NOCH VIEL ZU TUN - 2:2 GEGEN HERTHAS U19
Der Kader war diesmal nicht so sehr groß. Majuran Kesavan wird nach einem gegen TeBe erlittenen Muskelbündelriss wochenlang ausfallen, Jakob Regulski musste wegen einer Zerrung passen und Mario Delvalle sowie Kevin Owczarek, die gerade erst ins Training eingestiegen sind, waren ebenfalls nicht dabei.
Das Spiel begann sehr laut. Das darf durchaus wörtlich genommen werden. Hertha-Coach Ante Covic stellt in Lautstärke und Intensität vieles bisher von Trainern gehörte in den Schatten. Hertha agierte von Beginn an mit viel Power. Optik hielt dagegen, stand hinten meist gut. Bis auf eine Szene nach einer Viertelstunde. Da misslang Marcel Subke ein Abwehrschlag, Firad Sudsuz schoss am leeren Tor vorbei.
Gelegenheiten blieben bei zwei konzentriert agierenden Defensivabteilungen danach Mangelware. Bis unmittelbar vor der Pause Jerome Leroy Nils Körber mit einem Aufsetzer zu einer Parade zwang.bIn der Halbzeit wurde, wie meist bei Testspielen, viel gewechselt. Das änderte zunächst nichts am Verlauf auf dem Feld.
Gerade als die FSV-Anhänger unter den 55 Zuschauern mehr Spielanteile ihrer Elf sahen - Süleyman Kapan scheiterte nach gutem Zuspiel von Sascha Tröger an Lucas Böttge - fiel das 1:0. Bilal Kamarich traf von halblinks genau ins lange Eck. Hertha konnte die Führung sogar ausbauen. Bei einem Handspiel von Benny Wilcke blieb Schiedsrichter Max Burda keine andere Möglichkeit, als auf Elfmeter zu entscheiden. Mike Owasu verwandelte mit etwas Glück - vom linken Innenpfosten prallte das Leder an den rechten Pfosten und dann ins Netz.
Aber die Rathenower kamen zurück. Mehr und mehr dominierend in den Zweikämpfen holte man viele verloren geglaubte Bälle. Nach einem Freistoß von Süleyman Kapan reagierte Murat Turhan am schnellsten und erzielte den 2:1-Anschluss. Und zehn Minuten vor Schluss staubte Daniel Pfefferkorn zum 2:2 ab, nachdem Benjamin Wilcke zunächst am Keeper gescheitert war. So wurde es am Ende gegen spritzige und spielstarke Gastgeber doch noch ein Unentschieden.
Ingo Kahlisch äußerte sich nach dem Spiel folgendermaßen: "60 Minuten hat Hertha mehr oder weniger eindeutig dominiert. Nach hinten raus gelang uns dann doch noch ein 'Punktgewinn'. Aber es wurde deutlich, wir haben noch eine Menge zu tun."
Die nächste Partie bestreiten die Rathenower am Samstag. Um 14.00 Uhr gastiert der DDR-Rekordmeister BFC Dynamo, der sich in der neuen Saison eindeutig den Regionalligaaufstieg als Ziel gesetzt hat, am Vogelgesang. Daran anschließend kommt es zu einem Benefizspiel zwischen der zweiten Mannschaft des FSV und den Basketballern der Red Eagles. Sämtliche Einnahmen gehen an das Kinderheim in Rathenow. (Detlev Nießner)
Tore:
1:0 (59.) Kamarich
2:0 (66.) Owasu (HE)
2:1 (73.) Turhan
2:2 (80.) Pfefferkorn
Optik: Subke - Bahr (46. Wilcke), Coric, Cetin, Tröger - Hellwig, Leroy - Pfefferkorn, Cankaya (46. Kapan), Ismaili (46. Fikic) - Huke (46. Turhan)