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OBERLIGA

GERECHTES REMIS GEGEN DEN BAK

In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel trennt sich der FSV Optik am Vogelgesang mit 1:1 vom BAK.
Im Pokalspiel noch Unglücksrabe, traf Matt-Brahan Zie gegen den BAK zum 1:0. Foto: Thomas Lücke
Der FSV Optik blieb mit dem Unentschieden im dritten Punktspiel in Folge ungeschlagen. Nach zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher kaum sein konnten, geht die Punkteteilung am Ende wohl in Ordnung.

Kurz vor dem Anpfiff des souveränen Referees Florian Thomas, dem es beide Mannschaften sehr leicht machten, musste Optik umstellen. Dem als Verteidiger vorgesehenen Karim Alisaleha wurde beim Aufwärmen schlecht. Nico Donner ersetzte ihn und machte seine Sache gut.

Die Umstellung beeinträchtigte Rathenow überhaupt nicht. Schon nach 60 Sekunden hätte der Gastgeber führen können, ja eigentlich müssen. Zunächst scheiterte der allein vor Torhüter Denizhan Erdogan auftauchende Jonas Borkowski an diesem, und beim Nachschuss ballerte Jamal Rogero das Leder an den Körper des auf der Linie stehenden Rocco Capoano.

So ähnlich ging es weiter. Eine wie entfesselt spielende FSV-Elf erkämpfte und erspielte sich Chance auf Chance. Doch ob Erdogan, das Außennetz, mehr oder minder weit vorbeifliegende Bälle - die Führung wollte einfach nicht fallen. Auf der anderen Seite lautete das Ergebnis beim einzigen echten Abschluss ebenfalls Außennetz.

Kurz vor der Halbzeitpause doch noch das 1:0. Matt-Brahan Zie flankte von links. Oder um es exakt auszudrücken, er wollte flanken. Der Ball flog an ein Abwehrbein und von dort in hohem Bogen über den Torhüter hinweg ins lange Eck.



Was immer Volkan Uluc seinen Jungs in der Kabine eingeschärft hat, es fruchtete. Viel wacher, viel aggressiver traten die Berliner nun auf. Rathenow wurde förmlich eingeschnürt. Recht schnell kam es zum 1:1. Auch hier bedurfte es der Mithilfe des Gegners, diesmal in Person von Justin Gerlach. Ausgerechnet dem erfahrenen Routinier unterlief im eigenen Strafraum ein Querschläger. Das Leder fiel Kaya Söylemez genau auf den Fuß, der Rest war Formsache.

Anschließend offenbarten die Moabiter das selbe Problem wie zuvor der FSV. Trotz bester Gelegenheiten wurde nicht nachgelegt. Fodelcio Gomes Pereira, erneut Kaya Söylemez, hochkarätige Gelegenheiten zum Auswärtssieg waren da.

Bis zur 70. Minute dauerte es, ehe Denizhan Erdogan beim Versuch von Joshua Bateman wieder einen Ball halten musste. Es war der Auftakt zu einer wilden Schlussphase mit dem Höhepunkt in der Nachspielzeit. Ein Freistoß von Justin Gerlach blieb in der Mauer hängen. Die erneute Hereingabe löste dann ein heilloses Durcheinander im Strafraum aus. Gleich drei Nachschüsse parierten Torhüter und Abwehr. Der vierte Versuch entwickelte sich zu einem Konter, bei dem drei Berliner Kicker auf das Optik-Tor zuliefen. Mit letztem Einsatz klärte der einzig hinten gebliebene Nico Donner, so dass das Remis beim Abpfiff Bestand hatte.

Volkan Uluc: "Die erste Halbzeit ging klar an Rathenow. Wir waren viel zu passiv, überhaupt nicht gut. In der zweiten Halbzeit war es ein bisschen umgekehrt. Mit dem schnellen 1:1 bekamen wir die zweite Luft, auch die Wechsel haben gepasst. Jeder hat eine Hälfte für sich entschieden, von daher geht das Unentschieden in Ordnung."

Ingo Kahlisch: „Für die Zuschauer war es hochinteressant. So viele Chancen hatten wir lange nicht. Leider haben wir uns in der ersten Halbzeit und nach hinten raus nicht belohnt. Aber wir hätten zum Ende hin auch noch verlieren können. Insgesamt hat man auch heute gesehen, die Gesamtentwicklung seit dem Sommer geht Schritt für Schritt voran. Und das geht nur mit kleinen Schritten. Schön bescheiden bleiben, man darf auch mal mit einem Punkt zufrieden sein.“

Bilder vom Spiel

RATHENOW: Hawwary – Donner, Reichenbach, Gerlach, Nafilo – Xhaka (G), Bateman (86. Vicente) – Zie, Zghal, Borkowski (70. Lukanov) – Rogero (G)

BAK: Erdogan – Diop (46. Jagnjic), Capoano, Ernesto de Angelo, Nsungu – Aksoy (76. Suyama), Quiala (G) – Söylemez (86. Kurt), Gomes Pereira, Petnga (76. Sen) – George (76. Neal)

TORE:
1:0 Matt-Brahan Zie (41.)
1:1 Kaya Söylemez (55.)