DIE TAKTISCHE GRUNDORDNUNG STEHT
Nachdem die Norddeutschen den besseren Start hatten, gelang es Optik nach gut einer Viertelstunde das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Beide Teams agierten taktisch diszipliniert, so dass die gut 100 Zuschauer wenig Torraumszenen zu sehen bekamen. Für Rathenow schoss Dogukan Topuz nach 15 Minuten neben das Gehäuse. Und Daniel Pfefferkorn traf nach einem Eckball (41.) nicht voll. Auf der Gegenseite war zunächst Martin Sengespeick Endstation für Patrick Kühn (7.). Und in der 42. Minute klärten gegen ihn Jerome Leroy und Sasan Gouhari mit vereinten Kräften. Ärgerlich für die Gastgeber: Zu dieser Zeit mussten sie bereits zweimal wechseln. Vincenzo Ferrera musste das Feld wegen einer Verletzung an der Patellasehne verlassen und Dogukan Topuz hatte einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen.
[img_re]OptikBilder/Spielerfotos/Wilcke/wilcke_test_hansa_1011.jpg[/img_re]Nach der Pause änderte sich nicht viel. Beide Abwehrreihen dominierten weiterhin. Etwas mehr Gefahr ging zunächst von den Norddeutschen aus, allerdings auch nur bei Freistößen. Nach einer Stunde gab es plötzlich je eine Gelegenheit. Nach Flanke von Sven Becker bekam Pfefferkorn nicht genug Druck hinter den Ball, im Gegenzug konnte Scholz vor zwei Gegenspielern klären.
Wenig später musste der dritte Rathenower verletzt vom Platz. Anil Aslan bekam bei einem Zweikampf den Schuh des Gegners ins Gesicht; Verdacht auf Gehirnerschütterung lautet die erste Diagnose. Dennoch war es insgesamt kein unfaires Spiel, Referee Daniel Köppen aus Linthe hatte alles im Griff. In der Schlussphase hatte der FSV mehr zum Zusetzen. Zunächst scheiterte Benny Wilcke aus vollem Lauf am gut reagierenden Kevin Müller. In der nächsten Szene herrschte nach einer Eingabe von Leon Hellwig Verwirrung im Gästestrafraum. Und kurz vor dem Abpfiff lenkte Müller einen Direktschuss von Jerome Leroy über die Latte.
Mit gemischten Gefühlen betrachtete Ingo Kahlisch das Spiel: „Gegen spielerisch starke, schnelle und spritzige Gäste haben wir wenig zugelassen. Unsere taktische Grundordnung steht. Nach hinten war es ordentlich. Im Angriff hätten wir sogar einige Male besser zuschnappen können. So weit okay. Aber Sorge macht mir, dass wir jetzt drei, vier angeschlagene Spieler haben.“
Den letzten Test gibt es am Dienstag, wenn der FSV im Lilienthalstadion auf den SV Rhinow/Großderschau trifft. Der Anpfiff ertönt um 18:30 Uhr.
Aufstellung: Sengespeick – Leroy, Gouhari, Delvalle Silva, Müller (59. Becker) – Ferrera (20. Aslan / 67. Puhlmann), Scholz, Wilcke, Tröger (75. Hellwig) – Topuz (36. Zielke) – Pfefferkorn (75. Richter)