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OBERLIGA

KEIN JUBEL TROTZ AUSWÄRTSSIEG

Beim Rostocker FC gewinnt der FSV Optik mit 5:1, muss nun aber um Jerome Leroy bangen, der sich schwer am Knie verletzte.
Foto: Verein
Es hätte so schön werden können. Der auf der Autobahn teilweise dichte Nebel hatte sich bei der Ankunft am Damerower Weg verzogen und strahlendem Sonnenschein Platz gemacht. Optik wurde von den RFC-Verantwortlichen, insbesondere dem Betreuer-Paar der Familie Herbort, wieder sehr gastfreundlich empfangen. Und die neuen mintgrünen Auswärtstrikots waren ein echter Hingucker.

Das Spiel begann durchaus ausgeglichen. Optiks erste Chance durch Nico Donner, der Torwart und Tor überlupfte, beantworteten die Ostseestädter mit einem gefährlichen Kopfball von Djibril N´Diaye, bei dem auch nicht viel fehlte.

Nach zwölf Minuten wurde Jamal Rogero vom herauseilenden Torhüter Divine Imasuen zu Fall gebracht. Das ganze genau auf der Strafraumlinie. Da diese Linie laut Regelwerk zum Strafraum gehört, gab es Elfmeter, den Jerome Leroy zum 0:1 verwandelte.

Die Führung verlieh Rathenow noch mehr Sicherheit. Jetzt wurde mitunter recht gut kombiniert, wobei viel über den agilen Matt-Brahan Zie lief. Nach einigen vergebenen Möglichkeiten belohnte sich der FSV mit dem 0:2. Jamal Rogero vollendete einen schönen Pass von Joshua Bateman.

Als dann der Capitano in der 39. Minute einen Freistoß sehenswert direkt zum 0:3 einschoss, war es im Prinzip entschieden. Nur 60 Sekunden später die einzige "knifflige" Szene für Schiedsrichter Leander Dietz aus Berlin, der trotz der Bedeutung des Spiels ohne jede Verwarnung auskam. Nach Ecke Jerome köpfte Rogero in Richtung Tor. Ein RFC-Verteidiger schlug das Leder beim Klärungsversuch ins Netz, so schien es von außen. Nach Meinung des Referee geschah das erst hinter der Linie, also kein Eigentor, sondern 0:4 durch Jamal.

Es war vielleicht noch eine reguläre Minute auf der Uhr, da rasselten bei einem Rathenower Angriff der Keeper und Jerome Leroy furchtbar zusammen. Natürlich keine böse Absicht von Imasuen, nicht einmal ein Foul. Trotzdem waren die Folgen schlimm. Der Kapitän blieb mit schmerzverzerrter Miene liegen, wurde minutenlang auf dem Platz behandelt. Linkes Knie, mehr kann momentan niemand sagen. Sobald eine genaue Diagnose feststeht, werden wir selbstverständlich darüber informieren. Ein Dankeschön geht an die Gastgeber, die halfen, wo es ging. Selbst ein E-Scooter wurde auf den Platz gefahren, um beim Abtransport des Verletzten zu helfen.

Aus der zweiten Hälfte gibt es nicht viel zu berichten. Optik war dominant, spielte jedoch die Gelegenheiten längst nicht mehr so konsequent zu Ende. Auch Matt-Brahan Zie musste humpelnd runter, bei ihm scheint es aber nur ein "Pferdekuss" zu sein.

Einmal noch klappte es mit dem Abschluss. Rogero gelang beim 0:5 nach Pass des eingewechselten Zghal sein dritter Treffer. Auf der Gegenseite erzielte der Rostocker FC den Ehrentreffer zum 1:5. Ein zweifach abgefälschter Ball fiel dem eingewechselten Daniel Muniz dos Santos auf den Fuß. Aus wenigen Metern gelang ihm der Torerfolg. Da beim technisch fein gemachten Schuss von Maximilian Reißner in der Schlussminute wenige Zentimeter fehlten, blieb es bei diesem Ergebnis.

Ingo Kahlisch: "Ein verdienter Sieg. Wenn man unsere Situation bedenkt, haben wir diese so wichtige Partie, vor allem in den ersten 45 Minuten, sehr gut angenommen. Wir haben da sehr konzentriert gespielt mit einem wieder überrragenden Jerome und einem starken Jamal. Die Verletzung überschattet natürlich alles. Die Mannschaft muss jetzt Woche für Woche weitermachen, sich weiterentwickeln. Aber klar, auch mir geht im Kopf rum, wir müssen sehen, was mit Jerome ist."

Bilder vom Spiel

Optik: Hawwary - Lukanov (69. Vettorazzi), Gerlach, Reichenbach, Donner - Bae, Bateman - Zie (58. Iraqui), Leroy (46. Zghal), Vicente (46. Alisaleha) - Rogero (69. Reißner)

Tore:
0:1 Leroy (15./FE)
0:2 Rogero (27.)
0:3 Leroy (39.)
0:4 Rogero (40.)
0:5 Rogero (64.)
1:5 Muniz dos Santos (69.)