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OBERLIGA

HART ERKÄMPFTER ERSTER HEIMSIEG

Im letzten Heimspiel des Jahres erkämpft Optik gegen den FC Viktoria Berlin ein 2:1
Salih Aktürk bereitete das 2:1 durch Chris Onu vor. Foto: Michel Grabowski
„Ich wusste, dass es schwer wird“, bekannte Ingo Kahlisch nach der Partie. Zu den im Vorbericht gemeldeten Ausfällen kam auch noch Jose Aranda hinzu, bei dem eine Knöchelverletzung keinen Einsatz zuließ.

Der FSV kam überhaupt nicht in die Gänge. Auf dem schwierigen Geläuf zeigten die Gäste einfachen, schnörkellosen Fußball, schnell über außen. Gegen Andac Güleryüz konnte Simeon Hawwary gut parieren.

Ohne auch nur ein einziges Mal gefährlich im gegnerischen Strafraum aufzutauchen, lag Rathenow nach 24 Minuten völlig verdient zurück. Wieder einmal gab es ein Kopfballgegentor nach einer Ecke. Tim Schüssler stand so unfassbar frei, er musste nicht mal springen, sondern nickte das Leder aus dem Stand zum 0:1 ein.

Beim nächsten Angriff über rechts verpassten alle Viktorianer in der Mitte. In der 35. Minute spekulierte die Deckung der Gastgeber vergeblich auf Abseits, Aboudoul Rachid Tchadjei lief ungehindert durch, traf zu Optiks Riesenglück aber nur den Pfosten.

Das Beste an dieser ersten Halbzeit war das Ergebnis. Das 0:1 schmeichelte dem FSV sogar. Nicht unterschlagen wollen wir die einzige Gelegenheit für Rot. Eine Kombination über Chris Onu und Luka Zdep brachte Nico Donner in Schussposition. Der Abschluss ging dann aber doch ein Stück weit vorbei.



Was immer in der Kabine gesagt wurde, es müssen die richtigen Worte gewesen sein. Mit viel mehr Biss und Willen präsentierte sich die Heimelf nun. Eine schöne Direktabnahme von Gia Huy Phong flog über das Tor (54.).

Nicht unbedingt von der Anzahl der Chancen, aber von der Lauf- und Einsatzbereitschaft her, deutete sich der Ausgleich an. Zustande kam er dann traumhaft schön. Nima Amiri legte ab auf Luka Zdep, dessen Schuss sich genau in den Winkel drehte.

Das 1:1 sorgte für mehr Selbstbewusstsein, endlich wurde auch schnell abgeschlossen. Die nächste klare Gelegenheit resultierte allerdings aus einem ruhenden Ball. Aus ziemlich spitzem Winkel zog Luka Zdep einen Freistoß direkt auf den Kasten. Einige Fans jubelten bereits, der Ball landete jedoch am Außennetz.

In dieser Phase konnte Optik den Kontrahenten meist vom eigenen Tor fernhalten. Nur als Ron Breca Hasani aus vollem Lauf abzog, musste Simeon Hawwary zupacken. In der 78. Minute kam sie, die Rathenower Führung. Ein langer Ball erreichte Salih Aktürk, der auf Chris Onu querlegte. Dessen Flachschuss aus etwa 18 Metern schlug neben Torhüter Laurenz Pohlmann zum 2:1 ein.

Eines war wie immer: Ohne Zittern geht es bei Spielen am Vogelgesang nicht. Und damit war nicht die Temperatur gemeint. Zehn Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gab es Freistoß für Viktoria, 20 Meter zentral vor dem Tor. Den Flatterball von Andac Güleryüz entschärfte Simeon Hawwary mit einer Fußabwehr, die eher an einen Handballtorwart erinnerte.

Auf vier Minuten Zugabe entschied Schiedsrichter Christian Schlömann. In der musste Simeon noch zweimal ganz stark gegen Ron Breca Hasani halten, als ein dritter Abschluss ganz knapp am Pfosten vorbei flog, kam endlich der Schlusspfiff. Mit nunmehr 18 Punkten hat Optik Rathenow Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle gefunden.

Ingo Kahlisch: „Ein ganz schwer erkämpfter Sieg. Es hat zur zweiten Halbzeit einer gewaltigen Steigerung in der Einstellung bedurft, um die drei Punkte zu erringen. Dass es auf dem Boden keinen Schönheitspreis gibt, war doch klar. Aber Viktoria hat uns 45 Minuten lang vorgemacht, wie man auf diesem Untergrund Fußball spielen muss. Absolut positiv war der Kampf nach der Pause. Jetzt haben wir nach dem letzten Heimspiel des Jahres drei ganz wichtige Punkte mehr auf dem Konto.“

Optik: Hawwary – Hinze (G), Reichenbach, Abal, Phong – Vicente (58. Saribas), Bateman (46. Amiri) – Donner, Zdep, Onu – Aktürk (G)

Tore:
0:1 Tim Schüssler (24.)
1:1 Luka Zdep (65.)
2:1 Christiantus Nnanna Onu (78.)