SocialMedia Fanshop
VORBERICHT

TORGELOW AUF DER KIPPE

Am Samstag empfängt der FSV Optik den Torgelower SV Greif zum Duell der Aufsteiger. Wenn es denn dazu kommt...
Am Samstag empfängt der FSV Optik den Torgelower SV Greif zum Duell der Aufsteiger. Wenn es denn dazu kommt...

Schon am Mittwochvormittag waren die ersten drei Partien des 18. Spieltags abgesagt. Und auch am Vogelgesang liegt eine dünne Schneedecke auf dem Rasen. Aber das ist nicht das eigentliche Problem. Die tiefen Nachttemperaturen, die den Platz gefrieren lassen, machen den Verantwortlichen die meisten Sorgen. So läuft es wohl darauf hinaus, dass es das gleiche Szenario wie gegen Plauen gibt - ganz kurzfristig wird die Entscheidung über Spiel oder Absage fallen.

Wobei letztere einer mittleren Katastrophe gleichkäme. Schon jetzt erwartet Optik ein Spielplan, der wohl jeden Sportmediziner die Hände überm Kopf zusammen schlagen lässt. Die einfachste Lösung, die Saison um zwei Wochen zu verlängern, scheint ausgeschlossen. Die Relegationsspiele der Staffelsieger sind längst für viel Geld an die Fernsehstationen vergeben.

Zum Spiel: Optiks Gegner ist ein alter Bekannter. Mit Torgelow gab es zu Oberligazeiten viele Duelle. Als noch Lothar Hamann die Pommern trainierte, hatten sie oft die Nase vorn, in den letzten Jahren konnte sich der FSV in der Bilanz verbessern. So richtig in Schuss kamen die Norddeutschen in der Regionalliga bislang nicht. Ein einziger Sieg steht auf der Habenseite: Auerbach wurde mit 2:1 bezwungen. Dazu gab es drei Remis, unter anderem im Hinspiel gegen Rathenow ein 1:1. Auswärts wurde sogar nur ein einziger Punkt geholt: Am 10. November schafften die Greifen ein 2:2 in Cottbus. Es war zugleich der letzte Punktgewinn.

Allerdings fällt es sehr schwer, Torgelow reell einzuschätzen. Denn seit dem 1. Dezember ist die Mannschaft ohne Pflichtspiel. Eine Parallele zu unserem letzten Gegner Plauen besteht: Auch im Norden übernahm der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft die Verantwortung. Danny König coacht nun die Gelb-Schwarzen. Neben den beiden offiziellen Neuzugängen, Shunsuke Sayana und dem früher in Babelsberg tätigen Hassan Oumari, kann er auch auf Rückkehrer Daniel Pankau bauen. Der Stürmer war einst Torschützenbester der Oberliga.

Daheim gegen das Tabellenschlusslicht, da ist Optik doch Favorit - oder? Wohl selten in letzter Zeit plagten Ingo Kahlisch so große Probleme bezüglich des Kaders wie in dieser Woche. Dass mit Damir Coric und Süleyman Kapan zwei Akteure wegen der fünften Gelben Karte pausieren müssen - geschenkt. Im Verlauf einer Saison passiert das halt, zumal es die beiden ersten beim FSV sind, die es betrifft. Außerdem war es ja seit zwei Wochen bekannt. Beide pausierten aus taktischen Gründen schon im Test gegen Fürstenwalde.

Was wirklich Sorgen bereitet: das "Aachen-Syndrom" grassiert im Havelland. Dort hatte ja eine Grippewelle sage und schreibe 18 Spieler der ersten Mannschaft außer Gefecht gesetzt, so dass der DFB höchstselbst das Spiel in Erfurt abblies. Ganz so weit sind wir noch nicht, aber Dejan Kalan, Selvedin Begzadic, Mario Delvalle, Patrik Scholz - das war zu Redaktionsschluss der Stand bei den Magen-Darm-Virus-Krankmeldungen. Zumindest beim Kapitän gibt es aber noch Hoffnung, ihn rechtzeitig bis Samstag wieder fit zu bekommen.

Der Anpfiff erfolgt wie immer um 13:30 Uhr. Die Mannschaft, egal wer schließlich im Kader steht, hofft auf zahlreiche Unterstützung der Rathenower Fans! Letztmalig besteht dann auch die Gelegenheit, sich noch für den Fanbus nach Leipzig anzumelden. (Detlev Nießner)