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OBERLIGA

KLASSENERHALT QUASI PERFEKT

Bei Viktoria Berlin trifft Optik in der Nachspielzeit zum 1:1 und nimmt einen Punkt mit, der für den Klassenerhalt in der Oberliga reichen dürfte.
Ali Keles traf bei Viktoria Berlin in der Nachspielzeit zum wichtigen 1:1 für den FSV. Foto: Andre Rekulowitsch

Zur Tabellensituation

Da aus dem Landesverband Thüringen kein Verein in die Oberliga (Süd) aufsteigen will, steht inzwischen fest, dass für den Ligaverbleib in der Oberliga der 13. Tabellenplatz ausreicht. Optik könnte nach aktuellem Stand (vor den Samstagsspielen) nur noch unter den "Strich" rutschen, wenn Dynamo Schwerin seine beiden letzten Spiele gewinnt, Tennis Borussia am letzten Spieltag bei Lichtenberg 47 hoch gewinnt und gleichzeitig Optik daheim gegen Anker Wismar hoch verliert. Insgesamt müsste TeBe beim Tabellenzweiten eine Differenz von 9 Toren gegenüber dem FSV aufholen.

Zum Platz

Dass man sich in Berlin ganz selbstverständlich über Verbandsregeln des NOFV hinwegsetzen kann, hat man bei Optik inzwischen verstanden. Deshalb wird schon gar nicht mehr hinterfragt, warum Partien im Mai auf Kunstrasenplätzen ohne Oberliga-Atmosphäre ausgetragen werden. Angesprochen werden muss es dennoch...

Zum Spiel

Trainer Ingo Kahlisch warnte bereits vor der Partie, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch irgendwie wollte das nicht so recht fruchten. Die Weisheit „wenn man vorne die Tore nicht macht, wird man hinten bestraft“, trifft wohl auf das gestrige Spiel zu. Trotz zahlreicher Torchancen schaffte es der FSV nicht, das im Ergebnis darzustellen. Doch der Reihe nach.

Chancenplus für den FSV

Die erste Optik-Chance hatte Ali Keles mit einem sehenswerten Fallrückzieher, der nur knapp das Tor verfehlte. Die Tor-Chancen sollten für die Gäste noch mehr werden. Die nächste Chance zur Führung hatte Yohji Koré aus der Drehung und Salih Aktürk mit einem Distanzschuss neben das Tor. Koré war es erneut, der den Ball es trotz Doppelchance nicht im Tor unterbringen konnte. Auch zwei Fernschüsse von Luka Zdep landeten knapp neben dem Berliner Tor. Ein zweiter Torschuss von Viktorias Ismael Aseko Nkili, knapp neben das Gästetor und ein Freistoß von Luka Zdep, der mit Mühe vom Berliner Keeper gehalten wurde, komplettieren die Chancen.

Schreckmoment und Rückstand

Doch zwei Szenen in Durchgang eins müssen noch erwähnt werden. Zum einen verletzte sich Marcito Vicente. Er krümmte sich schmerzverzerrt im gegnerischen Strafraum und hielt sich die Hand. Einen Finger, der ausgekugelt war, musste Co Sven Ahlendorf wieder einkugeln. Zum Zweiten fiel das 1:0 für Viktoria. In der 42. Minute war es erneut Nkili, der nach einer schlecht verteidigten Ecke ins lange Eck einschob. Dann war Pause und Optik bedient.



Zahlreiche Chancen nach Wiederanpiff

In der zweiten Hälfte kam Optik mit einer anderen Körperspannung aufs Feld. Und man machte mit zahlreichen Chancen weiter, wie schon im ersten Durchgang. Ali Keles hatte nur eine Minute nach Wiederanpfiff die Führung auf dem Fuß, vergab aber. Auch Luka Zdep sorgte mit einem erneut gefährlichen Freistoß aus gut 30 Metern wieder für Gefahr. Einzig ins Tor wollte der Ball nicht so recht.

Vergebener Elfer

Viktoria zwar ohne nennenswerte Torchancen, doch durch gefährliche Konter hätte jederzeit das 2:0 fallen können. Der mittlerweile eingewechselte Eric Preljevic wurde in der 83. Minute unsanft im Strafraum gefoult. Der Schiedsrichter Oliver Seib zögerte nicht und pfiff zum Elfmeter. Kapitän Jerome Leroy, der zuvor eingewechselt worden ist, übernahm Verantwortung als Führungsspieler und trat an. Das Glück war ihm nicht hold, der Torwart hielt den Schuss. Anscheinend sollte es wirklich nicht sein an diesem Tag.

Der Ausgleich in der Nachspielzeit

Doch Optik gab sich nicht auf und alle Spieler rannten immer wieder an, um den möglichen Punkt zu holen. Viktoria war nach Gelb-Rot mittlerweile nur noch zu zehnt und die etwa 50 mitgereisten Optik-Fans unterstützten Ihre Mannschaft vorbildlich. In der 93. Minute war es dann doch soweit: Ein Einwurf von Nico Donner in den Strafraum kam im Gestocher irgendwie zu Ali Keles, der ins rechte Eck zum mehr als verdienten 1:1-Ausgleich einschob. Die Freude über den Punkt war riesig auf der Bank und der Tribüne. Dann war Schluss.

Stimmen

Ingo Kahlisch: „Eine enttäuschende erste Hälfte. In der zweiten Hälfte haben wir das besser gemacht. Durch die Wechsel und auch konditionell waren wir dem Gegner im zweiten Durchgang überlegen. Am Ende wurden wir belohnt, aber man sieht wie schwer jedes Spiel ist, wenn die Mannschaft nicht einhundert Prozent gibt. Wir bedanken uns für die Unterstützung der Zuschauer und freuen uns auf das nächste Heimspiel gegen Wismar. Man sieht durch die Unterstützung der Fans, nicht nur bei den letzten Auswärtsspielen, dass hier wieder etwas zusammenwächst.“

Ausblick

Durch das Pokal-Wochendende ist kommende Woche spielfrei, ehe in zwei Wochen das große Finale im letzten Spiel zu Hause gegen Anker Wismar stattfindet. Auch hier hofft der FSV wieder auf zahlreiche Unterstützung. Hinweise zum Kartenverkauf für das Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Union Berlin folgen in der kommenden Woche.

Statistik:

Aufstellung: Hawwary (G) - Reichenbach - Solak (58. Bateman) - Gerlach - Aktürk (46. Donner) - Vicente (58. Sannoh) - Aranda Aedo - Zdep (58. Leroy) - Koré (58. Preljevic) - Hinze - Keles

Tore:
1:0 Nkili (42.)
1:1 Keles (90.+3)

GALERIE