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TESTSPIEL

NIEDERLAGE GEGEN STARKE WÖLFE

Knapp 48 Stunden vor dem scharfen Start hatte sich der FSV Optik mit der Reserve des VfL Wolfsburg einen starken Testgegner eingeladen. In einer rassigen Partie setzten sich die Gäste am Ende mit 0:2 durch.
Knapp 48 Stunden vor dem scharfen Start hatte sich der FSV Optik mit der Reserve des VfL Wolfsburg einen starken Testgegner eingeladen. In einer rassigen Partie setzten sich die Gäste am Ende mit 0:2 durch.

Die gut 150 Zuschauer bekamen schon vor dem Anpfiff einiges zu sehen. Überragend, im wahrsten Sinne des Wortes - das Podest für die Sky-Liveübertragung des DFB-Pokalspiels. Und endlich ohne Schiene am Arm, dafür mit einem Lächeln im Gesicht, war Pelle Klötzing bei der Mannschaft. Anfang August soll es nun endlich mit Lauftraining losgehen. Außerdem machten sich zwei Probespieler warm, die im Laufe der Partie auch zum Einsatz kamen.

Los ging es erst einmal mit sehr offensiven Niedersachsen. Nico Granatowski und Tobias Henneböle vergaben erste Gelegenheiten. Allmählich fand auch Rathenow in die Partie und traute sich in den neuen roten Trikots mehr zu. Nach gutem Flügellauf von Egzon Ismaili und starkem Einsatz von Murat Turhan schoss Sebastian Huke aus der Drehung vorbei. Das passierte auch Süleyman Kapan bei seiner Direktabnahme nach Diagonalpass von Benjamin Wilcke.

Nach etwa 20 Minuten konnten dann beide Torhüter ihr Können unter Beweis stellen. Sowohl Arvid Schenk (gegen Egzon Ismaili), als auch Marcel Subke (gegen Dragan Erkic) gelang das eindrucksvoll. Wenig später kam der Rathenower Keeper beim Antritt von Ferhat Yazgan einen Schritt zu spät. Logische Konsequenz war ein Foulelfmeter für die Gäste. Yazgan selbst schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 0:1.

Diese Phase, Mitte der ersten Hälfte, war von vielen rassigen Zweikämpfen geprägt. Es wurde deutlich, dass in beiden Teams der Kampf um die Stammplätze voll entbrannt ist. Schiedsrichter Daniel Köppen aus Linthe behielt die Übersicht und lenkte das Spiel mit zwei Verwarnungen kurz hintereinander wieder in vernünftige Bahnen. Erwähnenswert waren auf jeden Fall noch der Schuss von Jerome Leroy aus vollem Lauf knapp über die Latte sowie die Glanzparaden von Marcel Subke, der nach 42 Minuten erst das Solo von Kevin Scheidhauer und anschließend den Nachschuss von Dragan Erkic entschärfte.

Auch nach dem Wechsel hatte Wolfsburg den besseren Start. Die Volkswagen-Städter, wie bei Profivereinen meist üblich mit 22 Akteuren angereist, wechselten vor allem große und kräftige Kicker ein. Zwangsläufig ergab sich Überlegenheit in den Zweikämpfen. Das führte bis zur 60. Minute zu drei guten Gelegenheiten. Gegen Justin Eilers hielt Subke, der total freistehende Luca Tankulic stellte sich viel zu umständlich an und Dennis Strompen verzog knapp. Auf der anderen Seite gab es Torgefahr, als Sebastian Huke einem ganz langen Abschlag hinterherhetzte, Arvid Schenk aber einen Schritt schneller war.

Dass die Entscheidung lange auf sich warten ließ, lag mit an Luca Tankulic, der ein zweites Mal ganz frei zum Abschluss kam, aber wieder vergab. Das 0:2 war dann ein Treffer der Marke "total unnötig". Als Jerome Leroy bei einem Zweikampf zu Boden ging, monierte die Rathenower Defensive Foulspiel und schaltete ab. Es gab aber keinen Pfiff. So konnte David Chamorro durchlaufen und mit einem Billardtor (Pfosten- Pfosten- Tor) erfolgreich sein.

Die letzte Szene sollte dann Ansporn für jeden ehrgeizigen Nachwuchskicker sein. Martin Weber aus Rathenows A-Juniorenelf setzte sich mit hervorragendem Körpereinsatz gegen zwei Jungwölfe durch. Im letzten Moment konnte die VfL-Defensive zur Ecke klären und den insgesamt verdienten 0:2-Erfolg sichern.

Am Samstag steht das erste Pflichtspiel der Saison an. In einer vorgezogenen Partie der ersten Runde des Landespokals tritt Optik um 15.00 Uhr bei Landesligist Schwarz-Rot Neustadt an. In der vergangenen Saison wurden die Männer von der Dosse, bei denen der Ex-Optiker Peter Oberschmidt als Sportdirektor fungiert, Sechster der Staffel Nord. (Detlev Nießner)

Tore:
0:1 Yazgan (24.)
0:2 Chamorro (75.)

Optik: Subke - Wilcke (46. Bahr), Coric, Cetin, Kapan (46. Tröger) - Leroy (76. Quast), Hellwig - Huke (79. Weber), Cankaya (46 Owczarek), Ismaili - Turhan + zwei Probespieler

VfL: Schenk - Winter (81. Kleihs), Henneböle (81. Ganitis), Klamt (70. Sonnenberg), Poggenberg (70. Abdel-Aziz) - Erkic (46.Borowski), Yazgan (46.Boskovic), Schlimpert (46. Chamorro), Granatowski (46. Tankulic) - Evseev (46. Strompen) - Scheidhauer (46. Eilers)