4:2 GEGEN BRIESELANG
Gegen den überraschend starken Landesklassezweiten Grün-Weiß Brieselang brauchten die Rathenower exakt 31 Sekunden zu lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Da hatte der nach dem Anstoß nicht angegriffene Maximilian Schmidt zum 0:1 getroffen. "Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden", bemängelte Ingo Kahlisch später. Aus Trainersicht verständlich, doch für die bibbernden Fans hatte die Partie in den ersten 45 Minuten einen ausgesprochen hohen Unterhaltungswert.
Das hatte zwei Gründe. Der eine war Daniel Pfefferkorn, der nach drei Minuten im Strafraum unsanft angegangen wurde und damit die Wende einleitete. Außerdem traf Daniel zweimal selbst, so dass er an drei der vier FSV-Treffern unmittelbar beteiligt war. Da war er allerdings nicht der Einzige. Ein Tor, zwei Assists - so die Bilanz eines jungen Mannes mit dem Namen Shota Meguro. Der 23-jährige Japaner trainiert seit ein paar Tagen am Vogelgesang mit und soll noch weiter getestet werden. Beeindruckend vor allem die schier unglaubliche Sprungkraft des Stürmers. Nicht zufällig erzielte er sein Tor nach Flanke von Jerome Leroy per Kopf.
Die beiden Vorlagen für "Pfeffer" kamen jeweils durch Flankenläufe über rechts zustande. Beim munteren Auf und Ab soll der zweite Brieselanger Treffer nicht unterschlagen werden. Lars Halt hatte einen zunächst abgewehrten Freistoß im Nachschuss verwandelt, wobei der Ball für Marcel Subke unhaltbar abgefälscht wurde.
Nach dem Wechsel (und vielen Wechseln) war zwar Ingo Kahlisch zufriedener, Tore blieben allerdings aus. Dabei hatte Optik nun viel mehr klare Chancen als zuvor. Daniel Pfefferkorn (vorbei), Murat Turhan (Pfosten), Benjamin Wilcke (scheitert frei an Rene Geßler) - die Liste ließe sich fortsetzen. Zudem klärten die Grün-Weißen zweimal auf der Linie.
"Gegen einen sehr guten Gegner war es eine gute Trainingseinheit. In der ersten Hälfte hat mir bei Einigen die Einstellung nicht gepasst. Nach der Halbzeit war unser Spiel besser, aber wir hätten noch zwei, drei Tore machen müssen." Auch Ingo Kahlisch wollte schnell ins Warme und beließ es bei dem kurzen Fazit. (Detlev Nießner)
Optik: Subke (46. Baitz) - Klötzing (46. Wilcke), Scholz, Delvalle Silva, Mießner (46. Hildebrand) - Leroy, Hellwig (46. Kapan) - Fikic (46. Turhan), Cankaya, Pfefferkorn (73. Quast) - Meguro
Tore:
0:1 Schmidt (1.)
1:1 Scholz (4./FE)
2:1 Meguro (30.)
3:1 Pfefferkorn (35.)
3:2 Halt (38.)
4:2 Pfefferkorn (40.)