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SPIELBERICHT

OPTIK BLEIBT UNGESCHLAGEN - SCHOLZ ÜBERRAGEND

Auch nach dem dritten Spieltag bleibt der FSV Optik in der Fußball-Oberliga ungeschlagen. Bei der TSG Neustrelitz errangen die Rathenower ein 1:1. Der Punkt war am Ende hochverdient.
Neuzugang Moris Fikic gelang in Neustrelitz Saisontreffer Nummer drei. Foto: Archiv
Auch nach dem dritten Spieltag bleibt der FSV Optik in der Fußball-Oberliga ungeschlagen. Bei der TSG Neustrelitz errangen die Rathenower ein 1:1. Der Punkt war am Ende hochverdient.

Wäre Optik nicht schon hochmotiviert auf den Platz gegangen, der Stadionsprecher hätte dafür gesorgt. Nicht nur, dass kein Name eines Gästespielers richtig ausgesprochen wurde, der "sachkundige" Sportsfreund faselte auch von einem 2:0-Pausen- und 6:0-Endstand.

Auf dem Rasen begann es wie erwartet. Stürmische Gastgeber, konzentriert defensive Optiker. Auf zwei Positionen hatte Ingo Kahlisch umgestellt, um die Abwehr zu stärken. Der erste Entlastungsangriff hätte die Führung bringen müssen. Moris Fikic war nach Doppelpass mit Murat Turhan der Deckung entwischt. Allein vor dem Keeper versuchte er es mit einem Lupfer, Sven Roggentin reagierte richtig und hielt.

Anschließend neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Natürlich hatte Neustrelitz viel Ballbesitz, es kam aber nicht viel dabei heraus. Außerdem kämpften alle Rathenower Feldspieler aufopferungsvoll um jeden Ball. So konnte man den Favoriten, der die ersten beiden Saisonspiele gewonnen hatte, lange vom eigenen Tor fernhalten. Bis zur 26. Minute. Eine Kopfballstaffette über vier Stationen schloss Norman Richter mit dem 1:0 ab. Kurz darauf konnten die Residenzstädter ihre Überlegenheit bei der Körpergröße noch einmal nutzen. Thomas Duggert setzte zum Kopfball an, diesmal fehlten aber ein paar Zentimeter.

Insgesamt wurde der FSV nun aber offensiver. Immer wieder wurde der schnelle Pass über außen probiert. So auch in der 38. Minute. Hakan Cankaya setzte Leon Hellwig in Szene. Dessen Schuss konnte Roggentin noch halten, den Abstauber setzte Moris Fikic zum 1:1 ins Netz. Es war bereits der dritte Saisontreffer des Neuzugangs.

Die zweite Hälfte begann wie die erste. Stürmische, aber unkontrollierte Angriffe der TSG, gefährliche Konter Optik. Zweimal Fikic, einmal drüber, einmal Torwart - das waren die besten Gelegenheiten. Wobei die Rettungstat Von Sven Roggentin weit vor dem Strafraum per Kopf recht artistisch war. Auch Marcel Subke machte nach gut einer Stunde einen Ausflug. 20 Meter vor dem Tor klärte er vor Norman Guski. Kurz darauf eine klasse Parade des Rathenower Keepers, als er einen Freistoß von Salvatore Rogoli gerade noch über die Latte lenkte.

In der stark umkämpften Partie, die dank sicherer Leitung von Phillipp Kutscher aus Berlin aber nur selten die Grenzen des Erlaubten überschritt (nur einmal Gelb gegen Turhan), häuften sich nun die Konterchancen. Roggentin gut gegen Hakan Cankaya (68.), Petrus Baldes im Laufduell an der Eckfahne schneller als der Keeper, aber keiner in der Mitte (74.), Jerome Leroy mit einem Schuss aus dem Lauf - wieder Roggentin (80.).

Dazwischen hatten die Mecklenburger ihre spektakulärste Möglichkeit. Norman Guski setzte einen Fallrückzieher an den Außenpfosten. Als dann noch Thomas Franke einen Kopfball nach Freistoß Rogoli auf das Netz setzte und im Gegenzug Sercan Konal eine verunglückte Flanke von der Linie schlug, hatten beide Parteien ihr Pulver verschossen. Ab der 83. Minute waren alle mit den Kräften am Ende. So blieb es beim 1:1, was die Trainer folgendermaßen kommentierten:

"Wir freuen uns, gegen einen Gegner, der unter Profibedingungen arbeitet, einen verdienten Punkt geholt zu haben. Die TSG war erwartet robust und bei Standards extrem gefährlich. Kompliment, wie mein Team dagegen gehalten hat. Sehr engagiert und couragiert hatten wir sogar mehr klare Chancen. Wenn wir unseren "jugendlichen Wahnsinn" schon besser im Griff hätten, hätten wir sogar als Sieger vom Platz gehen können. Aber wir wollen nicht anmaßend sein, ich bin heute mit der Mannschaft sehr zufrieden. Jetzt gilt, es die nächste Woche konzentriert weiterzuarbeiten. Überragend fand ich heute Patrik Scholz, der nach einem Zwölfstundendienst hergefahren ist und unsere Youngster so hervorragend geführt hat."

Nicht ganz so ausführlich, aber realistisch urteilte Rastislav Hodul: "Das Remis ist in Ordnung, mehr haben wir heute nicht verdient. Gegen einen kompakten Gegner mit guten Leuten war es schwer. Wir hatten zu viele Abspielfehler, auch weil Optik nichts zugelassen hat."(D.N.)

Tore:
1:0 Richter (26.)
1:1 Fikic (38.)

Aufstellung: Subke - Baldes, Delvalle Silva, Scholz, Tröger (67. Wilcke) - Hellwig, Tsiatouchas - Leroy, Cankaya (87. Puhlmann), Fikic - Turhan (G / 77. Kalan)