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OBERLIGA

2:0-SIEG IM BRANDENBURG-DERBY

Optik setzt sich bei der SG Union Klosterfelde mit 2:0 durch und holt den ersten Auswärtssieg der Saison.
Ali Keles im Zweikampf mit Klosterfeldes Kapitän Gentuar Durmishi. Foto: Andre Rekulowitsch
Es war alles angerichtet für ein erfolgreiches Spiel. Schicke neue Auswärtstrikots in den Farben Petrol und Mintgrün und eine überraschende Aufstellung: Trainer Ingo Kahlisch ließ Maxime Langner als einzige Spitze stürmen.

Der setzte bereits nach fünf Minuten mit seinem ersten Torschuss ein Achtungszeichen. Der Ball verfehlte das Tor nur knapp. Klosterfelde war in der Anfangsphase wie auch im gesamten Spiel sehr druckvoll. Doch außer einem Pfostenschuss war vieles nicht zwingend genug. Zum Glück für Optik.

Die Gäste standen hinten sicher und hauten alles raus, was ging. Das galt für das gesamte Spiel. Aber auch nach vorne gab es Möglichkeiten.

Zumindest fragwürdig in dieser Partie agierte Regionalliga-Schiedsrichter Laurenz Werner. Bei einem Konter über Jerome Leroy und Pass auf Ibrahim Diallo wurde dieser im Strafraum gelegt. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb zur Verwunderung aus.

Kapitän Jerome Leroy versuchte oft über Distanzschüsse zum Torerfolg zu kommen. Keeper Lion Gantzke hielt oder die Schüsse verfehlten das Tor knapp. Zuvor hatte Jamal Willrich noch die Möglichkeit mit einem schönen Schuss aus der Entfernung zur Führung.

Und wie die erste Hälfte beendet wurde, startete die zweite - mit einem Achtungszeichen von Jerome Leroy aus der Distanz.

In der 52. Minute durften dann die Optik-Fans das erste Mal jubeln. Kurios war die 1:0-Führung allemal. Slapstik-Einlage könnte man sagen. Ibrahim Diallo setzte sich durch und wollte den Ball zu Jerome Leroy passen. Der bekam wiederum den Ball an den Rücken, weil er diesen nicht sah. Den Rücken-Abpraller nahm Maxime Langner dankend an und schoss zur Führung ein.

Nach einer Stunde stand der Schiedsrichter wieder im Mittelpunkt. Dieses Mal wurde Rojan Saribas im Strafraum gelegt. Wieder blieb der Pfiff aus. Nach dem Spiel bescheinigte Schiri Laurenz Werner, dass ihm der Kontakt nicht ausgereicht habe für Elfer. Nun ja, das lassen wir mal so stehen.

Was in der folgenden Spielphase passierte ist einfach zu erklären. Union rannte an, Optiks Defensive hielt stand - und wie. Alle feuerten alle an. Da wächst was zusammen...

Einen Schuss von Jannik Wolter parierte Torwart Simeon Hawwary, der wieder genesen ist. Optik versuchte sich immer wieder aus der Umklammerung zu lösen und Nadelstiche zu setzen. Ein Fernschuss von Diallo in der 77. übers Tor und der Versuch von Arda Isik, den Torwart zu überlaufen, nachdem dieser weit aus dem Tor lief, scheiterten.

Erst in der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Ousmane Sannoh nach einem beherzten Schuss für die Erlösung und den 2:0-Endstand.

Ingo Kahlisch: „Ich denke, das war ein verdienter Sieg mit einer sehr krassen Schiedsrichter-Leistung. Nach drei, vier schwierigen Jahren freuen wir uns über einen erfolgreichen Start in die Saison. Dennoch bleiben wir demütig und freuen uns über jeden Punkt gegen den Abstieg.“

Aufstellung: Hawwary - Reichenbach - Solak - Langner (65. Hot) - Aktürk (84. Donner) - Balonier - Leroy - Willrich (65. Isik) - Saribas - Keles (G / 74. Sannoh / G) - Diallo

Tore:
0:1 Langner (52.)
0:2 Sannoh (90.+3)