FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

OHNE DAS QUÄNTCHEN GLÜCK

Optik hält gegen den Chemnitzer FC gut dagegen, kommt aber nicht über ein 1:2 hinaus.

Auch am 14. Spieltag gab es bei den Verantwortlichen des FSV Optik die gleiche Erkenntnis: Gut mitgehalten, Chancen gehabt und am Ende mit leeren Händen dagestanden. Gegen den Chemnitzer FC unterlag Rathenow mit 1:2.

Ganz zu Beginn traf Jonathan Muiomo nach Pass von Dzafo ins Netz, da war aber die Abseitsfahne oben. Anschließend übernahmen die Gäste recht eindeutig das Kommando. Die frühe 0:1-Führung besorgte Benjika Caciel, der zunächst die Latte traf und nach dem abgeblockten Nachschuss von Kevin Freiberger am schnellsten schaltete.

Dass Chemnitz schon nach einer guten Viertelstunde Kapitän Robert Zickert mit einer Fußverletzung verlor, war den in dunkelblau spielenden Himmelblauen erst mal nicht anzumerken. Im Gegenteil, Lucas Hiemann vereitelte gegen Freiberger mit einer Superparade das zweite Gegentor.

Für den 1:1-Ausgleich darf die Phrase: "wie aus dem Nichts" zutreffenderweise verwendet werden. Einen leichten Ballverlust am Strafraumeck nutzte Lucas Will zu einem platzierten Schuss ins lange Eck. Danach kam es zum Bruch im Spiel der Sachsen. Chancen gab es immer noch, Hiemann blieb bester Rathenower. Aber auch auf der anderen Seite wurde es nun öfter interessant.

Beispielsweise Sekunden nach dem Wechsel, als Lucas Will mit einem spektakulären Fallrückzieher an Jakub Jakubov scheiterte. Es ging jetzt rauf und runter. Marc Langner, Lucas Will und Nicola Köhler auf der einen, Kevin Freiberger, Christian Bickel und Benjika Caciel auf der anderen Seite hätten ihre Farben in Führung bringen können.

Dann eine ähnliche Szene wie vor dem Ausgleich - ein leichtfertiger Ballverlust bringt Lucas Will in eine glänzende, freie Schussposition. Doch Schiedsrichter Marko Wartmann hatte was dagegen, wollte ein Stürmerfoul gesehen haben. Ingo Kahlisch meinte später enttäuscht: "Das geht Woche für Woche so. Jede 50/50-Entscheidung geht grundsätzlich gegen uns."

Er wusste aber auch, für das 1:2 konnte der Schieri nichts. Wieder einmal gelang es dem FSV nicht, eine Ecke zu klären. Kevin Freiberger traf per Kopf. Optik warf alles nach vorn und bekam die Ausgleichschance. Der Kopfball von Emil Gustavus flog aber knapp am Pfosten vorbei. Bei den Chemnitzer Kontern reagierte Lucas Hiemann glänzend. Gegen Okan Kurt warf er sich gar außerhalb des Strafraumes mit dem Gesicht voran in den Schuss.

So ging Rathenows Schlussmann sinnbildlich für das gesamte Team mit stark blutender Nase vom Platz. Trost gab es nicht nur von den Mannschaftskameraden, sondern sportlich fair auch vom Gegner. Allen voran Papa Holger, einst mit der DDR U19-Europameister. Ingo Kahlisch wird in den nächsten Tagen allerdings bei den Jungs mehr zu tun haben, als Nasenbluten zu stillen...

Die Pressekonferenz

Spielbericht auf Ostsport.TV

Spielbericht bei Sport im Osten

RATHENOW: Hiemann - Polichronakis (G), Wilcke, Zingu, Langner - Sejdovic (76. Gröger), Köhler - Gildenberg (87. Gündogdu), Dzafo (46. Gustavus), Muiomo (G / 76. Januario) - Will

CHEMNITZ: Jakubov - Aigner, Zickert (17. Grym, 73. Kircicek), Campulka, Köhler - Kurt, M. Roscher (46. Bickel) - Schimmel, S. Roscher (87. Vidovic), Caciel (73. Shala) - Freiberger

TORE:
0:1 Caciel (9.)
1:1 Will (31.)
1:2 Freiberger (76.)