VIEL BEIFALL ZUM AUFTAKT
Die angekündigten Ausfälle bewahrheiteten sich zur Hälfte. Denn während Jamal Rogero dick vermummt zusah, stand Marouan Zghal im Kader des FSV. Und dieser FSV zeigte, solange die Kräfte reichten, eine starke Vorstellung. Natürlich war der Regionalligist aus Potsdam spielbestimmend, kam aber lange überhaupt nicht durch. Optik lauerte und schaltete bei Balleroberung schnell um.
Es waren gerade zwei Minuten vorbei, da hämmerte Marcito Vicente einen Querpass von Matt-Brahan Zie an die Lattenunterkante. Von dort sprang der Ball allerdings deutlich sichtbar vor der Linie auf. Die Konter der Roten blieben wesentlich gefährlicher als die langen Ballstafetten der Blauen. Yunus Solak verfehlte das Tor bei einem 25-Meter-Schuss nur um Zentimeter (20.).
Was die Gäste in der ersten Halbzeit auszeichnete, war ihre Effektivität. Der einzige Abschluss, der aufs Tor kam, landete auch im Tor. Beim verdeckten Schuss von Ruwen Werthmüller hatte Simeon Hawwary keine Abwehrchance - 0:1. Den möglichen Ausgleich verhinderte Keeper Yannick Bangsow Sekunden vor dem Pausenpfiff als er nach einem zunächste abgewehrten Ball den Nachschuss von Shpetim Xhaka ganz stark parierte.
Maurice Covic, Daniel Frahn, Gian Luca Schulz - viele Stammkräfte kamen bei den 03ern erst in den zweiten 45 Minuten zum Einsatz. Nun wirkten die Landeshauptstädter viel druckvoller. Den Versuch von Stanley Keller, bei dem Simeon Hawwary schon ausgespielt war, schlug Jakob Reichenbach von der Linie (49.). 60 Sekunden später flog ein Schuss von Gian Luca Schulz denkbar knapp am langen Pfosten vorbei.
Gegen die vor allem körperlich überlegenen Gäste fing sich Rathenow wieder, hielt seinerseits mit viel Einsatz dagegen. Der Tempofußball der Anfangsphase wurde weniger, dafür forderten rassige Zweikämpfe immer wieder Beifall der Fans heraus.
Leider gingen zwei dieser Zweikämpfe schief. Den Freistoß von Gordon Büch (72.) parierte Rathenows Torhüter stark. Neuzugang Hachim Abal traf kurz darauf im Duell mit Tjalf Geue zwar einerseits den Ball, andererseits aber sicht- und hörbar auch den Fuß des Gegners. Der Elfmeterpfiff von Schieri Fabio Stemmler war vertretbar. Das war natürlich eine Sache für Daniel Frahn, der Simeon Hawwary verlud und zum 0:2 einschoss. Der letzte präzise Abschluss gehörte dann wieder dem FSV. Karim Alisaleha war fünf Minuten vor dem Ende der Absender, Torhüter Sebastian Jung war ganz schnell unten im bedrohten Eck.
Andre Meyer: "Wir wollten vorrangig auf Ergebnis spielen, also zu Null. Das hat geklappt, zum jetzigen Zeitpunkt war heute alles in Ordnung."
Ingo Kahlisch: "Das war heute eine ordentliche Einheit, alles okay."
Optik: Hawwary - Nafilo, Reichenbach, Gerlach (46. Bateman), Donner (46. Alisaleha) - Solak (46. Abal), Xhaka - Zie (46. Borkowski), Vicente (59. Vettorazzi), Hinze - Camara (46. Zghal)
Tore:
0:1 Ruwen Werthmüller (39.)
0:2 Daniel Frahn (78./FE)