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SPIELBERICHT

"DAS SAH NACH FUSSBALL AUS"

Der FSV Optik scheint bereit für die Rückrunde in der Regionalliga. Mit einem überzeugenden 4:0-Erfolg beim Oberligisten Malchower SV tankten die Rathenower im letzten Testspiel vor dem Liga-Auftakt noch einmal Selbstbewusstsein.
Der FSV Optik scheint bereit für die Rückrunde in der Regionalliga. Mit einem überzeugenden 4:0-Erfolg beim Oberligisten Malchower SV tankten die Rathenower im letzten Testspiel vor dem Liga-Auftakt noch einmal Selbstbewusstsein.


„Das sah nach Fußball aus“. Zufrieden stappfte Ingo Kahlisch nach 90 Minuten auf dem eisigen Malchower Kunstrasenplatz in die beheizten Katakomben. Dabei dürfte Optiks Trainer wohl auch während des Spiels warm ums Herz geworden sein. Nach dem dürftigen Auftritt gegen Premnitz und der anschließenden Gardinenpredigt zeigte sich sein Team am Samstag von einer komplett anderen Seite: Hoch konzentriert, schnörkellos und mit viel Spielwitz ging der FSV von der ersten Minute an zu Werke. Murat Turhan sorgte in der 16. Minute nach Vorarbeit von Dejan Kalan für die schnelle Führung und bereitete fünf Minuten später das 0:2 vor, als er auf Süleyman Kapan ablegte, der von der Strafraumgrenze abzog.

Die Malchower, die in der Vorbereitung unter anderem Drittligist Hansa Rostock ein 1:1 abgetrotzt und gegen die Regionalliga-Elf aus Torgelow 0:0 gespielt hatten, wussten dem Rathenower Angriffswirbel nicht viel entgegenzusetzen. Bis auf einen Kopfball genau auf Subke, blieb Rathenows Schlussmann weitgehend beschäftigungslos.

Gänzlich zufrieden war Ingo Kahlisch dennoch nicht: „Aufwand und Nutzen haben nicht gestimmt. Das waren einfach zu viele vergebene Chancen“, bemängelte er und spielte damit unter anderem auf Turhans Pfostentreffer in der 32. Minute und Kalans Direktabnahme nach mustergültiger Fikic-Flanke, die knapp das Tor verfehlte (37.), an.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Optik am Drücker. Vor allem der agile Fikic sorgte immer wieder für Unruhe und war auch Vorbereiter des 0:3: Mit einem lang getretenen Eckball bediente er Sturmkollege Murat Turhan, der das Leder am langen Pfosten per Direktabnahme in den Winkel beförderte.

Mit dem Fünffach-Wechsel eine halbe Stunde vor Abpfiff ging der Spielfluss und die letzte Konzentration naturgemäß etwas verloren. Einen Treffer gab es trotzdem noch, wenn der auch etwas kurios zustande kam und für den Torschützen eher schmerzhaft war. Beim Versuch, den Ball aus dem Strafraum zu schlagen, drosch Malchows Torhüter Paul Kornfeld das Leder genau in die Rippen des heranfliegenden Hakan Cankaya, von wo er schließlich zum 0:4 über die Linie kullerte.

Ingo Kahlisch zog am Ende ein positives Fazit des Ausflugs an die Mecklenburgische Seenplatte. Das Prädikat ‚sehr gut‘ wollte er dennoch nicht vergeben: „Es war eine gute und konzentrierte Leistung der gesamten Mannschaft. Jetzt muss noch der allerletzte Biss und Siegeswillen über 90 Minuten dazu kommen.“ (Nico Roesenberger)

Tore:
0:1 Turhan (16.)
0:2 Kapan (21.)
0:3 Turhan (56.)
0:4 Cankaya (87.)

Aufstellung: Subke – Delvalle, Scholz, Coric (61. Hildebrand), Klötzing – Leroy (61. Tsiatouchas), Hellwig – Kalan (61. Mießner), Kapan (61. Cankaya), Fikic – Turhan (61. Owczarek)