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SPIELBERICHT

DAS SPIEL WEG GESCHENKT

Der FSV Optik schafft es nicht, sich im Aufstiegsrennen entscheidend abzusetzen. Wie schon bei der 1:4-Hinspielpleite wurde am Wochenende erneut der FC Anker Wismar zum Stolperstein.

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Der K.O.: Wismars Dennis Martens (rechts) trifft in der 86. Minute zum 1:2-Endstand.
Der FSV Optik schafft es nicht, sich im Aufstiegsrennen entscheidend abzusetzen. Wie schon bei der 1:4-Hinspielpleite wurde am Wochenende erneut der FC Anker Wismar zum Stolperstein.

Dabei gingen die Rathenower nach zuletzt zwei Siegen selbstbewusst ins Rennen. "Wir haben gegen Wismar etwas gutzumachen", hatte Ingo Kahlisch seine Jungs eingeschworen, die offenbar gut zugehört hatten und in den ersten zehn Minuten einen furiosen Start hinlegten. Tröger scheiterte per Kopf an Anker-Schlussmann Höcker (3.), Leroy verfehlte den Kasten aus der Distanz (4.) und schließlich versagten Turhan die Nerven, als er, freistehend vor Höcker, den Ball neben das Tor setzte (7.). Solche Gelegenheiten lässt sich der zweitbeste Torjäger der Oberliga normalerweise nicht entgehen.

Unverständlicherweise kam mit der vergebenen Großchance ein Riss ins Rathenower Spiel, das fortan ideenlos und mit vielen Fehlabspielen daher kam. Stattdessen waren urplötzlich die Gäste da: Nach einem Aussetzer von FSV-Torhüter Subke, der sich bei einem Flankenball verschätzte, hob Bröcker den Ball in der 33. Minute zum 0:1 ins leere Tor. Eine glückliche Führung, wie selbst Anker-Trainer Timo Lange später zugab. Von diesem Schock sollten sich die Rathenower bis zum Pausenpfiff nicht mehr erholen.

In der Halbzeitpause forderte die brutale Hitze ihren Tribut: Patrik Scholz musste mit Kreislaufbeschwerden in der Kabine bleiben. Für ihn kam der ebenfalls angeschlagene Damir Coric, der auf der Bank offensichtlich eine Menge Frust aufgestaut hatte und der seine Mannschaftskollegen mit Wiederanpfiff so energisch antrieb, dass man sich schon nach kurzer Zeit auch um seinen Kreislauf Sorgen machen musste. Doch der Wachmacher wirkte. Nach schönem Zuspiel von Leroy war es in der 57. Spielminute Yilmaz, der den Ball zum 1:1-Ausgleich ins Tor schob.

Und auch wenn Optik spielerisch weiterhin vieles schuldig blieb - Gelegenheiten, das Ergebnis zu drehen, gab es nun reichlich: Turhan verzog nach guter Einzelaktion ganz knapp (65.), Delvalle setzte den Ball nach einer Ecke hauchdünn am langen Pfosten vorbei (66.), Yilmaz' strammen Distanzschuss konnte Torhüter Höcker nur abklatschen (71.) und Leroy scheiterte nach schönem Zuspiel von Yilmaz ebenfalls an Höcker. Zwischendurch musste allerdings auch Marcel Subke sein ganzes Können aufbieten, als er eine Direktabnahme von Heine aus dem Winkel fischte.

Die Entscheidung fiel schließlich vier Minuten vor Schluss, nachdem das Anrennen keine Früchte trug und die Beine schwer wurden. Nach einem feinen Diagonalpass von Bröcker konnte Martens rechts auf und davon ziehen und den bitteren 1:2-Endstand besorgen, der für Optik sicherlich ein Rückschlag im Aufstiegsrennen ist, aber noch längst keine Vorentscheidung.

Timo Lange: "Ich bin hochzufrieden, dass wir in Rathenow gegen eine gute, spielstarke Mannschaft gewonnen haben. Wir haben heute sicherlich auch eine Menge Glück gehabt. Vor allem, weil unser Torwart sich ja während des Spiels verletzt hat und leicht angeschlagen war. Uns war klar, dass wir hier einfachen, schörkellosen Fußball spielen müssen. Sicherlich sind wir etwas glücklich durch einen Torwartfehler mit 1:0 in Führung gegangen. Es wäre gerecht gewesen, wenn das Spiel unentschieden ausgegangen wäre. Aber im Fußball zählen nunmal die Tore, und da hatten wir noch eine geniale Idee, die Dennis Martens zum 1:2 genutzt hat."

Ingo Kahlisch: "Man hat gesehen, wie es schwer es ist, gegen kompakte Mannschaft zu spielen. Wir sind durch einen Torwartfehler in Rückstand geraten, hatten aber danach zwei drei tausendprozentige Chancen, die wir kläglich vergeben haben. Fußballerisch haben wir sehr viele Fehler gemacht. Wir haben wieder zu oft durch die Mitte gespielt, obwohl wir das im Training anders besprochen und geübt haben, aber die Jungs haben das einfach nicht
umgesetzt. Wir sind natürlich maßlos enttäuscht, dass wir dieses Spiel so weggeschenkt haben. Trotzdem wünsche ich mir ich von unserem Publikum, dass es die Mannschaft auch in schlechten Zeiten anfeuert und unterstützt. Das ständige Gemecker einiger Zuschauer hilft der Mannschaft nicht weiter. Wir werden in den nächsten vier Spielen nochmal alles geben und so viele Punkte wie möglich holen." (N.R.)

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Tore:
0:1 Bröcker (33.)
1:1 Yilmaz (57.)
1:2 Martens (86.)

Optik: Subke - Baldes, Delvalle, Scholz (46. Coric), Tröger - Leroy, Hellwig - Yilmaz, Tsiatouchas (57. Cankaya), Fikic (G) - Turhan (72. Kalan)

Wismar: Höcker - Schwandt, Seering, Schameitke, Rosinski (G) - Heine (G), Bröcker (G), Bernwald, Martens (G / 90. Borchert) - Neitzel (67. Ostrowitzki), Schiewe (G / 79. Karwot)

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