTIVAL INS NEUE JAHR

Im ersten Testspiel trennt sich der FSV Optik mit 6:3 vom Oberligisten Brandenburger SC Süd 05.

Neuzugang Justin Kabuya traf in der 6. Minute zum 2:0.

Voll auf ihre Kosten kamen die rund 100 Zuschauer beim Testspiel zwischen Optik Rathenow und dem Brandenburger SC Süd 05. Bei den Trainern rief das 6:3 eher gemischte Gefühle hervor.

Auch bei nasskaltem Wetter und einer leichten Schneedecke auf dem Kunstrasenplatz ließ es sich der Optik-Fanblock nicht nehmen, lautstarken Support zu entfachen. Schon nach zehn Minuten hatten sich die Jungs und Mädels warmgesungen und- gejubelt. Lucas Will (schöner Lupfer), Justin Kabuya (Steilpass Will) und Johannes Pistol (aus spitzem Winkel nach guter Vorarbeit von Nicola Köhler) sorgten für einen Traumstart ins Fußballjahr 2022.

Aber bereits in dieser Anfangsphase gab es Nachlässigkeiten in der Defensive. Natürlich war die eine oder andere Szene dem glatten Boden geschuldet, aber noch mehr Gästechancen gingen auf unkonzentrierte Aktionen der Rathenower Hintermannschaft zurück. Ümran Zambak allein kam dreimal frei zum Abschluss. Der erste ging vorbei, einen hielt Franz-Günther Lohse bravourös. Dazwischen lag das 3:1 per Flachschuss.

Seinen allerersten "Doppelpack" überhaupt schnürte Justin Gröger. Die Anführungsstriche kommen, weil sein erstes Tor auf der falschen Seite erzielt wurde. Allerdings hätte der Schuss von Rosario Schulze höchstwahrscheinlich auch ohne Justins verunglückte Rettungstat den Weg ins Netz gefunden. Dafür leitete Rathenows Innenverteidiger wenig später einen Konter ein, den Lucas Will erfolgreich zum 4:2 abschloss. Und mit dem Halbzeitpfiff verwandelte Justin Gröger eine Freistoßvorlage durch starke Ballmitnahme zum 5:2.

Acht Wechsel zur Pause - das ist beim FSV nicht alltäglich und tat dem Spiel auch nicht unbedingt gut. Oft fehlte nun die Ordnung. Zum vielleicht leichtesten Torerfolg seiner Karriere kam Kimby Januario, der nach Vorarbeit von Abdi Dzafo wenige Zentimeter vor der Linie nur noch den Fuß hinhalten musste, um das 6:2 zu erzielen. Auf der Gegenseite war es für Ümran Zambak aber auch nicht schwer - den 6:3-Endstand legte Optik quasi selbst auf.

Ingo Kahlisch äußert sich bei Testkicks grundsätzlich nur kurz. So auch diesmal: "Sehr gute Ansätze in der Vorwärtsbewegung zu Beginn. Die defensiven Nachlässigkeiten wurden sofort bestraft. In der zweiten Halbzeit haben mir Ordnung, aber auch Zweikampfverhalten meiner Mannschaft nicht gefallen. Insgesamt war die erste Trainingswoche gut, es geht bei uns ohnehin nur über Teamgeist, die Gruppe muss stimmen."

Am Dienstag startet der FSV nach Kumköy. An der türkischen Mittelmeerküste wird der Coach seine Jungs eine Woche lang mit viel Training und wahrscheinlich zwei Testpartien weiter auf die Rückrunde vorbereiten.

Rathenow: Lohse (46. Hiemann) - Techie-Menson (46. Polichronakis), Langner, Gröger, Kuffour - Leroy (46. Gustavus), Köhler (46. Bell Bell) - Kabuya (46. Muiomo), Sejdovic (46. Dzafo), Pistol (46. Gündogdu) - Will (46. Januario)

Tore:
1:0 Lucas Will (4.)
2:0 Justin Kabuya (6.)
3:0 Johannes Pistol (10.)
3:1 Ümran Zambak (18.)
3:2 Eigentor (Justin Gröger) (24.)
4:2 Lucas Will (36.)
5:2 Justin Gröger (45.)
6:2 Kimby Januario (61.)
6:3 Ümran Zambak (68.)