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SPIELBERICHT

DER MOTOR STOTTERT NOCH

Zufrieden konnte Ingo Kahlisch nicht sein. Zwar wurde der Test gegen Sachsenhausen mit 4:2 gewonnen, doch eine mehr als dürftige Leistung in der ersten Halbzeit veranlasste Rathenows Trainer zu der Diagnose: "Der Optik-Motor stottert noch." Bei der auf Kunstrasen ausgetragenen Partie sahen die Zuschauer zwei unterschiedliche Halbzeiten.
Daniel Pfeffkorn sorgte in der 54. Minute für den 2:2-Ausgleich
Zufrieden konnte Ingo Kahlisch nicht sein. Zwar wurde der Test gegen Sachsenhausen mit 4:2 gewonnen, doch eine mehr als dürftige Leistung in der ersten Halbzeit veranlasste Rathenows Trainer zu der Diagnose: "Der Optik-Motor stottert noch." Bei der auf Kunstrasen ausgetragenen Partie sahen die Zuschauer zwei unterschiedliche Halbzeiten.

Es begann mit einer großen Chance für Andre Zielke, der nach Pass von Till Wedemann freistehend an Sven Redmann scheiterte. Besser machte es in der 18. Minute Dennis Klawitter, der für die Gäste im Konter zum 0:1 traf. Die Möglichkeit zum Ausgleich vergab erneut Andre Zielke, der vor dem Tor stehend ausrutschte.

Als Till Wedemann nach einer halben Stunde traf, war die Abseitsfahne oben, das Tor zählte nicht. In dieser Phase agierte Optik zu umständlich. Mit einfachem Fußball dagegen machten die Oranienburger Vorortler fünf Minuten vor der Pause das 0:2. Christian Wendel war nach einem Freistoß erfolgreich. Für den FSV vergab Till Wedemann kurz vor der Pause, der allein vor dem Keeper auftauchte, aber übers Tor schoss.

Nach dem Wechsel wirkte Rathenow wesentlich zielstrebiger. Andre Zielke per Kopf nach Ecke Patrik Scholz (48.) und Daniel Pfefferkorn mit einem Direktschuss nach einer guten Kombination über drei Stationen (54.) sorgten schnell für den Ausgleich. Das gab den Gastgebern zusätzlichen Auftrieb. Der Verbandsligist wirkte zusehends müde, kam in den zweiten 45 Minuten zu keiner echten Torchance mehr.

Davon umso mehr gab es auf der anderen Seite. Besonders auffällig dabei: Saman Gouhari, der auf der rechten Seite für sehr viel Druck sorgte. Dennoch mussten die Fans lange auf die Führung warten. So traf Daniel Pfefferkorn nur den Pfosten und Anil Aslan scheiterte am Keeper. In der 80 Minute endlich das 3:2. Wieder per Kopf, wieder nach Ecke, wieder Andre Zielke. Nur der Vorbereiter war nicht dergleiche. Sven Becker hatte das Leder nach innen gezogen.

Der verdiente sich in der 85. Minute einen weiteren Scorerpunkt, als er mit einem Pass von Patrik Scholz auf und davon ging und den Ball Saman Gouhari genau in den Lauf legte. Dieser krönte seine gute Leistung mit dem 4:2. Am Ende war TuS damit sogar noch gut bedient, denn Sekunden vor dem Ende klatschte ein Freistoß von Patrik Scholz an den Pfosten.

"Trotz des Sieges bin ich nicht zufrieden", meinte Ingo Kahlisch. "Wir müssen Richtung gegnerisches Tor aggressiver, zielstrebiger und einfacher agieren.“ (D.N.)

Aufstellung: Sengespeick – M. Lettow, Szabo (46. Topuz), T. Lettow – Gouhari, Yazici (46. Aslan), Zielke, Scholz, Becker – Sakata (65. Puhlmann) – Wedemann (46. Pfefferkorn)