FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

BLAMABLE VORSTELLUNG IN NENNHAUSEN

Bis auf die Knochen blamiert hat sich Optik Rathenow in einem Test am Dienstagabend. Bei Rot-Weiß Nennhausen kamen die Kreisstädter vor 120 Zuschauern über ein 3:3 nicht hinaus.

Bis auf die Knochen blamiert hat sich Optik Rathenow am Dienstagabend. Bei Rot-Weiß Nennhausen kamen die Kreisstädter vor 120 Zuschauern über ein 3:3 nicht hinaus. Nennhausen hatte die erste Chance. Nach Querpass von Sebastian Koch traf David Tix den Ball nicht voll. Danach übernahmen die Gäste die Initiative. Gleich viermal parierte Torwart Jens Lemle glänzend. In der 15. Minute war er machtlos. Marco Lindemanns Kopfball nach Ecke von Patrik Scholz passte genau. Das 0:2 erzielte Scholz selbst. In der 40. Minute traf er nach zu kurzer Abwehr mit einem Volleyschuss.

Zur Pause wechselten beide Trainer fleißig durch. Insgesamt kamen pro Team 16 Akteure zum Einsatz. Beim FSV unter anderem auch Markus Hautzendorfer, ein weiterer Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Kurz nach dem Wechsel eine einhundertprozentige Gelegenheit für Jonathan Munoz. Statt den Abschluss zu suchen, wollte "Johnny" abspielen. Im Gegenzug erzielte Ronny Schiemann das 1:2. Mit freundlicher Unterstüzung des Schiedsrichterassistenten, Schiemann stand zwei Meter im Abseits, traf er ins linke Eck. Nachdem Optik einen Lattentreffer zu verzeichnen hatte, fiel in der 64. Minute der 2:2-Ausgleich. An diesem Tor gab es nichts zu deuteln. Sebastian Koch schloss einen Konter mustergültig ab.

Sechs Minuten später führten die Gäste wieder. Nach guter Vorarbeit von Mario Manuel Delvalle Silva traf Jonathan Munoz aus Nahdistanz. Kurz darauf verpasste der völlig freistehenden Ardeshir Dejagah die Entscheidung. Stattdessen sorgte Stefan Brunow in der 84. Minute für das 3:3. Weder die Tatsache, dass Rathenow da schon in Unterzahl spielte – Marco Lindemann war zehn Minuten vor Schluss vom Platz gehumpelt – noch das von Schiedsrichter Ingo Widiger in der einsetzenden Dunkelheit übersehene deutliche Handspiel Brunows vor seinem Torerfolg können da als Entschuldigung herhalten. Beim Schlusspfiff durften die Aktiven aus der Kreisliga jubeln, hatten sie doch dem haushohen Favoriten ein Bein gestellt. Zum Glück nur übertragenen Sinn: Bis auf zweimalige verbale Entgleisungen von Ringo Gäde, die wiederzugeben sich der Beobachter verkneift, blieb es jederzeit fair.

Aufstellung: Herrig – Lindemann – Keck, Szabo (60. Tilp), Hautzendorfer (46. Puhlmann) – Grodd, Delvalle Silva, Kellner, Scholz – Munoz, (78. Aydin), Leschke (46. Dejagah)