4:3-ERFOLG GEGEN HERTHAS AMATEURE
Zehn Minuten tasteten sich beide Mannschaften ab. Dann übernahm der FSV die Initiative auf dem Platz. Lohn war das 1:0 durch Patrik Scholz in der 18. Minute. Nach Freistoß von Sven Becker, einem Kopfball von Mathias Lettow und dem Nachschuß von Saman Gouhari traf Scholle im erneuten Nachsetzen von der Strafraumgrenze. Nur fünf Minuten später fiel der Ausgleich. Mit einem tollen Pass setzte Marco Djuricic Florian Riedel in Szene, der noch Martin Sengespeick umspielte.
Optiks Antwort ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Dejan Kalan erkämpfte sich in der 27. Minute einen schon verloren geglaubten Ball zurück und zog aus spitzem Winkel sofort ab. Das Leder schlug im langen Eck ein. Nachdem Abu Kargbo kurz darauf den erneuten Ausgleich freistehend verpaßte, brachte Saman Gouhari seine Elf in der 35. Minute mit 3:1 in Front. Eine Kombination über fünf Stationen schloss er mit einem Schuß an den Innenpfosten ab. Postwendend der Anschluß. Als die Rathenower vergeblich auf Abseits reklamierten, lupfte Patrick Podrygalla zum 3:2 ins Netz.
In der zweiten Hälfte sahen die 150 Zuschauer eine andere Gästeelf. Und das sowohl im wörtlichen (es kamen elf neue Aktive), wie auch im übertragenen Sinne. Hertha versuchte jetzt wesentlich öfter Druck aufzubauen und das Spiel schnell zu machen. So mußte Mathias Lettow in höchster Not vor dem einschußbereiten Kevin Stephan klären. Bei einem der gelegentlichen Konter gab es nach Meinung der Fans ein elfmeterreifes Foul an Dejan Kalan. Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer aus Magdeburg ließ weiterspielen. Jan Streisel erkannte die Situation am schnellsten, tanzte noch einen Abwehrspieler aus und schoss zum 4:2 ein.
Nun verstärkte der Regionalligist seine Offensivbemühungen noch mehr. Aber entweder fehlten die berühmten Zentimeter oder Martin Sengespeick bekam die Hand an den Ball. Eine Viertelstunde vor Schluß die letzte Rathenower Gelegenheit. Nach Freistoß von Thomas Lettow landete Dirk Szabo, aber nicht der Ball im Netz. Das gelang dann auf der anderen Seite dem "Oldie", Ante Covic, der in der 86. Minute von der Strafraumgrenze links unten traf. Bei diesem 4:3 blieb es bis zum Ende.
"Wir werden das Ergebnis ebenso richtig einordnen, wie in der Vorwoche." meinte Ingo Kahlisch. "Ich wollte einige Jungs mal im Wettkampf sehen, und denke die haben durchaus ihre Möglichkeiten." Dabei dürfte er vor allem an Marten Müller gedacht haben, der ein prima Debüt ablieferte. "Wir sind in der Aufbauphase und es geht nur Schritt für Schritt." bremste der Coach die Fans ein wenig, um abschließend zuzugeben: "Na klar bin ich heute zufrieden."
Die nächste Möglichkeit seine Kicker zu loben, bekommt der Trainer am Mittwoch. Statt des vom BSC abgesagten Ortsderbys empfangen die Rathenower den 1. FC Lok Stendal. Die Partie am Vogelgesang beginnt um 18 Uhr. (D.N.)
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Tore:
1:0 Scholz (18.)
1:1 Riedel (23.)
2:1 Kalan (27.)
3:1 Gouhari (35.)
3:2 Podrygalla
4:2 Streisel
4:3 Covic (86.)
Aufstellung: Sengespeick - Berger, Lettow M., Lettow T. - Scholz - Gouhari (46. Jahn), Leroy (46. Streisel), Korkut, Müller (53. Szabo), Becker - Kalan