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OBERLIGA

NIEDERLAGE NACH FRAGWÜRDIGEM PLATZVERWEIS

Optik unterliegt im Dauerregen mit 1:2 beim Aufsteiger SV Siedenbollentin.
Joshua Bateman sah in der 67. Minute Gelb-Rot. Foto: Andre Rekulowitsch
Zunächst gab es vor der Partie eine Änderung auf der Trainerbank. Co-Trainer Jerome Leroy übernahm die Rolle des Chefcoaches, denn Ingo Kahlisch sah beim Spiel gegen Croatia seine vierte gelbe Karte. Das bedeutet ein Spiel hinter der Barriere stehen. Eins vorneweg, in Siedenbollentin war das nicht wirklich eine Strafe und einen Unterschied zum Spielverlauf hat das natürlich auch nicht gemacht.

Zu Beginn der Partie übernahm Optik die Kontrolle und verzeichnete mehr Ballbesitz, ohne jedoch zunächst zwingend gefährlich zu werden. Und wie es oft so ist, kamen die Gastgeber nach 11 Minuten zum Führungstreffer. Nach einem Freistoß von der rechten Seite, der an der Optik-Mauer vorbeiging, konnte Keeper Simeon Hawwary zunächst abwehren. Allerdings stand Ande-Finjas Müller vom SVS goldrichtig und schob den Abpraller zur Führung ein. Wie schon in den letzten beiden spielen geriet Optik in Rückstand.

Die Antwort ließ auf der anderen Seite jedoch nicht lange auf sich warten: Justin Gerlach brachte einen Freistoß aus halbrechter Position in den Strafraum. Nach einer ersten Abwehrreaktion kam der Ball über Huy Phong quer zu Chris Onu, der eiskalt reagierte und den Ball in den Winkel zum 1:1-Ausgleich verwandelte.

Rückstand egalisiert - mal wieder. Nur eine Minute später hatte Josh Bateman sogar die Chance zur Führung, als er aus etwa 18 Metern abzog. Der Torwart parierte jedoch stark und lenkte den Ball aus der Ecke.

Nach 35 Minuten wurde es erneut gefährlich, als wiederum Müller per Kopf nur knapp am Tor vorbeizielte. Kurz vor der Pause setzte Salih Aktürk für Optik noch ein Ausrufezeichen mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (40.), den der Torwart zur Ecke ablenken konnte. Direkt im Gegenzug verhinderte Simeon Hawwary mit einer starken Parade nach einem Konter über Daniel Eidtner einen weiteren Gegentreffer.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs kam Yunus Solak nach einem Freistoß zum Nachschuss, verzog jedoch knapp. In der 52. Minute musste erneut Simeon eingreifen, als ein Angriff über die rechte Seite von Lukas Möller abgeschlossen wurde.

Im weiteren Verlauf wurde das Spiel intensiver: Josh Bateman sah zunächst die Gelbe Karte, bevor es in der 67. Minute zu einer umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen ihn kam – eine Entscheidung, die für viel Unverständnis sorgte. Angeblich soll Josh den Torwart gefoult haben. Keiner, darunter auch nicht die Schiedsrichter konnten etwas sehen. Entschieden wurde trotzdem. Sei es drum. Der Keeper spielte normal weiter. Dennoch Optik von nun an in Unterzahl.

Der FSV stemmte sich in Unterzahl wacker gegen „Bolle“. Ein Überzahl-Spiel war nicht wirklich erkennbar. Luka Zdep hatte mit einigen Distanzschüssen aus 20 Metern die Möglichkeit, die Führung zu erzielen. Dann ging es in die Schlussphase. Der SVS trug einen gelungenen Angriff vor: über die linke Seite erfolgte ein Konter. Eine Flanke auf rechts und eine direkte Hereingabe auf Lukas Möller, der den Ball nur noch einschieben zu brauchte, besiegelte Optiks Niederlage. Ärgerlich. Denn hier war mindestens ein Punkt drin.

Ein enttäuschter Co-Trainer Jerome Leroy nach dem Spiel: „Ja, kämpferisch war das eine Riesenleistung. Selbst zu zehnt haben wir den Kampf angenommen. Es Ist natürlich eine bittere gelb-rote Karte und ich glaube auch nicht berechtigt. Trotzdem haben wir weitergemacht. Doch wir haben halt diesen Lucky Punch nicht gehabt. Trotzdem haben wir zur Zehnt einen riesen Fight geboten. Es ist natürlich unfassbar bitter für alle, dass wir hier die drei Punkte liegen lassen und dass wir hier mit null Punkten nach Hause fahren“.

Aufstellung: Hawwary - Bateman (gelb/rot) - Reichenbach - Donner - Gerlach - Solak (93. Preljevic) - Onu (76. Aranda Aedo) - Aktürk (63. Zdep) - Phong - Hinze - Koré (63. Keles)

Tore:
1:0 Ande Ninjas Müller (11.)
1:1 Chris Onu (23.)
2:1 Lukas Möller (84.)