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OBERLIGA

VERDIENTE NIEDERLAGE GEGEN STENDAL

Im Test gegen Lok Stendal spielt Optik in der ersten Halbzeit teilweise desaströs und unterliegt am Ende mit 3:5.
Foto: Michel Grabowski
Das ging Ingo Kahlisch gegen den Strich. Nach dem 3:5 gegen Lok Stendal und mit Blick auf das vor dem Spiel aufgenommene Mannschaftsfoto meinte er: "Gut aussehen war einigen wohl wichtiger, als gut spielen." Und tatsächlich, derart desaströs wie zumindest in der ersten Halbzeit präsentierte sich eine Rathenower Mannschaft schon lange nicht mehr.

Die ersten beiden Angriffe der Gäste führten zu Treffern. Beim 0:1 kann man sogar noch von unglücklich sprechen. Nach einem fulminanten Lattenschuss prallte der Ball Rosario Schulze genau vor die Füße.

Doch spätestens das 0:2 offenbarte erschreckendes in der FSV-Defensive. Eine Ecke flog ungehindert durch den gesamten Strafraum, bis am hinteren Pfosten Tim Schaarschmidt den Kopf hinhielt.

Aussetzer in der Hintermannschaft gab es allerdings in der Anfangsphase auf beiden Seiten. Einen harmlosen Schuss von Salih Aktürk boxte sich Torwart Christian Günther zum 1:2 selbst ins Netz. 60 Sekunden später Optiks bester Angriff. Über mehrere Stationen auf links raus, wo Salomao Nafio nach innen passte. Yohji Kore nahm das Leder direkt und versenkte es zum 2:2 in die lange Ecke.

Mit einem einfachen Steilpass hebelte Stendal die gesamte Abwehr aus, Philipp-Maik Witte bedankte sich mit dem 2:3. Kurz darauf war er erneut erfolgreich, nachdem sich die Gastgeber den Ball nach viel Hin- und Hergeschiebe abnehmen ließen und Witte aus Nahdistanz nur noch einschob.

Dieses 2:4 war noch nicht der Pausenstand. Keeper Günther wurde in der 44. Minute endgültig zur tragischen Figur. Im Bemühen, einen langen Ball aus dem Strafraum zu fausten, verschätzte er sich total. Die Faust landete im Gesicht von Yohji Kore. Der Gefoulte trat selber zum Elfmeter an und erzielte das 3:4.

Nach der Pause zeigte der FSV mehr Elan, lief und kämpfte mehr. Doch vorne vergab man und hinten blieb man anfällig. Beim 3:5 profitierte Felix Kaschlaw von einem Aussetzer von Tom Sebastian, dem der nicht unbedingt harte Schuss durch die Fäuste rutschte.

Weitere Konter vergaben die Altmärker, wobei es schon etwas von Slapstick hatte, als Kaschlaw nach einem Querpass einen Meter vor dem leeren Tor ans Außennetz schoss. In den letzten 20 Minuten war es dann ein Anrennen von Optik, ohne sich noch wirklich zwingendes zu erarbeiten.

Ingo Kahlisch: "Eine verdiente Niederlage. Was wir in der ersten Hälfte von der Einstellung her angeboten haben, ging gar nicht. Danach war es noch nicht gut, aber wenigstens engagiert."

Am letzten Wochenende vor dem Punktspielauftakt fährt der FSV Optik traditionell immer zum Malchower SV. Auf dem idyllisch gelegenen Waldsportplatz mit seinem hervorragenden Rasen trifft Rathenow auf den Tabellenfünften der abgelaufenen Verbandsligasaison. Malchow hat eine eingespielte Truppe, lediglich drei Ab- und Zugänge gab es im Sommer.
Spielbeginn ist um 14.00 Uhr.

Tore:
0:1 Rosario Schulze (5.)
0:2 Tim Schaarschmidt (9.)
1:2 Salih Aktürk (16.)
2:2 Yohji Kore (17.)
2:3 Philipp-Maik Witte (21.)
2:4 Philipp-Maik Witte (28.)
3:4 Yohji Kore (44./FE)
3:5 Felix Kaschlaw (55.)