POTENZIAL UNTER BEWEIS GESTELLT
Bei guten Bedingungen auf dem Kunstrasenplatz am Vogelgesang gab es eine zehnminütige Abtastphase beider Teams. Taktisch sehr disziplinierte Rathenower ließen sich nicht locken, warteten geduldig auf ihre Chancen. Die erste vergab Murat Turhan, als er das Leder nach einer Flanke von Benjamin Wilcke nicht richtig traf. Dafür leitete er wenig später das 1:0 ein. Nach guter Balleroberung bediente er Vasilios Tsiatouchas, der wiederum Vincenzo Ferrera schickte. Vinni umkurvte noch Torhüter Christoph Haker und schob ein.
120 Sekunden später lag der Ball wiederum im Netz. Dieser Treffer von Benjamin Wilcke fand wegen Abseits ebenso keine Anerkennung, wie in der 26. Minute der Versuch von Ronny Nikol auf der anderen Seite. Der Ex-Profi hatte Felix Baitz im Fünfmeterraum deutlich behindert. Nach einer halben Stunde ein guter Schuss von Leon Hellwig, den Haker erst im Nachfassen unter Kontrolle bekam. Zwei Minuten später das 2:0: Wunderschön zirkelte Vasilios Tsiatouchas einen Freistoß um die Mauer ins linke Eck. Dabei blieb es bis zur Pause, da die höherklassigen Gäste so gut wie nichts auf die Reihe bekamen. Offensichtlich wirkte das Vormittagstraining noch nach.
Nach dem Wechsel traten die Hauptstädter mit gleich neun frischen Kräften an. Der umformierte Kader wirkte wesentlich engagierter und lauffreudiger. Nun neutralisierten sich die Mannschaften weitgehend. Viele rassige Zweikämpfe waren zu sehen, wobei Schiedsrichter Förster aus Potsdam weitgehend den Überblick behielt. Marcel Subke musste nur ein Mal ernsthaft eingreifen. Ansonsten war der BAK vor dem Kasten einfach zu unkonzentriert, was vor allem bei Ecken und Freistößen auffiel.
Tormöglichkeiten für Optik durch Leon Hellwig und Ekin Gündogdu gab es erst wieder zum Ende. Raunen und Beifall gab es bei den leider nur etwa 50 Zuschauern in der 75. Minute. Daniel Pfefferkorn hatte mit einem sensationellen Antritt vier (!) Gegenspieler stehen gelassen. Seine Eingabe schoss Mario Delvalle volley aufs Tor, Robin Carly parierte stark. Fünf Minuten später war er machtlos. Moris Fikic brachte den Ball scharf nach links. "Pfeffer" stand richtig und traf flach zum 3:0-Endstand ins lange Eck.
Das nächste Testspiel bestreitet Optik in Cala Millor während des Trainingslagers. Am Samstag trifft man dort um 15.00 Uhr auf den Staffelkontrahenten Greif Torgelow. (D.N.)
Tore:
1:0 Ferrera (13.)
2:0 Tsiatouchas (32.)
3:0 Pfefferkorn (81.)
Aufstellung: Baitz (46. Subke) - Delvalle Silva, Scholz (90. Quast), Coric, Tröger (73. Baldes) - Leroy (66. Mpoutsis-Voutsis), Hellwig - Ferrera (46. Fikic), Tsiatouchas (46. Cankaya), Wilcke (63. Pfefferkorn) - Turhan (46. Gündogdu)