2:0-SIEG GEGEN FÜRSTENWALDE
Ingo Kahlisch brachte es wie immer am deutlichsten auf den Punkt. Angesprochen auf die Spielabsage bei Herthas zweiter Mannschaft, wo sein Team eigentlich am Sonntag hätte antreten sollen, schimpfte er: „Das ist nicht schade, das ist eine Katastrophe. Wir bekommen dadurch richtig Probleme. Den Herthanern, die einen 25-Mann-Kader haben und sich zusätzlich Profis runterholen können, macht es natürlich nichts aus Mittwochs zu spielen. Die warten, bis es schön warm wird.“ Diese Zeit hat man beim FSV nicht. Und um nicht einzurosten, verabredete man sich kurzerhand mit den Fürstenwaldern, deren Oberliga-Punktspiel gegen Altglienicke ebenfalls abgesagt worden war.
Vom Anpfiff weg übernahm Optik auf dem Kunstrasenplatz die Initiative, spielte gefällig nach vorn und gestattete den Gästen, bis auf eine Chance in der Anfangsminute, bis zum Seitenwechsel keine weiteren Torgelegenheiten. Zufrieden war Ingo Kahlisch dennoch nicht: „Das ist der Grund, warum ich solche Spiele eigentlich nicht mag. Wenn ich das mit dem Plauen-Spiel vergleiche, ist kein Biss und keine Körperspannung da“, monierte er. Dennoch hellte sich wenig später seine Miene etwas auf, als Hakan Cankaya in der 20. Minute nach Kopfballablage von Turhan mit einem saftigen Dropkick das 1:0 erzielte. Fünf Minuten später war Optiks Spielmacher erneut zur Stelle und spitzelte eine Eingabe von Moris Fikic zum 2:0 über die Linie.
Nach dem Seitenwechsel hätten Turhan, Kalan und Hellwig die Führung ausbauen können, scheiterten aber irgendwo zwischen knapp und kläglich. Doch die Rathenower Defensive stand dem nicht nach und genehmigte sich in den letzten 30 Minuten ebenfalls die ein oder andere Auszeit. Die Gäste bedankten sich für derlei Inkonsequenz und konnten nun ihrerseits einige gute Gelegenheiten, inklusive zweier Pfostentreffer, für sich verbuchen. Am Ende sahen dennoch beide Trainer einen verdienten Sieger und hoffen nun, demnächst wieder um Punkte spielen zu dürfen. (Nico Roesenberger)
Mario Reichel: „Ich denke, wir haben uns gegen einen guten Gegner gut verkauft. Es war für uns wichtig, dass wir nochmal ein Spiel unter regulären Bedingungen machen konnten. Von beiden Seiten waren technisch gute Passagen und Angriffe dabei. Zum Schluss hätten wir auch das ein oder andere Tor verdient, haben aber teilweise zu kompliziert gespielt, statt konsequent den Abschluss zu suchen. Aber insgesamt war es ein ordentliches Spiel.“
Ingo Kahlisch: „In dieser Situation hat dieses Spiel für uns den Sinn und Zweck erfüllt. Ich will nicht alles zu schlecht reden, aber in der zweiten Halbzeit müssen wir konzentrierter durchspielen. Nach unseren klaren Möglichkeiten haben wir zum Ende hin zu offen gestanden und noch zwei, drei ordentliche Chancen für Fürstenwalde zugelassen. Wir müssen lernen, solche Spiele einfach mal konsequent und sicher zu Ende zu spielen. Trotzdem haben wir alles in allem verdient gewonnen.“
Tore:
1:0 Cankaya (20.)
2:0 Cankaya (26.)
Optik: Subke (46. Begzadic) – Klötzing (46. Hildebrand), Delvalle, Scholz, Mießner – Helwig, Leroy (G / 46. Tsiatouchas) – Fikic (46. Kalan), Cankaya, Wilcke - Turhan