OPTIK FLINKER ALS TEBE
Zu Beginn fühlten sich die Borussenfans unter den 80 Zuschauern an das Hinspiel im Sommer, welches Optik mit 8:0 für sich entschied, erinnert. Nach nicht einmal 60 Sekunden ein toller Schuss von Vincenzo Ferrera, den Dennis Rahden mit einer Glanzparade abwehren konnte. In der 8. Minute lag das Leder zum ersten Mal im Tor. Ekin Gündogdu hatte sich sehr gut durchgesetzt. Sein Versuch landete am Pfosten, im Nachsetzten traf Ferrera per Kopf. Doch der Treffer zählte nicht. "Handspiel" wurde entschieden. Vinni selbst versicherte, keine Regelwidrigkeit begangen zu haben.
Nach dieser stürmischen Anfangsphase gelang es TeBe etwas besser, sich auf den FSV einzustellen. Angetreten im klassischen 4-4-2, arbeiteten Abwehr und Mittelfeld einsatzstark nach hinten. Die beiden Stürmer standen dadurch aber auf verlorenem Posten. Optik hatte Gelegenheiten durch Moris Fikic, der eine Direktabnahme übers Tor setzte, Vincenzo Ferrera (Solo mit Endstation Rahden) und Patrik Scholz, dessen Kopfball etwas zu hoch angesetzt war. Unmittelbar nach Berlins einziger Chance, Harun Koca hatte knapp verzogen, fiel das 0:1. Einen Freistoß von Moris Fikic schoss Jerome Leroy aus Nahdistanz über die Linie.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff wurde die Unparteiische stutzig. Schiedsrichterin Sinem Turac, die sowohl durch attraktives Aussehen als auch durch sichere und konsequente Spielleitung auffiel, fand sich nur noch zehn Gastgebern gegenüber. Ein Stück aus dem Kuriositätenkabinett: Die Lila-Weißen hatten Tom Kirstein ausgewechselt, aber schlichtweg vergessen einen anderen Spieler auf den Platz zu schicken.
Wieder komplett, hatte Tennis seine beste Phase. Gino Krumnow kam zwei Mal frei zum Schuss. Einmal vorbei, einmal drüber. Nach zehn Minuten hatte Rathenow wieder alles im Griff. Während Vasilios Tsiatouchas und Jerome Leroy in Denis Rahden ihren Meister fanden, hatte Murat Turhan Erfolg. Aus unmöglichem Winkel überlupfte er den Torhüter zum 0:2. Zum Ende hin hatten die Hauptstädter viel Glück. Der total freigespielte Moris Fikic verzog, beim zweiten Tor von Murat Turhan war die Fahne des Assistenten oben und Petrus Baldes setzte seinen Knaller aus vollem Lauf knapp über die Latte.
"Wir haben verdient gewonnen", meinte ein nicht ganz zufriedener Ingo Kahlisch. Nach hinten raus haben wir in drei, vier Spielzügen angedeutet, was wir können. Aber bis zum Punktspielstart haben alle noch eine Masse zu tun."
Bevor es am Freitag ins Trainingslager geht, gibt es noch einen weiteren Test. Am Mittwoch um 17 Uhr gastiert Regionalligist Berliner AK am Vogelgesang. Nach der Partie werden einige Akteure an einem Fantreffen teilnehmen und sich den Fragen der Rathenower Fußballanhänger stellen. (D.N.)
Aufstellung: Baitz (46. Subke) - Wilcke, Coric (46. Delvalle Silva), Scholz (55. Mpoutsis-Voutsis), Tröger (69. Baldes) - Leroy, Hellwig (46. Tsiatouchas) - Fikic, Cankaya, Ferrera (46. Turhan) - Gündogdu
Tore:
0:1 Leroy (45.)
0:2 Turhan (66.)
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