LETZTES SPIEL DES JAHRES
Beim SVA sprach man vor der Saison vom Umbruch. Die Ära Oertwig ging zu Ende, mit dem Trainer verließen zahlreiche Aktive den Verein. Ein halbes Jahr später dürfen die Fans im Brandenburger Norden beruhigt sein. Der neue Coach, Ersan Parlatan, hat sehr schnell eigene Vorstellungen erfolgreich umgesetzt. 17 Punkte wurden in der ersten Halbserie erspielt, mit Rang 10 liegt der SVA absolut im Soll.
Zuletzt gelang mit der Verpflichtung des ehemaligen Neustrelitzer Torhüters Robert Schelenz ein Glücksgriff. In seinen ersten drei Spielen hielt er zweimal zu Null! Ein Punkt in Neustrelitz und am vergangenen Wochenende gar ein Sieg beim BFC. Dort wurde anschließend der Trainer gefeuert. Pikanterweise ist Hans Oertwig als Nachfolger im Gespräch.
Das berührt Ingo Kahlisch wenig: "Wir müssen auf uns schauen." Dass noch einmal volle Konzentration gefordert ist, war allen Spielern sowieso klar. Die mit 30 Punkten bisher erfolgreichste Halbserie einer Rathenower Oberligaelf soll mit einem weiteren Sieg noch veredelt werden.
Nicht mitwirken darf dabei Jerome Leroy, der nach seinem Platzverweis in Fürstenwalde für zwei Spiele gesperrt wurde. Wahrscheinlich wird auch Leon Hellwig erstmals in dieser Saison fehlen. Ihn hat die Grippe erwischt. Von Aufstellungssorgen wollen die Rathenower Verantwortlichen dennoch nicht sprechen. Mehrfach hat das Team bewiesen, dass viele Spieler variabel einsetzbar sind.
Wenn am Samstag ab 13 Uhr letzmalig in diesem Jahr der Ball am Vogelgesang rollt, ist der wichtigste "Mann" auf dem Platz eine Frau. Anja Kunick aus dem sächsischen Lissa wurde vom Verband als Schiedsrichterin angesetzt.