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SPIELBERICHT

TABELLENFÜHRER FÜR EINE NACHT

Zur Zeit läufts beim FSV wie geschmiert. Mit einem 2:1-Sieg beim Torgelower SV Greif gelang den Rathenowern am Samstag mit dem vierten Sieg in Folge sogar der zwischenzeitliche Sprung an die Tabellenspitze.
Die Spieler bei ihrer neuen Lieblingsbeschäftigung - der
Zur Zeit läufts beim FSV wie geschmiert. Mit einem 2:1-Sieg beim Torgelower SV Greif gelang den Rathenowern am Samstag mit dem vierten Sieg in Folge sogar der zwischenzeitliche Sprung an die Tabellenspitze.

Die Lorbeeren hingen hoch vor dem Spiel. Immerhin ging es in Torgelow gegen den amtierenden Oberligameister, der in dieser Saison in der heimischen Gießerei-Arena noch kein einziges Spiel verloren hatte.

Entsprechend selbstbewusst legten die Gastgeber los. Mit schnell vorgetragenen Angriffen wirbelten die Torgelower Optiks Abwehr ein ums andere Mal gehörig durcheinander. Der FSV hatte auf dem Kunstrasenplatz sichtbare Probleme. Nur ein einziges Mal kam Ingo Kahlischs Team in Halbzeit eins gefährlich vors Torgelower Tor, doch Murat Yilmaz' Schuss in der 22. Minute aus zentraler Position strich haarscharf am Pfosten vorbei.

Nur zwei Minuten später schlug dann das gefährlichste Sturmduo der Oberliga zu: Nach Vorlage von Pankau vollendete Lange zur 1:0-Führung für Torgelow. Und auch danach blieben die Gastgeber spielbestimmend und hatten durch Lange, Mysona und Novacic weitere hochkarätige Chancen. Optik war mit dem 0:1-Pausenstand alles in allem noch gut bedient.

Zum Wiederanpfiff überraschte Ingo Kahlisch mit einer unerwarteten Auswechslung. Mit Murat Turhan nahm er Optiks besten Torjäger aus dem Spiel und brachte Vincenzo Ferrera. Der sorgte, nur eine Minute auf dem Platz, gleich für einen Paukenschlag. Nachdem sich Yilmaz gut durchgesetzt und an Greif-Torhüter Ronneburg gescheitert war, stand "Vinnie" goldrichtig und drückte den abgewehrten Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie. "Dieses Glück hat man als Trainer natürlich nicht allzu oft", kommentierte Optiks Trainer seinen Glücksgriff.

Torgelow wirkte nun angeschlagen. Und Optik setzte nach. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich wäre der Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt worden, doch Ronneburg konnte Patrik Scholz' Freistoß aus 18 Metern mit einer Klasseparade gerade noch aus dem Winkel fischen. Keine zwei Minuten später flog sein Gegenüber - FSV-Keeper Marcel Subke - ähnlich spektakulär und entschärfte einen Kopfball von Keyser. Wiederum zwei Minuten darauf waren wieder die Rathenower dran: Fikic bediente Cankaya, und der traf mit einem raffinierten Außenristschuss zur umjubelten 2:1-Führung.

Das war der Knock-out für die Gastgeber, von denen nun nicht mehr viel kam. Der FSV beschränkte sich auf das Nötigste und brachte die Führung souverän und taktisch geschickt über die Ziellinie und bewies damit, wie sehr er in den letzten Monaten gereift ist. Als Wehrmutstropfen blieb allerdings der Platzverweis von Murat Yilmaz, der nach einem Scharmützel mit Torgelows Novacic in der 90. Minute die Rote Karte sah. (N.R.)

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Riesenjubel nach dem Abpfiff: Links umarmen sich die beiden Torchützen, Hakan Cankaya und Vincenzo Ferrera.

Bilder vom Spiel auf www.tsv-greif.de >>


Tore:
1:0 Lange (24.)
1:1 Ferrera (46.)
1:2 Cankaya (58.)

Torgelow: Ronneburg - Jager, Keyser, Mista, Mysona (63. Kotula), Zschiesche, Dojahn (72. Brandt), Novacic, Preiß, Pankau, Lange

Optik: Subke - Delvalle (80. Wilcke), Coric (G), Scholz (G), Tröger - Tsiatouchas , Hellwig - Fikic (82. Kalan), Cankaya (G), Yilmaz (Rot/90.) - Turhan (46. Ferrera)

Ingo Kahlisch: "In der ersten Halbzeit war Torgelow ganz eindeutig die bessere Mannschaft. Zur Halbzeit habe ich unseren Torjäger ausgewechselt, weil er zur Zeit arbeitsbedingt nicht gut bei Füßen ist und nicht so oft trainieren kann. Dafür habe ich Murat Yilmaz in die Mitte gestellt und mit Ferrera einen wendigen schnellen Stürmer gebracht. Durch den Ausgleich konnten wir mit neuem Mut ins Spiel gehen. Wir haben das in der zweiten Halbzeit gut gemacht, haben keine Torchancen mehr zugelassen und selbst versucht, ordentlich nach vorne zu spielen. Am Ende haben wir nicht unverdient gewonnen."

Tomasz Grzegorczyk: "Unsere Stärke in der Hinrunde war, dass wir nach Niederlagen immer mit Siegen zurück gekommen sind. Das haben wir diesmal nicht geschafft. Wir haben heute zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Hälfte haben wir offensiv und aggressiv nach vorn gespielt. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns keine hundertprozentige Tormöglichkeit mehr erspielt und durch individuelle Fehler Optik aufgebaut. Mit dem Fußball, den wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, haben wir in der Regionalliga nichts zu suchen. Trotzdem wollen wir natürlich aufsteigen."