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OBERLIGA

NUR DAS ERGEBNIS STIMMTE NICHT

Trotz guter Leistung unterliegt Optik wie in der Vorsaison bei Sparta Lichtenberg mit 0:4.
Foto: Verein
Während damals viel Kritik geäußert wurde, zeigte die Elf am Sonntag eines ihrer besten Auswärtspartien in der jüngeren Vergangenheit. Das Ergebnis täuscht über das Spiel total hinweg.

Von Beginn an war Rathenow hellwach. Da auch Sparta um Sicherheit bemüht war, gab es elf Minuten lang keinen Abschluss. Dann wurde Yohji Kore freigespielt. Einen Tick zu lange zögernd, konnte die Berliner Abwehr noch klären und den Gegenangriff einleiten.

Auch die FSV-Defensive bekam beim Abschluss von Etienne Nikol noch ein Bein dazwischen. Leider wurde der Ball dadurch so entscheidend abgefälscht, dass das Spielgerät zum 1:0 ins äußerste Eck rollte.

So glücklich die Führung für die Gastgeber zustande kam, so unglücklich war es auf der anderen Seite bei den Gästen. In der 19. Minute landete ein Freistoß von Luka Zdep nämlich nur am Pfosten. Einen Knaller von Salih Aktürk (25.) aus vollem Lauf entschärfte Torhüter Julien Korn mit viel Mühe.

Berlins bester Spielzug brachte das 2:0. Per Doppelpass über rechts, punktgenaue Eingabe, Direktschuss Dominic Schmüser, Tor. Und wieder fehlte Rathenow wenig später (noch) die Kaltschnäuzigkeit. Ganz starke Balleroberung von Luka Zdep, der sofort auf Yohji Kore weiterleitete. Vollkommen frei scheiterte er aus Nahdistanz an Korn.

Umstritten aus Sicht des FSV fiel sogar noch das 3:0. Schiedsrichter Fabien Schlecht aus Leipzig, der auf beiden Seiten Körpereinsatz respektierte, nur im Notfall unterbrach, pfiff bei einem leichten Kontakt von Yunus Solak an Lukas Rehbein Elfmeter. Simeon Hawwary war in die richtige Ecke unterwegs, der straff und platziert geschossene Ball von Daniel Hänsch fand dennoch den Weg zum 3:0 ins Netz.

Das schien den Fußballgöttern für 45 Minuten immer noch zu wenig. Also, nochmals Optik im Angriff, Salih Aktürk mit einem Versuch aus spitzem Winkel. Pfosten und Keeper hatten wir schon, was fehlt? Na klar, das Leder klatschte an die Latte.

In der Schlussminute traf Nikolas Meyer per Konter zum 4:0. Es war der einzige Schuss der Spartaner auf den Kasten von Simeon Hawwary in der zweiten Hälfte. "Wenn" und "hätte" bringt keine Punkte, es wäre aber interessant anzusehen gewesen, wie Berlin reagiert hätte, wenn Yohji Kore 60 Sekunden nach Wiederanpfiff bei seinem Abschluss aufs leere Tor erfolgreich gewesen wäre. Auch dieser Ball wurde abgefälscht, nur diesmal leider Zentimeter neben den Pfosten.

Auffällig und für die Zukunft hoffnungsvoll stimmend, war die Tatsache, dass bei Optik kein einziger der Einwechsler für einen Qualitätsverlust sorgte. Weder spielerisch, noch von Kampf- und Laufbereitschaft her, ging etwas verloren. Mehr Ecken als sonst n drei Partien, viele Freistöße (vier x Gelb für Sparta), des öfteren ansehnliches Direktspiel - vieles war in Ordnung, nur was dabei herauskam nicht.

Das längst überfällige und sowas von verdiente Ehrentor verhinderte Julien Korn mit einem Wahnsinnsreflex gegen Nima Amiri. Es ist sicher kein Trost, aber nach der 0:4-Niederlage gab es vom kleinen Rathenower Fanblock sogar Beifall und aufmunternde Worte für die Jungs.

Ingo Kahlisch: "Das Ergebnis spiegelt die Spielanteile nicht wieder. Sparta hatte gefühlt vier Chancen, alle waren drin. Wir hatten viel mehr, aber wenn du daraus kein Tor machst, kannst du auch nichts mitnehmen. Wir sind uns durchaus bewusst, dass nur ordentlich mitspielen nicht reicht. Was Hoffnung macht, es gab mit den Wechseln in der zweiten Halbzeit keinen Leistungsabbruch. Die neuen Jungs haben sich sofort eingefügt, der Kader ist jetzt auch von der Anzahl größer. Weiter geht`s."

Weiter geht`s schon am Dienstag. Da tritt Optik um 18 Uhr beim befreundeten SV Kloster Lehnin zum Testspiel an.

Optik: Hawwary - Nafilo, Solak (G/62. Abal), Bateman, Phong (71. Saribas) - Hinze (G/68. Vicente), Aktürk - Onu (68. Aranda Aedo), Zdep, Donner (46. Amiri) - Kore

Tore:
1:0 Nikol (12.)
2:0 Schmüser (29.)
3:0 Hänsch (42./FE)
4:0 Meyer (90.)