ZIELSTELLUNG: EIN PUNKT BEI LOK
Verrückt machen lässt sich Ingo Kahlisch aber nicht, auch sieht er seine Jungs nicht unter totalem Druck. "Wir müssen auswärts ran. Da ist die Zielstellung, einen Punkt mitzunehmen. Warum soll sich daran plötzlich etwas geändert haben?" So wurde unter der Woche auch ganz normal trainiert. Außer Donnerstag, am Feiertag floß der Schweiß schon vormittags um 10 Uhr. So hatten die Spieler dann auch mal einen Nachmittag frei. Verletzte hat Optik nicht zu beklagen. Auch Mario Delvalle - der Kapitän war nach der Partie gegen Babelsberg vom Platz gehumpelt - konnte uneingeschränkt mitmachen. Zu Wochenbeginn fiel Torhüter Marcel Subke mit einer leichten Grippe aus, auch er war am Donnerstag wieder im Training. Da darf man gespannt sein, wie die Aufstellung am Sonntag ab 13.30 Uhr im Bruno-Plache-Stadion aussieht.
Der Kontrahent aus der Messestadt hat unruhige Wochen hinter (und vor?) sich. Obwohl den finanziellen Zwängen gehorchend viele gestandene Aktive den Verein verließen und fast ausschließlich Fußballer aus unterklassigen Clubs geholt wurden, hatten sich die Verantwortlichen mehr ausgerechnet. Erst ein Punkt steht nach sieben Partien zu Buche. Da erfolgte die typische Reaktion, der Coach musste gehen.
"Diese Seite befindet sich in Bearbeitung. Vielen Dank für ihr Verständnis." So liest der Fußballfreund, wenn er sich auf der Homepage der Blau-Gelben über den Namen des Trainers informieren will. Klar ist, Carsten Hänsel ist es nicht mehr, der favorisierte Ex-Spieler Heiko Scholz war es bis Redaktionsschluss noch nicht. Bei der knappen, unglücklichen 1:2-Niederlage vergangene Woche in Jena war Co-Trainer Eric Eiselt der Verantwortliche auf der Bank. Geht es nach dem Willen der Fans, bleibt er das auch. In einer Umfrage sprachen sich die Lokanhänger mit überwältigender Mehrheit für den "Herzblut-Lokisten" aus.
Das Schiedsrichterkollektiv kommt aus Thüringen, Leiter des Spiels ist Michael Wilske vom SV Eintracht Bretleben. (Detlev Nießner)