TEST GEGEN PREMNITZ GEWONNEN
Ohne die leicht angeschlagenen Till Wedemann und Daniel Pfefferkorn begann es mit einer Chance für Sven Becker, der nach Pass von Norikazu Sakata am besten Premnitzer, Torhüter Mario Rotter, scheiterte. In der zehnten Minute jubelten dann plötzlich die Gäste. Ein langer Freistoß von Mario Block wurde abgewehrt, Sebastian Kremp nahm das Leder aus halblinker Position volley und traf mit einem Traumtor genau in den Winkel.
Der FSV blieb am Drücker, konnte sich gegen die meist mit neun Mann im eigenen Strafraum stehenden Chemiker aber nur selten durchsetzen. Und wenn die Fans, wie beim Schuss aus der Drehung von Dogukan Topuz, den Torschrei auf den blaugefrorenen Lippen hatten, hatte Rotter eine Hand dazwischen. Erst als Mitte der ersten Halbzeit kurzzeitig Härte ins Spiel kam, fiel der Ausgleich. Nach dem Freistoßpfiff von Schiedsrichter Höhne aus Brandenburg verwandelte Patrik Scholz in der 25. Minute zum 1:1. Dabei blieb es bis zur Pause, da Mario Rotter auch gegen die Kopfbälle von Tim Berger und Norikazu Sakata Sieger blieb.
In der zweiten Hälfte brauchte die umgestellte Rathenower Elf zehn Minuten, um wieder ins Spiel zu finden. Dann gab es innerhalb von 180 Sekunden die Entscheidung. Zunächst traf Mathias Lettow in der 56. Minute nach guter Eingabe von Dejan Kalan aus Nahdistanz zum 2:1, und in der 59. Minute gab es ein Geschwistertor. Thomas Lettow brachte einen Freistoß nach innen und Mathias staubte zum 3:1 ab, als die Abwehr für einen Moment die Orientierung verlor.
Mehr Tore fielen nicht. Premnitz setzte weiterhin total auf Defensive, machte klug die Räume eng. Die Kehrseite: Robert Rades war meist einziger Gästespieler in der gegnerischen Hälfte. So gab es keine einzige Chance zum Anschluß zu notieren. In den letzten zehn Minuten, als beim drei Klassen tiefer spielenden TSV langsam die Kraft nachließ, gab es noch vier gute Gelegenheiten. Norikazu Sakata, Anil Aslan und Jerome Leroy scheiterten am überragenden Mario Rotter. Und zwischendurch gab es den in der Vorbereitung obligatorischen Pfostenschuss, Tim Berger war diesmal der Unglücksrabe.
"Nicht zufrieden", war Ingo Kahlisch. "In der Agressivität und beim Abschluss müssen wir mehr bringen." Anerkennend äußerte sich der Optikcoach über den Gegner: "Sie standen sehr ordentlich hinten drin und haben sich gut gewehrt." (D.N.)
Tore:
0:1 Kremp (10.)
1:1 Scholz (25.)
2:1 M. Lettow (56.)
3:1 M. Lettow (59.)
Optik: Hesse - Berger, M. Lettow , T. Lettow (60.Leroy) - Jahn, Berger, Sakata, Scholz (46.Szabo), Becker (46.Gouhari) - Aslan, Topuz (46.Kalan)
Chemie: Rotter - Krause, Block, Briese - Kersten, Huxdorff - Gaede, Kremp (46.Liebner), Kaiser (65.Melzer), Boltze - Rades