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VEREIN

DER TOD UNSERER AMATEURVEREINE

Stellungnahme des FSV Optik Rathenow zur geplanten Aufstiegsreform der Regionalligen nach dem Kompassmodell.
Am 29. Juni stehen die Vereine im NOFV vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Sie sollen über das sogenannte Kompass- und Regionenmodell abstimmen – offiziell eine Abstimmung, die lediglich ein Meinungsbild zur Aufstiegsreform der Regionalligen liefern soll. Doch eines ist klar: Auch wenn diese Abstimmung formal nicht bindend ist, sind ihre möglichen Konsequenzen existenzbedrohend – und genau darüber wird viel zu wenig gesprochen.

Denn die bittere Wahrheit ist: Sollte das Kompassmodell umgesetzt werden, droht ein beispielloser Kahlschlag im Amateurfußball. In der Regionalliga würden die Plätze 11 bis 18 direkt den Abstieg bedeuten. Eine Abwärtsspirale, die sich gnadenlos durch alle Spielklassen fortsetzt – bis tief in die Kreisklassen. In der Oberliga würde es rund die Hälfte aller Vereine treffen. Die Folgen wären verheerend.

Es darf nicht sein, dass 50 Prozent der Oberliga-Vereine – und damit unzählige Klubs darunter – geopfert werden, nur um einen einzigen zusätzlichen Aufsteiger in die 3. Liga zu erzwingen. Das ist keine Reform. Das ist ein massiver Angriff auf die Struktur und Zukunft des Amateurfußballs!

Trainer und Geschäftsführer Ingo Kahlisch findet klare Worte: „Für einen zusätzlichen Aufsteiger setzen wir die Existenz der Amateurvereine aufs Spiel – das dürfen wir nicht zulassen! Es braucht andere Lösungen. Es gibt deutlich bessere Ansätze, für die wir gemeinsam kämpfen sollten – ohne dass die Vereine der Oberliga massiv die Konsequenzen tragen müssen. Wir müssen jetzt alle Vereine wachrütteln!“

Der FSV Optik Rathenow positioniert sich daher klar und entschieden gegen das Kompass- und Regionenmodell.

Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen und die tatsächlichen Folgen dieser Modelle offen zu benennen.