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OBERLIGA

ERSTMALS VERDIENT VERLOREN

Im fünften Testspiel hat der FSV Optik erstmals enttäuscht. Gegen Verbandsligist BSC Süd 05 setzte es eine 1:3-Niederlage.
Foto: Andre Rekulowitsch
Dreieinhalb Wochen vor dem Punktspielauftakt gibt es für Rathenower Fußballer stets einige sehr harte Tage. So auch in diesem Sommer. Schwere Beine sorgten für Müdigkeit, auch in den Köpfen. Und so bekamen die 150 Zuschauer am Mittwochabend hinten viele verlorene Zweikämpfe und vorne wieder und wieder falsche Entscheidungen von den Gastgebern zu sehen.

So wurden Süd vor der Pause zwei klare Chancen regelrecht geschenkt. Beim Konter von Multazem Munajjed konnte Simeon Hawwary noch klären, beim Abstauber von Abdel Rehim Soliman nach der einzigen Ecke der Brandenburger nicht mehr.

Der FSV ließ alles aus. In Erinnerung bleibt der Fehlschuss von Maxime Langner, der nach Foul an Rojan Saribas den fälligen Elfmeter Keeper Julien Korn in die Arme schoss. Aber auch Jamal Willrich (Michel Klemz klärt auf der Linie) und Dzenis Hot (Korn mit Reflex) hätten den Ausgleich erzielen können.

Das schaffte mit der letzten Aktion Ali Keles. Nachdem Jamal Willrich erneut an Julien Korn gescheitert war, staubte Ali per Kopf zum 1:1 ab.

In der zweiten Hälfte war der Chancenwucher noch größer. Dass Ousmane Sannoh nur die Latte traf, war Pech. Doch kurz darauf schoss er nach Korns einzigem Fehler aus der Drehung am leeren Tor vorbei. Dann kam der Abschluss vom durch Luka Zdep hervorragend freigespielten Jamal Willrich direkt auf den Torhüter, und als viele Fans schon jubelten, hatte Dzenis Hot nur das Außennetz getroffen.

Diese Aufzählung soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Optik die Deckung sträflich vernachlässigte. Taktische Disziplin war zum Ende hin ein Fremdwort. Das nutzten die Gäste in der Schlussphase zu zwei blitzsauber ausgespielten Kontern.

Ingo Kahlisch: „Keiner verliert gerne. Aber das ist halt Vorbereitung. Ich denke, am Ende war der Sieg für Brandenburg verdient. Bei einigen hat man gesehen, dass es das fünfte Spiel in 19 Tagen war. Wenn man dann nicht ordentlich steht, kommt solch ein Ergebnis dabei heraus. Wir werden das aus-, aber nicht überbewerten. Zwischen der 30. Und 75. Minute haben wir uns ja trotzdem mehrere klare Gelegenheiten herausgespielt, da müssen wir einfach auch mal welche nutzen. Stand jetzt, dürfte der Kader am Samstag wieder größer sein. Weiter geht`s.“

Dieser größere Kader trifft am Samstag auf den Ludwigsfelder FC, ein weiteres Team aus der Brandenburgliga. Spielbeginn ist um 13 Uhr.

Optik: Hawwary – Diallo, Solak, Dogan, Saribas (46. Donner) – Aktürk, Leroy (46. Testspieler) –Hot, Langner (46. Zdep), Willrich – Keles (46. Sannoh)

Tore:
0:1 Abdel Rehim Soliman (30.)
1:1 Ali Ihsan Keles (45.)
1:2 Patrick Richter (74.)
1:3 Can Cinar (85.)