BITTERES UNENTSCHIEDEN GEGEN LUDWIGSFELDE
Der Spielbericht aus der MAZ:
Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Zufrieden zeigten sich beide Trainer nicht. Ludwigsfeldes Trainer Volker Löbenberg – vor gut 25 Jahren selbst Spieler in Rathenow – monierte die Zweikampfführung seines Teams. Sein Gegenüber Ingo Kahlisch kritisierte seine Mannen ähnlich. Chancen waren selten. Bei Optik scheiterte Till Wedemann nach einer Viertelstunde zunächst an Torwart Robert Petereit um im Nachschuss das Außennetz zu treffen. Dann hatte Ludwigsfelde Glück als sie nach gut einer halben Stunde den Ball nicht raus, Rathenow ihn aber auch nicht ins Tor bekam. Die beste Möglichkeit hatte im Gegenzug Christoph Ghesquier, der freistehend Gökhan Aydin den Ball in die Arme köpfte.
Im zweiten Durchgang übernahm der FSV das Kommando. Folgerichtig fiel nach 62 das 1:0. Nach zu kurzer Abwehr nach einem Freistoß stand Ekin Gündogdu goldrichtig und staubte ab. Das kurze Aufbäumen der Gäste ließ Optik verpuffen und erarbeitete sich weitere gute Gelegenheiten. Doch die Angriffe wurden zum Teil nicht konsequent ausgespielt (Pfefferkorn, 75.). Und der gerade eingewechselte Dejan Kalan ging mit seiner ersten Ballberührung allein auf Petereit zu. Doch der verkürzte zuerst geschickt den Winkel und bekam dann eben noch die Fingerspitzen an den Schuss. Auch die Kopfbälle von Andre Zielke (79.), Till Wedemann (80.) und Mathias Lettow (81.) verfehlten knapp das Gehäuse. Dann die 89. Minute: Der FSV war weit aufgerückt. Ricardo Franke leitete den einzig sehenswerten LFC-Angriff der zweiten Hälfte ein. Er bediente den in der Mitte mitgelaufenen Maik Eidtner, der den FSV "für taktisch schlechtes Verhalten bestrafte" (Kahlisch).
Tore:
1:0 Gündogdu (62.)
1:1 Eidtner (89.)
Aufstellung:
Aydin - Delvalle, Szabo, M. Lettow (G) - T. Lettow, Zielke (G) - Gündogdu, Kellner, Scholz - Wedemann (G), Pfefferkorn (78. Kalan)
Stimmen zum Spiel:
Gästetrainer Volker Löbenberg: "In der ersten Halbzeit hatten wir zuviel Respekt. Wir wollten mehr Entlastung, mehr Torchancen, mehr Zweikämpfe. Ein Kompliment an die Moral meiner Mannschaft, sie hat nie aufgesteckt. Ich bin mit dem Punkt zufrieden."
Ingo Kahlisch: "In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Zum Schluss war es richtig spannend. Beim Gegentor sind wir bestraft worden, wir müssen noch einiges lernen. Aber es war wieder ein Punkt in Richtung Klassenerhalt."
Jürgen Vogeler: "Schade, ich hatte mit einem Sieg gerechnet. In der zweiten Hälfte war Optik Vorne an. Es war ein unglückliches Unentschieden."
Optik-Fan Torsten Schulz: "Es war ein unverdienter Punkt für Ludwigsfelde. Mit einer Torchance haben sie ein Tor gemacht, aus Rathenower Sicht total unnötig. Aber, wer die Dinger nicht macht, bekommt meistens noch eine rein."