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VORBERICHT

HEISS AUF DIE RÜCKRUNDE

"Wir wollen spielen, wenn es das Wetter zulässt!" Nicht nur die Mannschaft, auch Ingo Kahlisch ist heiß auf den Rückrundenstart am Wochenende. Aber die Einschränkung wegen der meteorologischen Bedingungen ist dieser Tage einfach unerläßlich.
"Wir wollen spielen, wenn es das Wetter zulässt!" Nicht nur die Mannschaft, auch Ingo Kahlisch ist heiß auf den Rückrundenstart am Wochenende. Aber die Einschränkung wegen der meteorologischen Bedingungen ist dieser Tage einfach unerläßlich.

Schon am Mittwochmittag gab es mit der Partie TSG Neustrelitz - Greif Torgelow die erste Absage. So weit ist es am Vogelgesang noch nicht. Wenn es irgendwie geht, wird am Samstag um 13:30 Uhr angepfiffen. Der NOFV hat wohl seine Zweifel. Werden die Schiedsrichteransetzungen normalerweise eine Woche vorher veröffentlicht, stand dieses Mal am Mittwoch noch nicht fest, wer pfeift.

Zum Gegner: Dass Prognosen in dieser Liga kaum möglich sind, dafür ist der VFC Plauen das Paradebeispiel überhaupt. Vor der Saison galten die Vogtländer als Kandidat fürs "gehobene Mittelfeld", Platz vier bis sechs schien realistisch. So war Optiks 1:2-Niederlage am ersten Spieltag wegen des späten Treffers ärgerlich, aber nicht überraschend.

Doch schon bald gab es Unruhe bei den Vogtländern. Gleich drei Akteure wurden im Laufe der Hinrunde suspendiert, finanzielle Probleme tauchten erst als Gerücht, dann als bittere Realität auf. Das schlug auch sportlich durch. Nur zwei Siege gab es, dazu sieben Remis und fünf Niederlagen. Kurz vor Weihnachten dann der große Knall: Der VFC sieht sich ab der kommenden Saison als Amateurverein. Eigentlich normal, aber in Plauen wurde jahrelang von der Dritten Liga geträumt und geredet.

In Folge kehrten neben Trainer Dirk Berger auch etliche Spieler dem Verein den Rücken. Die Verantwortlichen machten aus der Not eine Tugend. Michael Hiemisch, bisher Coach der zweiten Mannschaft, formte aus einem zerstrittenen Haufen ein Team, und auch seine Neuzugänge schlugen ein.

Daniel Schuster, Marcel Nolde und Toni Hager wurden im Nachholespiel bei Lok Leipzig eingesetzt, letzterer traf zum 2:2-Ausgleich. Auch das ist neu bei den Vogtländern. Nach einem 0:2 fiel das Team nicht auseinander, sondern kämpfte unverdrossen weiter, zeigte eine tolle Moral und Kondition und holte noch einen Punkt. So steht Rathenow zwar weiterhin vier Plätze, aber nur zwei Punkte vor Plauen. Die Havelländer sind gewarnt.

Beim FSV ging es gewohnt unspektakulär zu. Drei Abgänge sind für Optik ja schon viel. Das relativiert sich, wenn man bedenkt, dass Vincenzo Ferrera und Younes Itri ohne Punktspieleinsatz blieben. Demgegenüber stehen zwei Neuzugänge. Der Kader ist also wieder recht groß. Das ist auch nötig. Rechnet man den Landespokal dazu, hat Optik bis Ende Mai mindestens 18 Pflichtspiele vor sich. Da wird jeder Kicker gebraucht.

Zumindest am Samstag hat Ingo Kahlisch die Qual der Wahl. Es gibt weder Kranke, noch Verletzte, die ausfallen. Ein Fingerzeig könnte die Aufstellung vom Malchow-Spiel sein. 76 Tage nach dem 4:1 über Halberstadt hofft Optik Rathenow wieder auf Regionalliga-Fußball. Und die Jungs hoffen natürlich auf die Unterstützung der Fans. Gerade bei diesem dichtgedrängten Programm werden Rückschläge nicht ausbleiben. Da heißt es dann anfeuern, nicht meckern.

Eine Bitte noch: In Plauen wurden die Optik-Anhänger sehr freundlich empfangen. Mögen sich die Rathenower als ebenso gute und faire Gastgeber erweisen.

Zum Schluss ein organisatorischer Hinweis: Noch bis zum 20. Februar kann man sich für den Fanbus für das Auswärtsspiel bei RB Leipzig am 2. März eintragen. Auch am Samstag werden am Vogelgesang Anmeldungen entgegengenommen. (Detlev Nießner)