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OBERLIGA

IN UNTERZAHL EINEN PUNKT ERKÄMPFT

Optik trennt sich von der SG Dynamo Schwerin mit 0:0. In der Schlussphase wurde es ein hart erkämpfter Punkt.
Nur einmal kam Optiks Angreifer Yohji Koré an Schwerins Torwart Bergtholdt vorbei, allerdings wurde sein Ball auf der Linie geklärt. Foto: Michel Grabowski
Rathenow begann mit der exakt gleichen Startformation wie in der Vorwoche. Zu Beginn stand zweimal Nico Donner im Mittelpunkt. Nach gerade einmal 39 Sekunden scheiterte er an Dynamo-Keeper Luca Bergthold. Nach vier Minuten rasselte Nico bei einem Kopfballduell furchtbar mit Mohand Almansori zusammen und erlitt dabei eine stark blutende Platzwunde am Kopf. Mit Pflaster und Turban versuchte Rathenows Außenbahnspieler zwar weiterzuspielen, aber: „Dann wurde mir schwarz vor Augen.“

Insgesamt war es eine muntere erste Hälfte, die bei Flutlicht und angenehmen Temperaturen 300 anwesenden Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Chancen gab es auf beiden Seiten, die klarsten hatten für den FSV Yohji Kore, dessen Kopfball zu zentral kam (17.) und Jakob Reichenbach, dessen Direktabnahme nach Freistoß von Justin Gerlach parallel zur Torlinie rollte (27.). Bei Dynamo kamen weder Hannes Tarnow (19.), noch Randy Dei (31.) an Simeon Hawwary vorbei.

Nach dem Wechsel kam Optik schwer in die Gänge, hatte dann aber die klarste Möglichkeit der gesamten Partie. Eine knappe Stunde war gespielt, da wurde Yohji Kore per Steckpass bedient, brachte das Leder auch an Bergthold vorbei, doch auf der Linie klärte Hannes Tarnow mit artistischem Einsatz.

Es sollte die letzte große Torchance der Gastgeber gewesen sein. Ab der 65. Minute war Optik nämlich nur noch zu zehnt. Nach einer Flanke gab es ein klares Handspiel der Schweriner im Strafraum. Das hatte auch der Schiedsrichter so gesehen, begründete den ausbleibenden Elfmeterpfiff jedoch damit, dass es für ihn keine unnatürliche Bewegung war.

Das muss man so akzeptieren. Dadurch kam es allerdings zu der folgenschweren Szene danach. Marcito Vicente wollte das Leder erneut in den Strafraum bringen, traf dabei seinen Gegner am Fuß. Natürlich Foul und Freistoß für Dynamo. Als Thimo Henrik Welk dann sah, dass der Schweriner liegenblieb und behandelt wurde, zückte er für den schon verwarnten Vicente Gelb-Rot.

Danach wurde es eine Abwehrschlacht, wobei die Defensive des FSV meist die Übersicht behielt. Bitter für den jungen Ali Keles, dass er als Einwechsler für den defensiveren Gia Huy Phong wieder runter musste. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, denn knifflig wurde es für Simeon Hawwary lediglich in der 80. Minute, als er gegen Sarwar Osse eine sehr gute Parade zeigte.

Ganz am Ende waren alle verbliebenen 21 Akteure platt. Nur dem Referee gefiel das Spiel so gut, dass er gleich noch sechs Minuten nachspielen ließ. Nach diesem 0:0 hat der FSV Optik vier Spieltage vor dem Ende bereits einen Punkt mehr auf dem Konto als im Vorjahr zum Saisonfinale. Dass dennoch weiter hart um den Klassenerhalt gerungen werden muss, zeigt, wie ausgeglichen die Liga mittlerweile ist.

Ingo Kahlisch: „Nach einem zum Ende hin harten Abwehrkampf müssen und können wir mit dem Punkt leben. Wir haben das zweite Spiel nicht verloren. Ich denke, alle haben ihr Bestes gegeben, mehr ist zurzeit nicht drin. Nach vorne waren wir heute nicht so ordentlich, dafür hat die Abwehr wieder gestanden, auch beide Sechser kann man heute loben. Vor der Gelb-Roten Karte gab es ein klares Handspiel im Strafraum, das war schon mit spielentscheidend. 31 Punkte gegenüber 30 insgesamt im Vorjahr - ja, die Entwicklung ist sicherlich zu sehen, aber es ist immer noch ein weiter Weg.“

Optik: Hawwary – Aranda Aedo, Reichenbach, Gerlach, Hinze – Aktürk (G), Solak – Vicente (65. G/R), Zdep (83. Bateman), Donner (29. Keles/78. Onu) – Kore (78. Phong)

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