FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

ENTTÄUSCHUNG IN HALBERSTADT

Der FSV Optik kehrte am Freitagabend nach einer 0:2-Niederlage ohne Punkte aus Halberstadt zurück.

Bericht von David Joram / sportbuzzer.de:

Der erfahrene Rathenower Fußballtrainer Ingo Kahlisch sieht zwar einige Mängel im Spiel seiner Elf, will aber nach fünf Spielen ohne Sieg weiter die Ruhe bewahren. Bereits am Mittwoch gastiert der ZFC Meuselwitz im Stadion am Vogelgesang.

Ingo Kahlisch gilt nicht eben als Fußballtrainer, der die Dinge schöner malt als sie sind. Als er am Sonntagmorgen also die Analyse zur 0:2 (0:1)-Niederlage des FSV Optik Rathenow bei Germania Halberstadt betrieb, tat er das gewohnt offen und ehrlich. Dass seine Frau Geburtstag hatte, führte nicht zu mehr Milde in der Sache.

„Wenn wir öfter solche Tore kassieren, haben wir in der Liga nichts zu suchen“, kritisierte Kahlisch etwa die Entstehung des frühen Gegentors am Freitagabend. Dem 0:1 in der zweiten Minute vor 526 Zuschauern im Friedensstadion durch Halberstadts Julian Weigel, eingeleitet durch einen langen Einwurf, folgte in der 75. Minute ein weiteres vermeidbares Gegentor. Dieses Mal war es Elias Löder, der nach einem langen Ball in die Spitze sträflich frei vor Optik-Torwart Lucas Hiemann auftauchte und den Ball zum 0:2-Endstand aus Gästesicht über die Linie stupste.

Durch die Auswärtsniederlage bleiben die Rathenower erstmal im Tabellenkeller hängen und warten auch nach fünf Spieltagen noch auf den ersten Saisonsieg. Davon wiederum will sich Kahlisch nicht irritieren lassen, auch wenn er gegen Eilenburg (1:1) und Halberstadt gerne vier Punkte statt nur einen gesammelt hätte.

„Es war klar, dass wir nicht mit neun Punkten in die neue Saison starten“, sagte er am Sonntag, darauf hinweisend, dass es für Optik, egal in welcher Lage, nur um den Klassenverbleib gehen könne. Es gilt: „Am Ende zählt die Tabelle, nicht am Anfang.“ Zumal der Coach durchaus zufrieden ist, wie seine Spieler in den Einheiten mitziehen. „Die Jungs arbeiten gut, wir brauchen nur mal ein Erfolgserlebnis.“

In Halberstadt hatte sich die Aussicht auf drei Punkte früh getrübt, das frühe Gegentor (Kahlisch: „Unterirdisch verteidigt“) spielte den kompakt und tief stehenden Gastgebern logischerweise in die Karten. „Wir sind derzeit nicht in der Lage, sieben oder acht Mann, die verteidigen, auszuspielen“, erklärte Kahlisch.

Seine Elf, fand er, sei nach dem 0:1 „richtig durcheinander“ gewesen. „Wir hätten auch schnell 0:2 oder 0:3 zurückliegen können.“ Für die Optiker spricht, dass sie sich dann doch noch gefangen und Chancen herausgearbeitet haben. Hintenraus fehlte der Elf aber die Ruhe. „Je länger es ging, desto hektischer wurden wir“, monierte Kahlisch. Letztlich musste er die dritte Niederlage seiner Mannschaft im fünften Spiel quittieren.

An diesem Montagabend wird der Coach seiner Elf erläutern, was sie besser machen kann. „Mit so vielen jungen Spielern ist das nicht immer einfach“, sagt Kahlisch. „Aber wir machen keine Panik, sondern weiter.“ Man wolle von Woche zu Woche schauen, so der Coach. Oder von Tag zu Tag. Am Mittwoch gastiert ja schon der ZFC Meuselwitz in Rathenow.

RATHENOW: Hiemann - Polichronakis (G), Wilcke, Gröger, Zingu (46. Techie-Menson) - Langner (G), Leroy - Pistol (46. Januario), Köhler (70. Sejdovic), Muiomo - Will (58. Bell Bell)

Tore:
1:0 Weigel (2.)
2:0 Löder (75.)