STATISTISCHER SAISON-RÜCKBLICK
Nicht vergessen werden sollte dabei natürlich, dass Optiks Rekordspieler und etatmäßiger Kapitän bereits nach dem 8. Spieltag fünf Tore auf dem Konto hatte. Danach setzte eine schwere Verletzung Jerome bekanntlich bis zum Saisonende außer Gefecht.
Spielerstatistik 2024/2025 (Liga- und Pokalspiele)
Oberliga-Torschützenkönig
Jamal Rogero wurde mit seinen 21 Punktspieltreffern auch Torschützenkönig der Nordstaffel. Knapp dahinter lagen Pedro Vitor Cruz Magalhaes von Staffelsieger BFC Preussen (20) und Julian Hahnel von Hansa Rostock II (19). Nimmt man die gesamte Liga (laut Spielordnung hat der NOFV eine Oberliga, die in zwei Staffeln spielt), war nur Jegur Jagupov vom VfL Halle 96 noch treffsicherer. Er kam auf 24 Erfolge.
Oberliga-Torbilanz
Bleiben wir noch einen Moment bei Nord gegen Süd. Deutlicher Sieger war unsere Staffel, was die Offensivpower angeht. Obwohl Tasmania gegen Sparta nicht antrat, der Norden also auf nur 239 Partien kommt, gegenüber den kompletten 240 im Süden, ist die Bilanz sehr eindeutig. 964 Tor fielen in den Duellen der Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Die Südstaffel brachte es auf 862 Tore.
Allerdings soll hier nicht verschwiegen werden, dass das auch auf den Rostocker FC zurückzuführen ist. 30 Niederlagen mit 10:183 Toren sind historisch einmalig. Rechnet man das einmal herunter, hat jeder der 15 Gegner gegen den RFC durchschnittlich zwölfmal eingenetzt. Übrigens gab es in dieser Spielzeit 22 Eigentore. Gleich viermal profitierte Tennis Borussia vom Mißgeschick des Gegners.
In der Bilanz gegen den RFC lag Optik mit 5:1 und 8:0 über dem Schnitt, ansonsten gab es nur gegen Anker Wismar zwei Siege. Ganz ohne Punkt blieb Rathenow gegen Eintracht Mahlsdorf, Hansa Rostock II und Tasmania Berlin. Dass bis zum Schluss um den Klassenerhalt gezittert wurde, lag vor allem an der schlechten Heimbilanz. Nur vier Siege, aber fünf Niederlagen bedeuteten lediglich Rang 13 dieser separaten Wertung. Allerdings spielt der eigene Sportplatz nicht mehr die dominante Rolle früherer Jahre. Kein Verein kam ohne Heimniederlage durch die Saison.
Eingesetzte Spieler
Sehr stark angestiegen ist die Zahl der eingesetzten Akteure. 487 Kicker ergeben bei 16 Teams 30,4 pro Mannschaft. Kein Trainer kam mit weniger als 24 Spielern aus. Beim FSV waren es 26. Einen Rekord, den wohl nicht einmal ein Reserveteam wird toppen können, schaffte der Rostocker FC. 45 Akteure, also mehr als vier komplette Mannschaften schnürten im Verlauf eines Jahres die Töppen für den Tabellenletzten.
Oberliga-Dauerbrenner
Insgesamt waren lediglich sieben Kicker in allen 30 Spielen dabei. Mit Simeon Hawwary, Jamal Rogero und Justin Gerlach stellte Optik gleich drei davon. Darüber hinaus waren Simeon und Justin die beiden einzigen Fußballer, die die kompletten 2700 Minuten auf dem Platz standen, also kein einziges Mal ein- oder ausgewechselt wurden!
Das andere Extrem: Luis Carl Millgramm vom SV Lichtenberg 47 wurde gleich 24 Mal ausgewechselt, Arnold-Marius Lietz kam 21 Mal als Einwechsler auf den Platz. Dessen Schweriner Mannschaftskollege David Manukyan sorgte unfreiwillig für ein kurioses Statistikdetail. Zweimal verletzte er sich nach einer Einwechslung und musste wieder runter. So gab es die ungewöhnliche Bilanz von drei Aus- und acht Einwechslungen in nur neun Spielen.
Zuschauer
2901 zahlende Zuschauer begrüßte der FSV in seinen 15 Heimpartien. Das ergibt einen Schnitt von 193, wobei sich diese Werte schlecht vergleichen lassen. Zu unterschiedlich handhaben die Vereine der Oberliga den Kartenverkauf. Bei einigen Clubs gibt es lediglich Schätzwerte, auch die Bedeutung eines Duells spielt eine Rolle. Beispielsweise begrüßte der BFC Preussen am letzten, entscheidenden Spieltag gegen Mahlsdorf genauso viele Fans wie in den 14 Heimspielen zuvor insgesamt.
Fakt ist, Lichtenberg 47 hatte mit 762 Fans pro Spiel wie im Vorjahr die meisten Zuschauer, TuS Makkabi mit 85 die wenigsten. Auch der Rostocker FC, sowie Union Sandersdorf und der FC Grimma aus dem Süden blieben unter der Grenze von 100 verkauften Karten pro Spiel.
Fair Play
Erfreulich war aus Rathenower Sicht auch 2024/25 die Fair-Play-Statistik. 60 Mal Gelb, einmal Gelb-Rot und 2 Mal Rot hört sich immer noch zu viel an, bedeutet in der fünften Liga, in der oft Kampf vor Spielkultur steht, aber Platz 3 der Staffel. Nur die beiden Rostocker Clubs waren noch besser. Die Rote Laterne, was Fairness betrifft, leuchtete bei Tasmania Berlin. Und nicht nur die des Nordens, sondern der gesamten Liga. 73 Verwarnungen, sieben Gelb-Rote Karten und vier glatte Platzverweise gab es für die Blau-Weiß-Roten. Und das in, wie bereits erwähnt, nur 29 Partien.
Alle 32 Teams aus dem NOFV-Bereich zusammengenommen, belegte Optik einen guten fünften Platz. Ganz vorne liegen mit dem VfB Auerbach und dem VfB Krieschow aus der Südstaffel die beiden einzigen Vereine, die komplett ohne Gelb-Rot oder Rot auskamen. Die "Rauhbeine" unserer Staffel waren Manuel Schmiedebach von Grün-Weiß Ahrensfelde und Ricci Bokake-Befonga von Tasmania. Beide flogen in der abgelaufenen Saison dreimal vom Platz.
Optiks Dauerbrenner #2
Beenden wollen wir die Statistik mit einem Glückwunsch an Joshua Bateman. Alle Pflicht- und Testspiele zusammengerechnet, war unsere Nummer 2 der Dauerbrenner des FSV. In 49 der 52 Partien stand Joshua auf dem Platz. Dahinter folgen Nico Donner (48) und Yunus Solak, sowie Matt-Brahan Zie mit je 47 Spielen.
Und nun genug der Zahlen. Eine schöne Sommerpause, bis es dann Anfang Juli wieder heißt: "Auf geht`s, Optik!"