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OBERLIGA

"DIE LEHREN AUS DER NIEDERLAGE ANNEHMEN"

Gegen Regionalliga-Absteiger Hertha Zehlendorf muss der FSV ordentlich Federn lassen und unterliegt mit 0:3.
Foto: Andre Rekulowitsch
Ohne Jerome Leroy in der Anfangsformation ließen die ersten Minuten nicht darauf schließen, dass sich die Rathenower am Ende klar und verdient geschlagen geben mussten.

Denn bereits in der ersten Minute hatte Ali Keles die beste Chance des Spiels auf dem Fuß. Ein Konter über Maxime Langner war der Auslöser. Maxime passte weiter auf Sannoh, der sich zunächst an der Strafraumgrenze durchsetzte und zu Ali Keles weiterleitete. Dieser setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und stand plötzlich alleine vor dem Torwart. Wahrscheinlich zu lange überlegt, platzierte er den Ball direkt auf den Zehlendorfer Torwart. Wäre der Ball reingegangen, wäre das Spiel wahrscheinlich anders verlaufen. Aber hätte, wäre, wenn…

Auch die zweite Chance des Spiels ging an Optik. Balonier passte auf Keles, der aus 18 Metern abzog, aber Torwart Liam Brenn hielt den Ball. Fast wie aus dem Nichts die Führung der Gäste. Das Tor war aber auf jeden Fall sehenswert. Eine Flanke nahm Samet Ögüt den yolley und platzierte ihn im Dreiangel. Keeper Simeon Hawwary war chancenlos.

Die Führung war eine Art Dosenöffner für die Hertha. Die Gäste waren nun auch optisch überlegen. Zu wenig hingegen das Zweikampfverhalten der Gastgeber. Nach einer halben Stunde parierte Torwart Hawwary einen Freistoß von Abdul Saadaev und hielt Optik im Spiel. Zwei Minuten später die nächste dicke Chance, die Simeon wieder hielt. Doch noch vor der Pause sorgte Saadaev für die 0:2-Führung. Optiks Verteidigung war auch hier nicht zwingend genug. Dann war Pause.

Mit Beginn der zweiten Hälfte waren die Gäste wieder überlegen. Erst nach etwa einer Stunde war Optik um Schadensbegrenzung bemüht und hatte eine bessere Phase. Besonders der Druck nach vorne nahm zu, was auch den Wechseln zuzuschreiben war. Doch etwas Zählbares kam im Endeffekt nicht raus.

Im Gegenteil, Gäste-Kapitän Matthias Steinborn sorgte für die Entscheidung. Wieder nicht gut verteidigt, nahm sich Steinborn den Ball und haute ihn aus gut 18 Metern zum 0:3 ins lange Eck.

Die fast letzte Szene des Spiels ist symptomatisch fürs ganze Spiel. Zehlendorf setzt sich gegen die gesamte Abwehr durch und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Vier Nachschuss-Chancen gab es, doch zum Glück war Keeper Hawwary am Ende im Glück und hielt.

Ingo Kahlisch: „Die Niederlage ist verdient. Der Gegner war körperlich präsenter. Wir haben nach unserer dicken Chance in der ersten Minute körperlich nicht gegengehalten. Die Abstände waren einfach zu groß. Wir wissen, dass wir eine junge Mannschaft haben und man kann nach so einem Spiel nicht immer alles gleich schlechtreden. Wir müssen die Lehre aus der Niederlage annehmen und müssen weiter punkten“.

Aufstellung: Hawwary - Dogan - Reichenbach (G.; 83. Benza Paca; G.) - Hot (60. Willrich) - Langner - Aktürk - Balonier (46. Leroy; G.) - Saribas (60. Donner) - Keles (46. Isik) - Sannoh - Diallo

Tore:
0:1 Samet Ögüt (10.)
0:2 Abdul-Hamid Saadaev (17.)
0:3 Matthias Steinborn (79.)