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OBERLIGA

AUSGEKONTERT UND GLÜCKLOS

Bei Tennis Borussia Berlin macht Optik das Spiel, verliert aber mit 0:3.
Die Partie begann mit dem Abtasten beider Mannschaften, ehe Yunus Solak ein erstes Achtungszeichen setzen konnte. Er setzte sich kurz hinter der Mittellinie durch und spielte sich Richtung Strafraum. Den anschließenden Torschuss hielt der Torwart.

In der Folge blieb Optik spielbestimmend, konnte daraus aber nichts Zählbares erarbeiten. Im Gegensatz zu den Hausherren. TeBe machte es cleverer. Mit dem ersten Konter und ersten Torschuss kam die Führung. Nach 20 Minuten setzten sich die Lila-Weißen über rechts durch. Mit einem Doppelpass wurde die FSV-Abwehr ausgehebelt und Dethlefs schob zur 1:0-Führung ein.

Optik mit Wut im Bauch und einer dicken Doppelmöglichkeit. Erst setzte sich Torjäger Jamal Rogero über rechts durch und zog ab, und dann konnte den Abpraller Salih Aktürk mit einem sehenswerten Seitfallzieher leider nicht vergolden. Der Torwart der Berliner hielt souverän.

Tja, und dann machte der FSV in der Defensive das, wovor Trainer Ingo Kalisch vor fast jedem Spiel warnt: 'Wir versuchen geschlossen nach vorne zu laufen und geben die hintere Ordnung auf.' Die Folge sind Konter.

So auch in der 30. Minute, als sich die Borussen über links durch setzte und von Joshua Bateman unsanft gestoppt wurden. Laut Schiedsrichter Bartsch im Strafraum. Doch diese Entscheidung darf zumindest hinterfragt werden. Nicht das einzige Mal, dass das Schiedsrichter-Trio unsouverän wirkte. Der Pfiff ertönte und es gab Elfmeter. Ebrima Jobe traf zum 2:0.

Und dann kam es noch dicker für den FSV. Zwei Minuten später klingelte es erneut im eigenen Tor. Dieses Mal kam TeBe mit dem dritten Torschuss zum 3:0. Über halb rechts zog Hadziavdic ab und traf. Ergebnis der ersten Hälfte: Der FSV macht das Spiel, Tennis Borussia schießt die Tore. Ein Konzept, das sich eigentlich Optik vorgenommen hatte.

In der zweiten Halbzeit sahen die 417 Zuschauer ein eher chancenarmes Spiel. Optik bemüht, TeBe musste nicht mehr investieren. Eine strittige Szene gab es in der 67. Minute. Hachim Abal, gerade eingewechselt, erhielt nach einem angeblichen Foul die Rote Karte. Doch die ist mehr als fragwürdig. Ein grobes Foulspiel war es nicht und eine Verwarnung fand vorher auch nicht statt. Laut Hachim gab es nicht einmal einen Kontakt und der Gegenspieler konnte auch wieder schnell weiterspielen.

Die Rote Karte wird also das Geheimnis von Schiedsrichter John Bartsch aus Zwickau bleiben. Jamal Rogero kam noch zu einem Schuss knapp am Tor vorbei und dann war es das.

Das Fazit von Ingo Kahlisch ernüchternd: „Ich denke für unsere offensive Spielweise sind wir heute brutal bestraft worden - mit drei Kontern und drei Toren. Wir müssen endlich lernen, taktisch schlauer zu spielen. Und dazu kommt, dass der Schiedsrichter eine absolute Katastrophe war. Die Rote Karte war ein Witz!“

Nächste Woche Freitag haben wir im Heimspiel gegen Anker Wismar dann ein wirkliches Endspiel.

Aufstellung: Hawwary - Bateman - Solak (64. Borkowski) - Camara (64. Abal / R.) - Rogera - Aktürk - Aliseha (50. Nafilo) - Gerlach - Hinze - Donner - Xhaka (G / 81. El-Ahmar)

Tore:
1:0 Dethlefs (20.)
2:0 Jobe (31.)
3:0 Hadziavdic (33.)