TESTSPIEL: OPTIK RATHENOW - BSV HÜRRIYET 0:2
Die erste Gelegenheit hatten dann auch die Gäste, als Mohamad Tahmaz von rechts knapp verzog. Bei Optik versuchte es erstmals Ardeshir Dejagah mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze nach neun Minuten. Torwart Sinan Sahin hatte keine Probleme. Danach spielte sich die Partie meist zwischen den Strafräumen ab. Optik war bemüht, die Berliner standen gut und lauerten auf schnelle Konter. So dauerte es bis zur 28. Minute ehe der FSV zur nächsten Chance kam. Mit einem Steilpass schickte Michael Puhlmann Eddy Dejagah. Der herausgeeilte Sinan Sahin konnte ihn nur mit einem Foul am Abschluss hindern. In einem Pflichtspiel hätte es hier sicherlich Rot gegeben, so durfte sich Daniel Keck mit einem Freistoß probieren. Aber der Schuss aus 20 Metern war für Sahin kein Problem. Drei Minuten vor der Pause gingen die Berliner in Führung. Einen Freistoß von der rechten Seite brachte Birgin Selcuk in den Strafraum. Mohamad Tahmaz - in der Mitte sträflich frei - gab dem Ball die entscheidende Richtungsänderung.
Die zweite Halbzeit begann mit einer Möglichkeit für die Rathenower. Maciej Kaczorowski setzte Mario Manuel Delvalle Silva in Szene. Dessen Schuss verfehlte das Gehäuse knapp. Dann war der BSV an der Reihe. Nach einem Eckball kam Andreas Biedermann völlig frei zum Kopfball, verzog aber deutlich. In der 63. Minute erhöhten die 76er auf 0:2. Bei einem Einwurf säbelte Dirk Szabo über den Ball. Mohamad Tahmaz stand nun frei und ließ Gökhan Aydin keine Chance. Eine Minute darauf hätten die Gäste beinahe die Führung ausgebaut. Bei einen Konter konnte Daniel Keck gerade noch vor dem einschussbereiten Andreas Biedermann klären. Dann war wieder der FSV an der Reihe. Über Marcus Grodd und Karsten Schiller kam der Ball zu Adam Celeban, einem polnischen Testspieler. Celeban, der einen guten Eindruck hinterließ, zwang Sinan Sahin zu einer Großtat. In der 72. Minute verfehlte Celebans Landsmann Maciej Kaczorowski mit einem Kopfball knapp das Gehäuse. Und als acht Minuten vor dem Ende sich Marcus Grodd nicht gegen Sinan Sahin durchsetzen konnte, war die Niederlage besiegelt.
Ingo Kahlisch wollte das Ergebnis nicht überbewerten. "Auf dem schwierigen Boden hat das Spiel seinen Sinn erfüllt. Ich wollte die neuen Spieler sehen. Deren Leitungen waren soweit okay." Am nächsten Sonnabend sollte ein weiterer Test auf dem Plan stehen. Doch der geplante Gegner SV Yesilyurt reiste ins Trainingslager. Der FSV sucht noch einen Ersatz, der kurzfristig einspringen kann.
Aufstellung: Sengespeik (46. Aydin) - Keck, Szabo, Berger - Celeban, Scholz (38. Delvalle Silva), Puhlmann, Kellner (65. Schiller), Haag (46. Jahn) - Kaczorowski, Dejagah (46. Grodd)