TESTSIEG IN BRANDENBURG
Erstmals führte Nico Donner die Elf als Kapitän auf den gepflegten Rasen des Seelenbinder-Stadions. Routinier Justin Gerlach hatte vom Trainerstab für dieses eine Match eine Pause genehmigt bekommen.
Zu Beginn machte die Heimmannschaft ordentlich Druck. Pedro Guilherme Souza Rocha scheiterte mit einem Solo über das halbe Feld an Tom Sebastian. Da waren gerade 60 Sekunden absolviert.
Bis etwa zur 20. Minute blieb Süd am Drücker, ohne sich jedoch weitere Hochkaräter zu erspielen. Nach vorne fehlte bei Optik die Spritzigkeit, hinten stand man zumeist sicher.
Als dann Mitte der Halbzeit beim Brandenburgligisten das Tempo nachließ, kam auch Rathenow zu Chancen. Vier gefährliche Abschlüsse standen im Notizbuch, dann waren die 45 Minuten um. Einen letzten Freistoß ließ Schiedsrichter Steen Mühlenbeck noch ausführen. Salomao Nafilo brachte das Leder hoch in den Strafraum, Torwart Kilian Boy ließ den Ball aus den Händen gleiten und Joshua Bateman köpfte aus einem Meter zum 0:1 ins leere Tor.
Aus der zweiten Hälfte gibt es nicht viel zu berichten. Viele Wechsel auf beiden Seiten hemmten den Spielfluss. Der FSV wirkte lange leicht überlegen und probte in der Schlussphase den "Ernstfall". Das heißt, eine Führung auf des Gegners Platz soll unbedingt verteidigt werden.
Gegen nun sehr defensive Rathenower kam Brandenburg zwar des öfteren vor das Tor, aber mehr als zwei Fernschüsse von Tim Dethloff (gefährlich abgefälscht) und Patrick Richter (drüber) sprangen bis zur 87. Minute nicht heraus. Erst dann musste Tom Sebastian nochmals zupacken, Dethloff per Kopf war der Absender. Da agierte Optik schon mit zwei Keepern, Simeon Hawwary wurde unter dem Jubel der Rathenower Fans als Stürmer eingewechselt.
Ingo Kahlisch machte es ganz kurz: "Trotz der hohen Belastung den Test zu Null gewonnen, mehr muss man da gar nicht sagen."