UNGLÜCKLICHE NIEDERLAGE IN ROSTOCK
So weit, so gut. In der Praxis sieht dann doch alles anders aus. Das musste der FSV schon nach neun Minuten feststellen. Eine Flanke über die rechte Seite wurde nicht ausreichend geklärt und Bennett Peters schob zur 1:0-Führung des FC Hansa ein.
Die Antwort von Optik folgte nur kurze Zeit später: Yohji Koré flankte den Ball mit dem Außenrist, der sich zu einem Torschuss entwickelte und nur um Zentimeter den Dreiangel des FCH-Tores verfehlte. Auch die nächsten Angriffe gehörten den Gästen im roten Dress. Ali Keles setzte sich mehrfach durch und kam zum Torschuss - leider knapp am Tor vorbei.
Nach zwanzig Minuten eine Schrecksekunde bei Optik. Nach einem Zweikampf wälzte sich Rojan Saribas schmerzverzerrt am Boden und signalisierte sofort den Wechsel. Kurze Zeit später kam der Rettungswagen und nahm ihn mit. Die erste Diagnose zielte auf eine ausgekugelte Schulter ab. Wir wünschen auf jeden Fall gute Besserung und schnelle Genesung.
Weitere Möglichkeiten hatte eigentlich nur der FSV. Chris Onu hatte nach einer halben Stunde den Ausgleich auf dem Fuß, doch FCH-Keeper Max Hagemoser konnte zur Ecke klären. Mehr passierte nicht in Durchgang eins.
Nach der Pause kam Hansa druckvoller aus der Kabine. Hansa-Coach Christian Tiffert muss die passenden Worte gefunden haben, denn für Optik wurde es zeitweise immer schwerer gegenzuhalten. In der 55. Minute war es dann leider so weit. Per Kurzpassspiel kamen die Gastgeber zur 2:0-Führung. Zu diesem Zeitpunkt nicht mal unverdient. Erneut war es Bennet Peters, der Keeper Simeon Hawwary umspielte und problemlos einschob.
Danach war Optik bemüht, kam auch wieder ins Spiel und konnte Druck aufbauen. Doch Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Koré setzte sich kurz vor Schluss vor der Strafraumgrenze durch und zog einfach mal ab. Belohnt wurde er mit dem 2:1-Anschlusstreffer.
Tja, und dann wurde die Partie doch nochmal hektisch. Hansa jetzt zusehens unter Druck. Optik wollte den Ausgleich. Die letzte Möglichkeit dazu hatte nach einer Ecke von Joshua Bateman durch einen Kopfball Yunus Solak, der am Tor vorbei köpfte. Danach ertönte der Schlusspfiff.
Ingo Kahlisch: „Ich denke über 95 Minuten war es eine sehr unglückliche Niederlage. Wir sind bis zum Schluss gerannt und haben gefightet und mit einem Sonntagsschuss hätten wir auch noch ein Tor machen können. Aber ich muss sagen, in der ersten Halbzeit spielen wir zu offen und machen zu einfache Fehler. Darum haben wir das Spiel verloren“.
Die nächste Gelegenheit, Zählbares einzufahren, gibt es schon am Mittwoch und Samstag an zwei Heimspielen in Folge.
Aufstellung: Hawwary - Bateman - Reichenbach - Solak - Onu - Aktürk (67. Houenou) - Phong (G.) (67. Gerlach) - Zdep (67. Preljevic) - Koré - Saribas (20. Hinze) - Keles (55. Aranda Aedo)
Tore:
1:0 Peters (9.)
2:0 Peters (55.)
2:1 Koré (84.)