SocialMedia Fanshop
REGIONALLIGA

EINE HALBZEIT LANG NICHT ANWESEND

Beim bislang sieglosen 1. FC Lok Leipzig unterlag Optik Rathenow nach einer katastrophalen ersten Hälfte mit 2:4 und kassierte damit die vierte Niederlage in Folge. Zu allem Überfluss musste Leon Hellwig mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Beim bislang sieglosen 1. FC Lok Leipzig unterlag Optik Rathenow nach einer katastrophalen ersten Hälfte mit 2:4 und kassierte damit die vierte Niederlage in Folge. Zu allem Überfluss musste Leon Hellwig mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Schon in der fünften Minute klingelte es im Tor. Loks Topstürmer Steve Rolleder konnte nach dem ersten Eckball ungehindert einköpfen - schon wieder ein Gegentreffer nach einem Standard. Von zwei Fernschussversuchen durch Süleyman Kapan abgesehen, fand Optik offensiv nicht statt. Auf der anderen Seite hatten wie entfesselt spielende Leipziger Möglichkeiten zuhauf. Rico Engler scheiterte an Marcel Subke, den Volleyschuss von Kevin Kittler holte Marcel Bahr von der Linie.

In der 33. Minute der Schock für Mannschaft und die gut 40 Rathenower Fans unter den 1791 Zuschauern. Aus ganz kurzer Entfernung bekam Leon Hellwig einen Volleyschuss ins Gesicht. Der Optikverteidiger fiel sofort um und blieb bewusstlos liegen. Er wurde ins Krankenhaus gefahren, wo ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert wurde. Zur weiteren Beobachtung muss Leon mindestens noch zwei Tage dort bleiben. Von dieser Stelle alles Gute!

Auch sportlich folgte der nächste Rückschlag. Bei einem Kopballduell im Fünfmeterraum zwischen Steven Rolleder und Salih Cetin ging ersterer zu Boden. Obwohl die Arme des Rathenower Verteidigers angelegt waren und auch sonst keine Regelwidrigkeit zu erkennen war, entschied Schiedsrichter Michael Wilske auf Strafstoß. Der Gefoulte selbst verwandelte zum 2:0. Eine nun total verunsicherte Gästeelf kassierte auch noch den dritten Gegentreffer vor der Pause. Rico Engler konnte von der Mittellinie losziehen und einen platzierten Schuss im Netz unterbringen.

Gleich nach der Pause, aus der auch Mario Delvalle verletzungsbedingt nicht mehr auf das Feld zurückkehrte, musste eigentlich das vierte Tor fallen. Rolleder kam völlig frei zum Kopfball. Hier zeigte Marcel Subke einen tollen Reflex. Im Gegenzug gab es die erste Chance für den FSV. Marcel Bahr flankte nach innen, wo Süleyman Kapan ebenfalls sträflich frei köpfen durfte, das Gehäuse aber verfehlte.

Aber plötzlich war Optik wach. Nach einem klugem und technisch feinen Hackenpass von Kapan in die Schnittstelle der Abwehr lief Sebastian Huke frei auf Steven Braunsdorf zu und überwand ihn zum 3:1. Nun kamen die Gastgeber ins Schwimmen. Das nutzte Kevin Owczarek nach einem Gewühl zum Anschlusstreffer per Abstauber.

Die nächste Viertelstunde hatte es in sich. Während der FC Lok seinen einzigen Konter durch Gino Böhne vergab, hatten Owczarek, Jakob Regulski und Süleyman Kapan Möglichkeiten zum Ausgleich. Dann kam die Riesenchance für Lok. Rico Engler hatte freie Bahn, knallte das Leder aber an den Außenpfosten. Für die Entscheidung sorgte Rathenow selbst. Marcel Subke bekam einen Rückpass nicht unter Kontrolle und legte den Ball Jorgo Nika genau auf den Fuß. Der bedankte sich mit dem 4:2. Das war die Entscheidung, der FSV fand nicht mehr ins Spiel zurück.

Während Eric Eiselt froh war, dass sich sein Team endlich einmal für die disziplinierte Mannschaftsleistung belohnt habe und „Chancen nicht nur rausgearbeitet, sondern auch genutzt hat“, war Ingo Kahlisch verständlicherweise enttäuscht: „In der ersten Halbzeit waren wir nicht anwesend. Leipzig hat uns mit seiner agressiven Spielweise den Schneid abgekauft. Nach dem Wechsel haben wir zwar gezeigt, dass wir auch ein bisschen was können, aber insgesamt war die Niederlage verdient. Wer solche individuellen Fehler begeht, wie wir beim ersten und vierten Gegentor, der kann keine Punkte mitnehmen.“ (Detlev Nießner)

Optik: Subke – Bahr, Delvalle (46. Kesavan), Coric (G), Cetin - Hellwig (35. Regulski), Leroy (G) – Huke (G), Cankaya, Kapan – Owczarek (75. Uslucan)

Tore:
1:0 Rolleder (6.)
2:0 Rolleder (39./FE)
3:0 Engler (44.)
3:1 Huke (53.)
3:2 Owczarek (56.)
4:2 Nika (73.)

GALERIE