FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

LANDESPOKAL

DENKWÜRDIGES POKALAUS

Optik verliert gegen den FSV Union Fürstenwalde trotz einer starken ersten Halbzeit und zahlreicher Chancen mit 1:6.

Spielbericht von Christoph Laak / sportbuzzer.de:

Wenn man den Kickern des FSV Optik Rathenow am Mittwochabend gegen 20:20 Uhr ins Gesicht schaute, sah man nichts als leere Blicke. Viele konnten nicht fassen, was gerade in den letzten 45 Minuten geschehen war. Nach einer richtig guten ersten Halbzeit musste sich die Kahlisch-Truppe in der 3. Runde des AOK-Landespokals dem FSV Union Fürstenwalde noch deutlich mit 1:6 (1:2) geschlagen geben. „Es ist schwierig zu sagen, was hier gerade passiert ist. Mir fehlen ein bisschen die Worte. Das ist unerklärlich“, verriet Abwehrspieler Marc Langner.

Dabei hatte es für den FSV Optik richtig gut angefangen. Die erste Chance hatten die Rathenower bereits nach sechs Minuten, als Leon Hellwig einen Freistoß knapp daneben setzte. Und die Hausherren nahmen den Druck mit, spielten mutig nach vorne und belohnten sich nach nicht einmal zehn Minuten mit der Führung. Erneut war es Leon Hellwig, der den Fürstenwalder Torhüter aus 16 Metern überlupfte.

Doch die Führung des FSV Optik hielt gerade einmal eine Minute. Nach einer Flanke nahm Malik McLemore den Ball direkt und traf sehenswert zum 1:1-Ausgleich. „Wir haben richtig gut angefangen, offensiv gute Chancen herausgespielt, gehen verdient in Führung und kriegen im Gegenzug so ein scheiß Gegentor“, merkte man Marc Langner nach dem Spiel den Frust regelrecht an.

Doch Optik ließ sich von diesem Rückschlag überhaupt nicht beirren. Zwar hatte McLemore noch einmal einen Abschluss für die Gäste, die sich ansonsten aber oft in der Defensive befanden und nach 34 Minuten Glück hatten. Nicola Köhler hatte Union-Keeper David Richter schon umkurvt, sein Schuss wurde aber gerade noch vor der Linie gerettet. Rathenow suchte immer wieder die Chance über außen und erspielte sich damit auch gute Möglichkeiten – alleine der letzte Schritt fehlte bei einigen scharfen Eingaben.

Und wie es dann eben so ist, macht man seine Chancen nicht, bekommst du sie hinten rein. Ein Solo von McLemore verteidigte Optik ganz schlecht und bei der flachen Eingabe brauchte Kemal Atici nur den Fuß hinzuhalten (43.). „Da sehen wir nicht gut aus. Bis dahin haben wir das Spiel klar im Griff, erspielen uns einige Chancen, doch machen sie nicht. Ich denke, dass die Zuschauer in der ersten Halbzeit richtig Spaß an unserem Spiel hatten“, erklärte Marc Langner. Dennoch lag Optik mit 1:2 hinten.

Und egal was sich die Hausherren nach der Pause vorgenommen hatten, das war schon nach zehn Minuten hinfällig. Zunächst schlug ein abgefälschter Ball von Arlind Shoshi zum 1:3 im Winkel ein (53.), ehe Langner eine flache Eingabe zum 1:4 ins eigene Tor grätschte (54.). „Das war natürlich ganz schlimm. Damit war das Spiel entschieden. Das entschuldigt aber nicht, dass wir weitere Tore kassieren“, so Langner.

Denn bei Optik merkte man nun regelrecht, wie der Stecker gezogen schien, keine Zweikämpfe wurden mehr gewonnen und meistens lief man nur hinterher. Zwei weitere Tore durch Darryl Geurts (per Kopf) und Kemal Atici (nach einem Konter) waren die Folge.

Am Sonntag muss der FSV Optik dann erneut gegen den FSV Union antreten, dann aber in Fürstenwalde. „So blöd sich das jetzt auch anhört, aber wir müssen dort an die erste Hälfte anknüpfen. Wir dürfen natürlich nicht wieder so einfache Fehler machen, dann können wir vielleicht etwas mitnehmen“, so Marc Langner vor der schwierigen Auswärtsaufgabe.

Bilder vom Spiel

Optik:Hiemann - Techie-Menson, Drame, Langner, Zingu (57. Karupovic) - Hellwig (44. Gustavus), Aydogdu - Wilcke, Köhler (46. Polichronakis), Özcin (46. Muiomo) - Gorbunow (57.Will)

Tore:
1:0 Hellwig (9.)
1:1 McLemore (10.)
1:2 Atici (43.)
1:3 Shoshi (53.)
1:4 Michel (54.)
1:5 Geurts (68.)
1:6 Atici (71.)